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Man muss nicht zwingend in einen neuen ELW investieren um die Technik aufzuwerten. Hier sind ein Paar Ansätze:

Autonet Mobile ist ein "instant"-Hotspot: ab in den Zigarettenanzünder und innerhalb von Sekunden steht eine Verbindung (von bis zu 200/800 up- und downstream) über UMTS sowie ein Hotspot mit einer Reichweite von ca 10 Metern zur Verfügung. Nicht ausreichend um die Einsatzstellenkommunikation abzuwickeln aber prima für Internetzzugang inklusive VoIp und sonstige VPN-Anwendungen. Praktisch: über eine sichere Verbindung muss man auch nicht direkt im Wagen sein sondern beispielsweise in einem Zelt daneben. Service in den USA bereits über AVIS verfügbar schreibt Wired.

Dass Handys und Navigeräte langsam zu einem Gerät mutieren beweist das Nüvifone von Garmin . GPS mit Telefonie und Internetzugang ist sicher keine schlechte Sache und eventuell sinnvoller als die Anschaffung zweier Geräte bzw. eines Fahrzeughandys welches a) immer leere Batterien hat und b) verschwunden bleibt.   

Schließlich noch: Die Alternative zu GPS heisst WPS . Hier funktionieren WiFi-Hotspots als "Satelliten" – in Relation zu umgebenden Hotspots kennt das Gerät bis auf 20 m (aussen) und 3m (innen) genau die eigene Position. Standortbestimmung in größeren Gebäuden man denke an Verrauchung etc.) ist sicher keine schlechte Sache wenn auch derzeit noch abstrakt. GPS funktioniert ja in Innenräumen nicht.

 

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Viersen (NRW). Die Kreisleitstelle der Feuerwehr Viersen hat drei Wochen nach einer tragischen Einsatzpanne – die Leitstelle hatte den Löschzug zu einer namensgleichen Straße in Viersen anstatt zum eigentlichen Einsatzort in Vorst geschickt – eine geänderte Software als zusätzliche Sicherung erhalten. „Sobald in der Leitstelle ein Notruf per Handy eintrifft warnt das neue Programm den Disponenten“ teilte Kaspar Müller-Bringmann Pressesprecher des Kreises Viersen mit. Auf dem Bildschirm erscheint eine Maske mit dem Hinweis „Notruf aus Mobilfunknetz! Ort erfragen!“ Diese Meldung muss der Disponent per Mausklick bestätigen vorher kann der Einsatz nicht weiter bearbeiten. Ein Vorfall wie in Vorst soll so in Zukunft vermieden werden. Hintergrund der Panne war die automatisch Zuordnung von Notrufen aus dem Mobilfunknetz zum Ortsnetz der Stadt Viersen. Anfang Januar waren die Rettungskräfte aufgrund dieser Zuordnung nach einem Mobilfunknotruf in die falsche Stadt geeilt. Die Süchtelner Straße in Tönisvorst zu der die Rettungskräfte gerufen worden waren gibt es im Kreis Viersen fünf Mal. Die Feuerwehr rückte aber in die Süchtelner Straße in Viersen aus. Als das Versehen bemerkt wurde traf die Feuerwehr mit Verspätung am Unglücksort ein. Eine 65 Jahre alte Frau war bei dem Feuer ums Leben gekommen. [RP Online]

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Neu-Isenburg (He). Ein Teil des Neu-Isenburger Feuerwehrhauses produziert seit Ende Dezember umweltfreundlichen Strom. Auf dem Dach des Gebäudes wurde nämlich ein 49 Quadrameter großer Solarpark mit insgesamt 38 Solarpanels installiert. Die Anlage hat eine Spitzenleistung von 665 Kilowatt Peak (kWp). Die Kosten für diese Anlage gibt die Stadt Neu-Isenburg mit knapp 42.900 Euro an. Ein Zuschuss von 3.900 Euro kommt aus dem Energreen-Topf der Stadtwerke Neu-Isenburg. Auf einem Display im Foyer der Isenburger Feuerwehr wird neben der gegenwärtigen Leistung auch die Menge des ins Neu-Isenburger Netz eingespeisten Stroms angezeigt. [Frankfurter Neue Presse]

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Im Magazin hatte ich über den neuen RW der Berliner Feuerwehr berichtet. Einige der Fotos könnt ihr im Fotostream bei Flickr sehen. klick mich


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Mississippi. Eine Krankenwagenkrise erschütterte vor wenigen Tagen Mississippi County. Nur Sieben Stunden Zeit ließ Emergystat Ambulance Service den Beamten des Mississippi State Department of Health (MSDH) bevor der Rettungsdienst seinen Betrieb einstellte. Als Begründung führte der private Betreiber eine fehlende Haftpflichtversicherung und schwerwiegende finanzielle Probleme an weil die staatlichen Medicaid und Medicare dem Unternehmen 250.000 Dollar noch nicht erstattet hatten. Die Versicherung hatte den Vertrag aufgrund von einem Zahlungsrückstand gekündigt. 23 Landkreise in Mississippi und andere Regionen in Alabama Tennessee Virginia Louisiana Kansas und Florida waren davon betroffen. Um die Notfallversorgung kurzfristig sicherzustellen wurden EMS-Anbieter benachbarter Gemeinden angefordert bzw. private Unternehmen mit Notfalllizenzen ausgestattet. Auch wurden Mitarbeiter von Emergystat durch den Staat mit der Wahrnehmung der Notfallversorgung beauftragt sodass die Region nicht ohne Versorgung blieb. Zuvor hatten diese freiwillig und ohne Bezahlung weiter Dienst geleistet. Dass auch die Mitarbeiter kein Geld von ihrem Arbeitgeber bekamen deutete offenbar daraufhin dass der Betreiber nicht erst durch die ausstehenden Medicare-Zahlungen finanzielle Probleme hatt. [Firegeezer.com clarionledger.com sctonline.net wlbt.com emergystat.com]

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Freiburg (BW). Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der BAB A5 in Höhe der Anschlussstellen Freiburg-Mitte und Freiburg-Süd wurde am Morgen ein Autofahrer getötet. Involviert war dabei auch ein Gefahrgut-LKW der Flüssigschwefel geladen hat. Die Autobahn war etwa vier Stunden voll gesperrt. Es kam zu kilometerlangen Staus.

Gegen 05.35 Uhr ereignete sich am Donnerstagmorgen zunächst ein Auffahrunfall bei dem ein Gefahrgut-Sattelzug auf einen anderen Lastzug auffuhr. Der Fahrer des Gefahrgutlasters wurde leicht verletzt. Ein weiterer nachfolgender Lastzug wich dem verunfallten auf dem rechten Fahrstreifen stehenden Fahrzeugen aus und wechselte auf den linken Fahrstreifen. In diesen Lastzug prallte schließlich ein PKW. Der spanische Fahrer erlitt dabei tödliche Verletzungen.

Bei dem Gefahrgut handelt es sich um 24 Tonnen Flüssigschwefel. Bei dem Unfall wurde der Tank leicht beschädigt nach Angaben der Polizei sei dieser jedoch nicht undicht. Die berufsfeuerwehr Freiburg war im Einsatz. Die Bergungsarbeiten sind noch im Gange weil die gesamte Lastwagentechnik durch den Unfall beschädigt wurde. Die Vollsperrung der A5 zwischen den Anschlussstellen Freiburg-Mitte und Freiburg-Süd konnte gegen Mittag aufgehoben werden. Dennoch gibt es noch immer kilometerlangen Staus. Auch die Ausweichstrecken sind ausgelastet. [Badische Zeitung baden24.de Stuttgarter Zeitung]

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Im Magazin ist nun der vierte Artikel der Frankreich-Reihe online: Feuerwehrfahrzeuge in Frankreich. Ob ein Löschfahrzeug zwingend zum VU mit ausrücken muss was sich hinter dem Kürzel FPTHR verbrigt und andere interessante Erkenntnisse über unsere Nachbarn erfahrt ihr dort. Viel Spaß beim lesen!

 

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Schaut Euch diese zwei Videos aus Belastungssicht an. In beiden Fällen ist es gut ausgegangen.

Rettung eines Babys: 

youtube7Zl9U2VtSck/youtube 

Bewohner springen aus Fenster:

youtubeZmSypET4_EA/youtube

Ob ich will oder nicht eine Situation wie die erste belastet mich unheimlich. 

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Im Rahmen meines Besuches beim SDIS44 in Nantes hatte ich die Möglichkeit einen Einblick in das Fahrzeugwesen unseres Nachbarlandes zu bekommen – aus Zeitmangel leider nicht in der gewünschten Tiefe genügend jedoch um einen Überblick bieten zu können.

Kern des Fahrzeugthemas war ein Gespräch mit Capitaine Rousseau seines Zeichens verantwortlich für den Fuhrpark des SDIS44. Darüberhinaus hatte ich die Möglichkeit an unterschiedlichen Wachen Sonderfahrzeuge zu sehen.

Capitaine Rousseau

Fahrzeugphilosophie
Während das deutsche Feuerwehrwesen dazu neigt möglichst universelle Fahrzeuge aufzubieten (HLF RW) haben französische Fahrzeuge eher spezifische Einsatzspektren. Die Liste der Fahrzeuge des SDIS44 ist hier zu sehen .

Das Standardfahrzeug ist der Fourgon Pompe Tonne (FPT) welches ausschließlich für Brandbekämpfung eingesetzt wird. Am ehesten dürfte es unserem TLF16 entsprechen: Staffelbesatzung (Gruppenkabine) Schläuche wasserführende Armaturen. 

Der neueste FPT des SDIS44 mit gelber Bemalung

Eckdaten: 15 oder 16 Tonnen Gewicht 2.700 Liter Wassertank Schaummittel. Die Schläuche werden nach ihrem Durchmesser benannt (45 70 und 110) und sind spürbar robuster gebaut als unsere da auch mit einem höheren Pumpendruck gefahren wird (15 bar).

Es gibt einige Varianten des FPT darunter ein FPTHR (FPT Hors Route mit Allrad) sowie FPTSR (FPT Secours Routier für VU).

FPTHR mit Allrad

Kleinere Einsätze werden mit dem VTU (Véhicule Tout Usage KLaF) abgewickelt diese sind zumeist Kastenwagen auf Sprinter 35t-Fahrgestell.

Drehleitern werden EPA (Echélle Pivotante Automatique) genannt und entsprechen weitestgehend unseren DLK23-12. Im SDIS44 sind die neuen Fahrzeuge vom Modell Metz L32 auf MAN LE.  

Zu Verkehrsunfällen rückt der Véhicule Secours Routier (VSR) aus. Dieser ist ausschließlich für diese Aufgabe ausgelegt und führt VU-Rettungswerkzeug mit (Schere Spreizer Stab Hebekissen) inklusive Leucht- und Löschmittel (PG Schaumlöscher und einen 400l-Wassertank) und ist mit Unfallstellenabsicherungseinrichtungen versehen (Heckblitzer Markierungen aufklappbare Signaltafel).



Der VSR wiegt 75 Tonnen
 

Interessant: der VSM rückt zu einem VU standardmässig mit einem VSAV (Véhicule Secours et d'Assistance aux Victimes RTW) aus – sonst nichts. Wird ein zweiter Rettungssatz benötigt rückt der nächstgelegene VSR aus. Wie oben erwähnt gibt es einen FPT in Kombination mit einem VSR – der FPTSR. Doch wegen der "fokussierungs"-Philosophie wird dieser eher nicht beschafft. Ist dieses Fahrzeug im Einsatz ist man unflexibler als mit zwei Fahrzeugen.

Der VSAV ist Standard auf jeder Wache; die Feuerwehren in Frankreich stellen flächendeckend den Rettungsdienst. Worauf ich leider nicht eingehen kann weil die Materie erstens komplex und zweitens hochpolitisch ist: das Zusammenspiel zwischen der Feuerwehr dem Notärztlichen Dienst (SMUR) und einem weiteren Notdienst dem SAMU ist recht intransparent und je nach Département völlig unterschiedlich. Die Qualität der Kooperation variiert wohl auch erheblich.

VSAV im Einsatz

Somit wäre die Vorstellung der flächendeckenden Standardfahrzeuge abgeschlossen. Darüberhinaus gibt es eine Menge an Spezialfahzeugen. Nachfolgend werden einige vorgestellt: 

Eine französische Besonderheit und aus meiner Sicht eine interessante Variable in der hiesigen Waldbranddiskussion sind die CCF (Camion Citerne feux de Forêt). Sehr wuchtig aussehende singlebereifte Fahrzeuge für Vegetationsbrände mit einer Standardbesatzung von 1/2 oder 1/3. Die neuesten Fahrzeuge verfügen über ausgedehnte Eigenschutzmechanismen beispielsweise Überdruckkabinen oder Sprühdüsen im Schutzkäfig.

CCF Léger mit 2.000l Wasser

CCF werden klassifiziert in Léger (bis 75t) Moyen (14t) sowie Super (über 14t).  

In Frankreich weit verbreitet sind Wechselaufbauten-Systeme. In Nantes konnte ich AB mit Schaummittel sehen "F-Schlauchaufwickel" Großpumpen mit F-Schlauch Dekon sowie Umwelt.

Beschaffung Normung

Genauso wie hier sind Standard-Feuerwehrfahrzeuge in Frankreich genormt. Sie werden auf Département-Ebene vom jeweiligen SDIS beschafft. So erreicht man zumindest auf dieser Ebene eine gewisse Standardisierung sowie Skaleneffekte beim Einkauf – bis zum bestimmten Grad denn viele Fahrzeuge sind auch in Frankreich Einzelbeschaffungen.

Auch beinhalten die Normen Mindestanforderungen deren Erfüllung eine Bezuschussung vom Bund ermöglicht. Über diese Mindestandorderungen hinaus habe die einzelnen Départements je nach finanziellen Möglichkeiten einiges an Spielraum. Beispielsweise sieht die Norm für FPT folgendes vor:

  • Besatzung: 8 Personen 
  • 8 PA
  • Tank: 2.700 Liter minimal
  • Pumpenleistung: 120 Kubikmeter Wasser pro Stunde (2.000 l/min)
  • 600m Schlauch "70"
  • 200m Schlauch "45"

Der SDIS44 als einer der finanzkräftigeren Départements hat auf den neuen FPT noch folgende zusätzliche Austattungsmerkmale:

  • Einmannhaspeln pneumatisch / hydraulisch absenkbar
  • elektrische Leiterentnahme
  • Automatischer Druckregler an der FP
  • Automatische Schaumzumischung (Class A)

Sämtliche FPT (und viele weitere Fahrzeuge) in ganz Frankreich sind also größtenteils gleich. Insbesondere Führungsdienstgrade der SPP (Sapeurs Pompiers Professionels Berufsfeuerwehr) schätzen dies denn ein beruflicher Aufstieg ist oft mit Standortwechsel verbunden und man arbeitet mit vertrautem Material.

In Frankreich als EU-Land sind die Beschaffungsrichtlinien die gleichen wie hier; allein aus Kostengründen – ein FPT dürfte im Schnitt gut €100.000 weniger kosten als ein deutsches HLF – findet man fast nur französisches Material. Die Probleme bei den Nachbarn sind jedoch ähnlich wie hier: enormer Kostendruck bedeutet oft Einbußen bei der Qualität. Die fortschreitende Technisierung macht auch eine gewünschte Haltbarkeit von mehr als 20 Jahren unwahrscheinlich der Erhaltungsaufwand steigt stets.  

Noch eine interessante Anmerkung: die Fahrzeugbeklebung bzw. -markierung ist auf nationaler Ebene vorgegeben und zwingend vorgeschrieben. Die Vorgaben sind in diesem PDF-Dokument nachzulesen.


Video Rundgang FPT:

youtubeGzC2IEsvWv4/youtube


Bilderstrecke Fahrzeuge SDIS44

 


Links:

 

 

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Wer Informationen und Hinweise zu Sicherheitsvorrichtungen in modernen Kraftfahrzeugen sucht wird auf der Seite www.rettungsleitfaeden.com fündig. Neben den Rettungsleitfäden vieler bekannter Hersteller von PKW Bus und LKW findet sich dort jetzt ganz aktuell ein neuer Rettungsleitfaden für Volvo-LKWs.

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