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Wie die gewöhnlich gut unterrichtete Flight (unter Berufung auf das russische Zivilschutzminsterium) berichtet plant Griechenland die Beschaffung von 7-14 Löschflugzeugen des Typs Beriev Be-200 des russischen

Flugzeugherstellers Irkut.

Das wäre – angesichts der katastrophalen Brände im August 2007 – nicht weiter überraschend hat aber trotzdem einige interessante Aspekte. Denn die griechische Luftwaffe hat schon die (vermutlich) größte Löschflugzeugflotte Europas – insgesamt 43 Maschinen (22 PZL Mielec M-18 Dromader sowie 13 CL-215 und 8 CL-415 des kanadischen Herstellers Bombardier lt. Wikipedia). Nun spielt die Be-200 sicherlich in einer ganz anderen Liga: Sie ist erheblich moderner als die Canadairs bietet bis zu 12.000 l Tankvolumen für Löschwasser (im Gegensatz zur CL-415 die mit rd. 6.150 l gerademal die Hälfte schafft. Die kleinen Dromader wollen wir gar nicht erst erwähnen) und wird von vielen Fachleuten als das wohl modernste Amphibienlöschflugzeug der Welt bezeichnet. Allerdings verkauft sich die Be-200 denkbar schlecht: Nicht nur dass Griechenland das erste westliche Land ist dass Be-200 beschaffen will; es ist das erste ausländische Land überhaupt. Bislang hat nämlich nur Russland selbst diesen Typ gekauft zur Zeit vier im Bestand und drei weitere zur Ablieferung noch dieses Jahr danach wäre die Linie leergelaufen.

Eine interessante Frage ist somit nun warum die Griechen im Bereich der Löschflugzeuge eine vierte Teilflotte aufbauen – inklusive aller damit verbundenen Probleme (Kommonalität Besatzungen Ersatzteile etc.). Sicher macht es irgendwo Sinn (gerade bei einer Beschaffung von immerhin 7-14 Stück) auf das modernste derzeit am Markt erhältliche Gerät zu setzen. Auf der anderen Seite sollte man nicht vergessen dass Putin im Spätsommer 2007 medienwirksam fliegende Löschunterstützung nach Griechenland geschickt hat – obwohl Russland damals selbst massivste Probleme mit Waldbränden hatte.

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