Team | AGB | Impressum | Datenschutzbestimmungen | Kontakt | Bilder | Facebook | Twitter | Werben im FWnetz

Es ist der große Traum von vielen Kindern bei der Feuerwehr mitzufahren. Auch wenn das nicht klappt lässt sich der Nachwuchs von Morgen spielerisch auf die Feuerwehr vorbereiten. „Mein großes Feuerwehrspiel“ von Ravensburger vermittelt nicht nur feuerwehrtechnische Grundkenntnisse sondern hat darüber hinaus auch einen allgemeinen didaktischen Nutzen.

Mein großes Feuerwehrspiel von Ravensburger

Die Drehscheibe mit den Einsatzaufgaben kreist. Zuerst ganz schnell dann immer langsamer. Schließlich bleibt sie stehen. Der Zeiger steht auf Löscheinsatz. Schon wieder. Schlauch ausrollen Strahlrohr in die Hand und „Feuer frei“ ich meinte „Feuer aus“. Ziel des Löscheinsatzes ist es mit einer kleinen Kanone den blauen Stecker in das brennende Gebäude zu schießen. Entweder durch ein Fenster im Dachgeschoss oder durch die Eingangstüre muss der Stecker sausen. Auf welche Öffnung der Spieler zielen muss entscheidet das Alter. Drei Versuche hat jeder Spieler. Wer trifft bekommt einen Punkt und darf auf der Schalttafel seinen Stecker ein Feld nach vorne ziehen.

Drehscheibe

Der ausgerollte Schlau vor dem Gebäude gibt an wie groß die Zieldistanz ist. Ich ziele auf das Fenster im Dachgeschoss. Daneben. Nochmal. Wieder daneben. Auch beim letzten Versuch treffe ich mit der Feuerwehrspritze nicht das Feuer. Der nächste Löschzug muss kommen Spieler Nummer zwei ist dran – und trifft auf Anhieb. Die Runde ist zu Ende und erneut dreht sich die Drehscheibe.

Haus

Wie im richtigen Leben auch besteht das Dasein eines Feuerwehrmannes nicht nur aus Löschen und Retten. In der nächsten Runde heißt es nämlich „Schläuche wickeln“. Die roten Stoffschläuche werden ausgerollt. Mein Mitspieler ruft „An die Schläuche fertig los“. Wer als erster sauber und ordentlich gewickelt hat muss seinen Feuerwehrmann – in Form eines kleinen Buttons – die Rutschstange runterrutschen lassen. Welch ein Drama! Mein Mitspieler muss offenbar nochmal im Grundlehrgang das Schläuchewickeln lernen. Ich gewinne diese Runde und ziehe mit meinem Mitspieler auf der Einsatztafel gleich.

Teile

Die Drehscheibe kreist diesmal ungewöhnlich lange. Sie ruckelt nach einer Weile und bleibt auf „Wissen“ stehen. Die Spieler sitzen nun in einer virtuellen Einsatzzentrale. Auf einem Bildschirm erscheinen Alarmstichworte in Form eines Bildes. Es ist ein Chemieunfall zu sehen. Ich muss nun blitzschnell aus den vor mir liegenden Einsatzmitteln das Richtige auswählen. Ich greife nach dem Chemikalienschutzanzug. Doch mein Mitspieler ist schon wieder schneller als ich und darf damit seinen Stecker nach vorne schieben.

Einsatzzentrale

Einsatzzentrale und Aufenthaltsraum

Erneut dreht sich die Scheibe. Diesmal bleibt sie auf dem Joker stehen. Derjenige der gedreht hat darf sich nun eine der drei Disziplinen auswählen. Ich wähle „Schläuche wickeln“. Und da ich im Grundlehrgang gut aufgepasst habe gewinne ich diese Runde abermals.

Nach etwa einer halben Stunde stehe ich als Sieger fest. Mein Stecker hat als erster das Ende der Einsatztafel erreicht. Das kuriose an dem Sieg war nur dass ich ihn fast ausschließlich mit der Disziplin Schlauchwickeln gewonnen habe.

Monitor

Einsatzkarten

Einsatzarten mit Einsatzmittel

Das Spiel dauert etwa 20 bis 30 Minuten und ist für bis zu vier Mitspieler geeignet. Die Altersangabe des Verlages lautet vier bis sieben Jahre.

Nur zusammen mit Erwachsenem spielen

Noch bevor das Spiel begann erwartete mich eine wahre Auspackorgie. Die vielen Einzelteile – auch der anfallende Abfall – machen das Spiel für kleine Kinder ein Stück weit zur Gefahr. Zu groß ist die Gefahr dass ein Teil verschluckt werden kann. Deshalb sollten Kinder nur in Gegenwart eines Erwachsenen das Feuerwehrspiel spielen. Ebenfalls fraglich finde ich ob vier- bis siebenjährige das Spiel wegen der vielen Teile zusammenbauen können. Auch die Feuerwehrspritze – die kleine Kanone mit Pfeil – ist nicht ungefährlich. Auch hier besteht Verletzungsgefahr wenn statt auf das „brennende Gebäude“ auf einen Mitspieler gezielt wird. Im Nachteil ist auch der Spieler der die Einsatzkarte in den „Monitor“ schiebt. Die Mitspieler haben hier einen kleinen Vorteil beim Ziehen der Einsatzmittelkarte.

Auf der anderen Seite bin ich aus didaktischer Perspektive von dem Spiel begeistert. Die Aufgabe „Löschen“ ist zwar knifflig fördert aber die Hand-Augen-Koordination bei kleinen Kindern. Das gleiche gilt für das „Schlauchwickeln“. Hier wird zusätzlich die Motorik der jungen Hände trainiert. Allerdings bedarf es gerade für vierjährige viel Geduld bis der Schlauch gewickelt oder das Feuer getroffen wurde. Hilfestellung durch einen Erwachsenen ist hier angeraten. In der Kategorie „Wissen“ wird die Reaktionszeit auf die Probe gestellt. Erkennen und blitzschnelles Reagieren sind hier gefordert – ähnlich wie im realen Feuerwehrleben auch. Doch auch hier zweifle ich daran ob vierjährige kognitiv schon so weit sind. Insgesamt ist also das Mitwirken eines Erwachsenen erforderlich.

Neben diesen kognitiven und motorischen Fähigkeiten vermittelt das Spiel den Kindern auch die Aufgaben der Feuerwehr. Fragen wie „Wie arbeitet die Feuerwehr?“ „Zu welchen Einsätzen rückt sie aus?“ oder „Was gehört zur Ausrüstung?“ beantwortet „Mein großes Feuerwehrspiel“ von Ravensburger in Form von einprägsamen Bildern. Dazu zählen ein Chemikalienschutzanzug ein Feuerlöscher ein Schlauchboot ein Sprungretter ein Spreizer und und und. Passend zu diesen Werkzeugen wird das jeweilige Einsatzszenario gezeigt wie Chemiefässer ein PKW-Brand Hochwasser Menschenrettung und Autounfall.

Doch auch für Erwachsene ist das Wissens- und Aktionsspiel nicht ohne Spaßfaktor – gerade zu fortgeschrittener Stunde. Immerhin ist irgendwann das biologische Alter – oder der medizinische Zustand – erreicht wo sie sich wieder für Kinderspiele zu interessieren beginnt. Aber ich warne alle Erwachsenen gleich vorweg gegen Kinder in diesem Spiel zu gewinnen kann schwierig werden. Insbesondere dann wenn es ums „Löschen“ geht. Aufgrund ihrer geringen Körpergröße und der kleineren Hände ist für die Nachwuchsfeuerwehrler das Löschen einfacher.

Helmut Walch: „WWW Mein großes Feuerwehrspiel. Das clevere Wissens- und Aktionsspiel.“ Verlag Ravensburger. Preis 2299 €. Im Spielwarenhandel erhältlich. Link zum Verlag

Basisinfos zum Spiel:

Alter 4 – 7

Mitspieler 2 – 4

Spielzeit ca. 20 Minuten

Kommentare

Kommentare geschlossen.

Bottom