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Crailsheim (BW). Als Unwort bezeichnete Crailsheims Stadtbrandmeister Tilman Wagner das Wort „Ehrenamt“ anlässlich der Hauptversammlung der Hauptabteilung der Crailsheimer Feuerwehr am vergangenen Montag.

Durch den inflationären Gebrauch des Wortes ist für Wagner das Wort „Ehrenamt“ zum „Unwort“ verkommen. „Wir müssen uns eingestehen dass wir gerade im Hinblick auf die Profilierung in einer falsch verstandenen Bescheidenheit jämmerlich versagt haben. Wir haben uns von den Politikern in die lange Reihe von Sportfunktionsträgern unter dem Unwort Ehrenamt‘ einreihen lassen. Nichts gegen diese Tätigkeiten sie sind wichtig und notwendig für das Gemeinschaftswesen. Rettungsorganisationen wie der Sanitätsdienst das Technische Hilfswerk oder die Feuerwehr sind aber nicht nur für das Gemeinschaftswesen notwendig sondern sie retten Leib und Leben. Das muss zurück in die Köpfe!“ Und weiter sagte er „Es muss eine Auszeichnung eine Ehre sein in der Feuerwehr Dienst zu tun“ und außerdem wolle er sich nicht „unter dem missbrauchten Begriff Ehrenamt betätscheln lassen.“ [südwest-aktiv]

Kommentare

Keine Kommentare bislang zu “„Ehrenamt“ als Unwort” (davon )

  1. Geza am 28. Januar 2008 14:24

    Guter Gedankengang des Stadtbrandmeisters. Ich habe nur bedenken, ob die Adressaten dieser Ansage verstehen, was er meint.
    Und es stellt sich die Frage, wie es denn die Feuerwehrleute vorleben. Wie vielen von uns wird denn Ehre zu teil, weil wir Feuerwehrleute sind? Bzw. im Umkehrschluss: Wie viele werden als Feuerwehrleute belächelt?! Wie viele lassen sich für Tätigkeiten, die nicht Aufgabe der Feuererwehr sind, hinreißen?
    Wir müssen als Feuerwehrleute mit mehr oder weniger ausgeprägtem Helfersyndrom lernen „Nein“ zu sagen!

  2. Harald am 28. Januar 2008 20:24

    Mich interessieren die Reaktionen darauf. Beispiele: Leserbrief, Kommentare oder weitere Berichte.

  3. Ulix am 30. Januar 2008 14:27

    Die lokale Zeitung hat dazu nen kleinen Kommentar geschrieben und dem ganzen zugestimmt. Wenn ich am WE wieder daheim bin und noch dran denk kann ich den Kommentar ja mal zitieren.

  4. Ulix am 14. Februar 2008 16:42

    Vorhin eingefallen, wollt ja noch den Kommentar der Zeitung zitieren, also dann los!

    Zitat Hohenloher Tagblatt vom 26. Januar 2008, Seite 22:
    Elite ist kein Schimpfwort
    Hat da einer angesichts ständig sinkender Aktivenzahlen die Nerven verloren und sich in der Wortwahl vergriffen? Nein! Crailsheims Stadtbrandmeister Tilman Wagner war schon immer ein Freund klarer Worte und mit seinen Ausführungen hat er klar und eindeutig – allerdings auch angreifbar – Position bezogen.
    Darf die Arbeit der Feuerwehr höher bewertet werden als die eines Sportvereins, von Landfrauen oder Kunstfreunden? Handelt es sich nicht in allen Fällen um bürgerschalftliches Engagement im Ehrenamt? Wenn man genau hinschaut, gibt es einen Unterschied: Aktive Vereinsmitglieder investieren Freizeit, bringen ihre Persönlichkeit ein und das ist aller Ehren wert. Der Feuerwehrmann legt jedoch mehr in die Waagschale: sein Leben nämlich. Jedes Jahr sterben Feuerwehrangehörige im Einsatz und die wenigsten von ihnen wegen Leichtsinns. Also gibt es einen – erheblichen – Unterschied.
    Dafür haben die Menschen sehr wohl ein Gespür, wie erst kürzlich wieder eine internationale Studie des Meinungsforschungsinstitutes GfK belegte. Über 19 Länder hinweg genießt die Feuerwehr das meiste Vertrauen. Darauf dürfen Feuerwehrangehörige stolz sein, ohne sich dem Vorwurf aussetzen zu müssen, Überheblichkeit an den Tag zu legen. Bei der Feuerwehr handelt es sich um eine elitäre Einrichtung. Und das im besten Sinne des Wortes.

  5. brg am 15. Februar 2008 13:48

    Die Reaktionen in der Presse hielten sich in Grenzen.Es gab keinerlei protheste von andren „Vereinen“ bezüglich dieser Aussage.Die Feuerwehr Crailsheim is auch für Inovatien bekannt und bestit eine hervoragende lobby. Zu gute kommt warscheinlich auch das der Stadtbrandmeister Jurist ist.

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