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Der renommierte US-Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen American LaFrance hat Insolvenz angemeldet bzw. die US-Version genannt "Chapter11 ". Chapter 11 ist wesentlich liberaler als eine deutsche Insolvenz beispielsweise darf das Management bestehen bleiben (hier wird ein insolvenzverwalter eingesetzt). Es soll das Unternehmen vor den Gläubigern schützen und eine Chance zur Neuausrichtung geben. Deshalb wird erstmal weiter produziert und gewartet. 

Interessant jedoch ein Blick in diese Pressemitteilung in der die Gründe für die Insolvenz angegeben werden: Grund eins ist bilanztechnisch zu begründen Grund zwei dürfte jedoch wesentlich gewichtiger sein: die IT hat's vermasselt. Genauer die fehlerhafte Einführung eines ERP-Systems (Enterprise Resource Planning) welches normalerweise alle Prozesse und Abläufe eines UNternehmens elektronisch abbildet und verwaltet.

Insbesondere im CRM-Bereich (Customer Relationship Management) gibt es bekannte Beispiele für Unternehmen die Insolvenz anmelden mussten weil sie keine Rechnungen ausstellen konnten und somit illiquide wurden.

In welchem Ausmaße das ERP-System an der Insolvenz von American LaFrance schuld ist lässt sich hier natürlich nicht beurteilen könnte aber als klassischen Fall von der Auswirkung schlecht ausgeführter IT-Projekte in die Wirtschaftsgeschichte eingehen.

Ganz davon abgesehen trifft es hier eine besonders prominente Marke. Die kritische Frage die sich jetzt für viel Wehren ergeben dürfte: "Würden Sie sort bestellen?" 

Update:

Der Fingerzeig geht Richtung IBM . Das ERP-System wurde eingeführt nachdem ALF von der Muttergesellschaft Freightliner LLC getrennt wurde. 

Kommentare

Keine Kommentare bislang zu “American LaFrance insolvent (Nachtrag)” (davon )

  1. freies_radikal am 29. Januar 2008 18:55

    Weiß jemand ob Daimler noch Anteile an ALF hält?

    Falls nicht, dann war der Verkauf 2005 wohl recht glücklich…

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