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Plauen (Sachsen). Neben Löschen Retten Bergen und Schützen haben die 65 Plauener Berufsfeuerwehrleute in Zukunft noch eine weitere Aufgabe: Knöllchen schreiben! „Wir planen die Berufsfeuerwehr als Unterstützung für unser eigenes Personal einzusetzen“ bestätigte die Leiterin der städtischen Bußgeldstelle Margit Kleinhempel der Presse.

Hintergrund dieser Maßnahme ist ein massives Problem mit Falschparkern in der Innenstadt des 68.000 Einwohner großen Plauen. Die Ordnungshüter kommen nach eigenen Angaben mit dem Ausstellen von Strafzetteln kaum noch nach. Die Berufsfeuerwehr soll nun Polizei und Ordnungsamt insbesondere nachts und am Wochenende auf Anforderung unterstützen. Der Brandschutz soll darunter jedoch nicht leiden stellte Kleinhempel klar: „Wenn meine Leute im Dienst sind machen sie das selbst. Und der Brandschutz hat natürlich sowieso Vorrang“.

Bevor die Feuerwehr mit Stift und Zettel den Parksündern zu Leibe rückt müsse diese von der Stadt fortgebildet werden. Unfroh ist Feuerwehrchef Jörg Pöcker ob der neuen Aufgabe nicht:„Warum sollten wir nicht auch andere Dinge erledigen um unsere Arbeitsplätze zu sichern und damit die Plauener Berufsfeuerwehr insgesamt zu erhalten?“ Außerdem so der Leiter der Feuerwehr weiter „ist Bereitschaftszeit Arbeitszeit“ und die Berufsfeuerwehr im weitesten Sinne auch Ortspolizeibehörde.

Ausrücken wird die Feuerwehr mit den kleinen wendigeren Fahrzeugen. Das Ärgernis Falschparker brachte der Stadt Plauen im letzten Jahr zusätzliche Einnahmen von etwas 300.000 Euro. [sz-online freiepresse.de Stadt Plauen]

Kommentare

Keine Kommentare bislang zu “Berufsfeuerwehr verteilt Knöllchen” (davon )

  1. Meister_Martin am 3. Februar 2008 11:52

    Ist Feuerwehr nicht per definitionem NICHTPOLIZEILICHE Gefahrenabwehr? Ich glaube das beruht auf den schlechten Erfahrungen in der Nazi-Zeit.

  2. Geza am 4. Februar 2008 09:14

    Sehe ich wie Meister_Martin. Die Feuerwehr darf keiner polizeilichen Einheit unterstellt werden.
    Dennoch ist es zumindest in Hessen so, dass der Bürgermeister oberste Instanz der Feuerwehr ist und gleichzeitig Ortspolizeibehörde.
    Der zitierte Feuerwehrchef ist vermutlich in solch positiver Stimmung, weil man dann behindernde Falschparker sofort selbst bestraften kann und nicht auf die Unterstützung einer anderen Behörde angewiesen ist. Eine vielleicht reizvolle Konstellation, aber die Überwachung des ruhenden Verkehrs ist eigentlich nicht Aufgabe der Feuerwehr.

  3. firerobs am 4. Februar 2008 10:28

    Ich meine mich an einen Artikel im FeuerwehrMagazin entsinnen zu können bei dem von einer Feuerwehr berichtet wurde die auch ein Blitzfahrzeug unterhält. Is aber auch schon ein paar Jährchen her das ich das gelesen hab.

  4. galaxyquest am 4. Februar 2008 11:51

    Erinnert mich irgendwie an das hier: http://www.feuerwehr-weblog.de/archives/2006/08/knallchen_von_d.html Am 25.08.2006 berichtete das FWB davon, dass in Rostock der Landesrechnungshof vorschlug, die Feuerwehr zum Knöllchen verteilen einzusetzen. Was draus wurde, weiß ich grad nicht

  5. Meister_Martin am 4. Februar 2008 17:49

    Ich bin der Meinung, dass das ganze ein bisschen im Graubereich läuft. (Kenn mich auch nicht so genau aus mit der genauen Rechtssituation). Auf jeden Fall find ich die Sache ein bisschen befremdlich. Außerdem schadet es wahrscheinlich dem Ansehen der Feuerwehr, auch wenn es in dem speziellen Fall Arbeitsplätze sichert.
    Allerdings fände ich so etwas wie eine Feuerpolizei nicht schlecht, wie es sie z.B. in Amerika gibt, die sich dann um Brandursachenermittlung usw. kümmert
    Die könnten sich dann vll mehr auf die Sache spezialisieren, als es die Kripo oder Schutzpolizei kann, die es bisher übernimmt. was meint ihr dazu?

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