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München Wasserburger Landstrasse 202: hier steht das Gerätehaus der Abteilung Waldtrudering der FF München. Das Haus hat drei Gassen und wie oben zu sehen ist die dritte Gasse leer – erstmal dauerhaft. Leider hat sich unser LF 16-TS nicht unerwarteterweise für immer verabschiedet: Totalschaden. Reparatur lohnt nicht ich kann nur zustimmen. 

Das wurmt mich allerdings schon und zwar aus mehreren Gründen: seit meinem Beitritt 1985 haben wir stets ein "TS" (heisst bei uns und vermutlich anderorts auch so) im Fuhrpark gehabt: zuerst einen Magirus Eckhauber (der mit der Standheizung und dem "Stüberl" hinten) dann einen ganz klassischen Lentner-9-Tonner schließlich das 1982 von Zeppelin gebaute "Teil":

Aus meiner Sicht war das LF 16-TS schon immer ein extrem wertvolles Fahrzeug – im zweiten Abmarsch versteht sich. Sieht man die von der Stadt München ausgesandten Kontingente bei den Elb-Überschwemmungen 2002 oder der Schneekatastrophe in Niederbayern 2006 wird man feststellen: fast alles LF 16-TS und RW1. Alternativ hiflt ein Blick in das aktuelle Feuerwehrmagazin zur Reportage des Großbrands in Pfungstadt: entweder TLF24/50 oder LF 16-TS!

Deshalb geht es hier um ein sehr tiefgreifendes Problem dessen Symptome wie die Ausmusterung unseres Fahrzeugs nichts Gutes erahnen lassen: wie steht es denn um die klassischen Katastrophenschutzfahrzeuge? Ich werde versuchen dieser Frage in einer Kurzen Reihe von Artikeln nachzugehen.

Im ersten Artikel dieser Reihe im Magazin geht es um den "Gerätesatz Unwetter" der in den LF 16-TS der FF in München mitgeführt wird. Dieser wird an der Stelle der Tragkraftspritze eingeschoben und steigert den Einsatzwert des Fahrzeugs erheblich: mit Kettensäge Trennschleifer Tauchpumpe und Abdichtmaterial wird das LF 16-TS zum "Erstangreifer". 

Mit dem Wegfall des Fahrzeugs tut sich bei uns also sowohl in der Abteilung als in der Stadt München eine erhebliche Lücke auf die durch Standard-Löschfahrzeuge kaum zu schließen ist. Zwar können wir bei Bedarf die Geräte des G-U auf die verbliebenen Fahrzeuge verlasten jedoch ersetzt das keine eigenständige taktische Einheit.



Und so fallen auch bundesweit die "klassischen" Lentner-LF 16-TS wie hier abgebildet langsam weg – ersatzlos. Ein typisches Fahrzeug wird der Kommune überschrieben die ihn nun "normal" nutzt. Im Sinne des erweiterten Katastrophenschutzes denkt man dabei nicht; wie denn auch wenn sich der Rahmen dort auch laufend ändert? Beispielsweise fallen die LZ-R (Löschzug Rüst) weg ein LZ-W besteht nunmehr nur aus einem LF 16-TS…

Immerhin scheint das Problem auch mit Hinblick auf sicher wiederkehrende Katastrophen (Waldbrände Überschwemmungen Stürme) wieder etwas mehr Präsenz in den Köpfen zu bekommen. Damit werden sich die nächsen Artikel beschäftigen.

Unter Anderem verfolgen Kommunen ihre eigenen Katastrophenschutzkonzepte und entwickeln dafür vorgesehene Fahrzeuge: vorgestellt werden die KatS-LF aus Düsseldorf und Hamburg. Schießlich scheint es dass auch beim Bund etwas Bewegung in die Sache kommt.

Insbesondere ist hier Kommunikation gefragt denn sicher werden sich viele Gemeinden wieder Hoffnungen auf ein Fahrzeug machen welches noch gar nicht definiert ist. Ja so ein gratis HLF 20/20 wäre schon mal keine schlechte Sache nicht?

Nein. Ein KatS-Fahrzeug soll auch weiterhin dem zweiten Abmarsch vorbehalten bleiben und beispielsweise in Gegenden vordringen können die inzwischen für die meisten Fahrzeuge unerreichbar geworden sind. Doch auch hier wird es nicht einfach sich auf einen Typen zu einigen; zudem kommen noch andere Probleme hinzu beispielsweise das Gewicht wegen der Vorgaben der Euro-Abgasnormen.

Trivia am Rande: der Aufbau (ohne Geräte) eines Lentner LF 16-TS hat damals 25.000 D-Mark gekostet. DAS sind Skaleneffekte. 

Meinungen werden hier mehr als gerne aufgenommen! 

 


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Kommentare

Keine Kommentare bislang zu “Zweiter Abmarsch: Artikelreihe über Fahrzeuge im KatS heute” (davon )

  1. Flow am 2. Februar 2008 21:12

    Unser „TS“, ebenfalls von Zeppelin und ein Bund Fahrzeug, wird ende dieses Jahres gegen ein neues HLF 20/16 ausgetauscht. Der Bund wollte das Fahrzeug in Folge des Rückbaus des Kats verkaufen, die Gemeinde kaufte darauf hin das Fahrzeug vom Bund. Da das Fahrzeug aber einfach am Ende ist musste es ersetzt werden.
    Wir hätten auch lieber wieder z.B. ein 10/6 oder ähnliches vom Bund bekommen aber das war leider nicht drin!

  2. C.Lewalter am 3. Februar 2008 14:44

    Unser LF16-Ts kommt von einem geschlossenen Bundeswehr-Standort im Ort und wurde ebenfalls der Gemeinde überschrieben. Ob es jemals ersetzt wird ist fraglich. Im Moment ist es uns Fahrzeug für die VUs, der komplette Rettungssatz ist auf das Fahrzeug verlastet worden, da unser TLF ausser Betrieb ist. Eine kurzfristige Notlösung – seit September :-/

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