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5 Fragen – 5 Antworten ist eine Serie im FWeblog die „Otto-Normal-Feuerwehrleute“ vorstellt. In fünf Antworten charakterisieren sich die Feuerwehrleute und dabei sollen Ähnlichkeiten im Denken aber auch Unterschiede gezeigt werden. Womöglich gibt es den „Otto-Normal-Feuerwehrangehörigen“ nämlich gar nicht. Aber lassen wie uns überraschen.

Mitmachen darf jeder. Einfach Email an mich schicken und ich leite die fünf Fragen umgehend weiter. Bisher habe ich weit über ein Dutzend Emails fort geschickt aber es kam leider nur ein Bruchteil mit Antworten an mich zurück. Bitte überprüft eure Postfächer. Danke! Heute beginnen wir mit Alex Bentzien aus Troisdorf.

1. Wie bist Du zur Feuerwehr gekommen oder anders gefragt was fasziniert Dich an der Feuerwehr?

Ich war von 1986 bis 1999 aktiv im Rettungsdienst des DRK in Köln tätig. Unser RTW war bis dahin auf der Feuerwache 9 der Berufsfeuerwehr Köln stationiert. Wache 9 ist die Bronx von Köln das rechtsrheinische Mülheim. Nach dem Schritt mich selbstständig zu machen musste ich diese Erwerbsquelle leider aufgeben. Was geblieben ist war der Wunsch in ähnlicher Funktion weiterhin im Ehrenamt tätig zu sein. So kam es dass mich ein Kollege der BF Köln ansprach ob ich nicht in „seine“ Löschgruppe an meinem Wohnort in Troisdorf eintreten mag. Es folgte TM1 Ausbildung Atemschutzlehrgang und TH Lehrgang. Seit 2003 bin ich aktives Mitglied der Feuerwehr Troisdorf. Nach so vielen Jahren im Rettungsdienst eine angenehme Abwechslung. Die Tätigkeiten eher handfester. Dreckig machen darf man sich auch mal. Mich reizt die körperliche Herausforderung der ich mich mit über 40 hier noch stelle.

2. Welche Ausbildung und welche Lehrgänge hast Du bei der Feuerwehr gemacht und hast Du die erworbenen Kenntnisse auch einsetzen können bzw. wie hast du das beispielsweise getan?

Als Quer- und Späteinsteiger habe ich zunächst die „Grundausbildung“ absolviert. TM1 Lehrgang Atemschutz und Technische Hilfe. Als Rettungsassistent ist es zudem immer wieder ein Erlebnis einen Erste Hilfe Lehrgang mitzumachen. Es gibt schon mal große Augen beim Ausbilder wenn die Vorgeschichte hier nicht bekannt ist. Zur Ausbildung habe ich ein klares Bild: Die Grundlagen vermittelt zu bekommen Wassermengen aus Strahlrohren verschiedener Größe zu berechnen und Leiterlängen zu kennen ist das eine. Die eigentliche Ausbildung findet jedoch im Training statt so müssen Handgriffe sitzen oder man weiß wo welches Material auf den Fahrzeugen liegt. Letztendlich kann keine Ausbildung einem beibringen was einen an den Einsatzstellen erwartet. Sie kann nur Grundlage sein um Lagen verstehen zu können und die notwendigen Maßnahmen daraus abzuleiten. Es ist ein wenig Platt aber es ist ein wenig wie bei MacGyver: Situation analysieren was habe ich zur Hand welche Möglichkeiten bieten sich handeln

3. Was hat Dich in Deiner Zeit bei der Feuerwehr besonders geprägt oder ist Dir in besonderer Erinnerung geblieben?

Das Adrenalin fördernde und beklemmende Gefühl das mich zeitgleich unter Atemschutz immer wieder befällt. Sobald die Maske aufgesetzt wird gehen 1000 Dinge durch den Kopf. „Was kommt auf dich zu?“ „Schaffst Du das?“. An der Einsatzstelle dann bleibt – dankenswerter Weise – kaum noch Zeit über diese Fragen nachzudenken. Angst und Nervosität sind es nicht aber ein guter Respekt vor der Aufgabe und den Anforderungen. Ich denke der ist auch wichtig um wach und aufmerksam zu bleiben.

4. Gibt es etwas was Dich besonders nervt oder in Rage bringt wenn Du an „Feuerwehr“ im Allgemeinen wie im Besonderen denkst und warum?

Kirchturmdenken und Stillstand in der Weiterentwicklung. „Das war schon immer so“ ist der schlimmste Spruch den man sich aneignen kann. So viele Chancen werden dadurch vertan. Dazu finde ich es schwierig von Menschen zu erwarten sich in kritische Bereiche und Situationen zu begeben sich andererseits aber im Stadtrat über Beträge zu streiten die aus einer „guten“ persönlichen Schutzausrüstung eine „sehr gute“ machen. Es gibt Jobs da darf das Geld nicht im Vordergrund stehen. Ich weiß dass ist eine eher unreflektierte Meinung. Realität ist was anderes. Aber Sicherheit Motivation und Aufgabe der Feuerwehren könnten vielerorts ruhig einmal plakativer in die Haushaltsdiskussionen eingebracht werden.

5. Wenn Du noch einmal vor der Wahl stehen würdest zur Feuerwehr zu gehen oder nicht wie würdest Du Dich entscheiden und warum?

Jederzeit wieder. Menschen Technik Aufgabe – irgendwie meine Welt. Es ist eine Aufgabe mit der ich mich gerne identifiziere. Zudem im Alltag eine spannende und herausfordernde Abwechslung zum „Einerlei“

Danke Alex für das Kurznterview. Alex ist auch im fwnetz.de aktiv

(sc)

Kommentare

Keine Kommentare bislang zu “5 Fragen – 5 Antworten: Alex aus Troisdorf” (davon )

  1. Toemmel am 18. Februar 2008 19:46

    Hi Stefan,
    ich habe Dich nicht vergessen – nur herrscht bei mir zwischen Mobilfunkmesse und CeBIT der kleine Weltuntergang. ;o)
    Aber die Antwort kommt, ASAP. Versprochen.
    Thomas

  2. galaxyquest am 18. Februar 2008 20:05

    @Toemmel: Es fühlen sich immer die falschen angesprochen ;-)

  3. Toemmel am 18. Februar 2008 21:24

    @GQ: So bin ich. >;o)

  4. max am 19. Februar 2008 02:04

    meine antwort kommt auch demnächst.

  5. stoenggi am 19. Februar 2008 20:25

    Mich hast du ja auch angefragt, aber ich habe dann leider nichts erhalten. Ging das vergessen oder wanderte die Mail fälschlicherweise in den Spam-Ordner? Wenn zweiteres, müsste ich die Mail nochmals haben *smile*. Ansonsten: Ist nicht dringend, aber meine dringendsten Arbeiten sind durch, habe also ab und an ein wenig Kapazitq ;)

    Gruss stoenggi

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