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Dass eine gute Website für eine Feuerwehr eher Pflicht als Luxus ist dürfte inzwischen den meisten klar sein. Bei der Erstellung der Website sind zwei Parameter besonders wichtig: Wie steht es um die eigenen Resourcen (Fähigkeiten Zeitaufwand) und das Wissen wen man wie erreichen möchte.

Die Feuerwehr Waldtrudering war seit 2003 (glaube ich) mit einer wie ich finde optisch sehr ansehnlichen Website gesegnet die jedoch aus purem HTML bestand. 


 

Bei jedem Update beispielsweise Einsatzberichte musste also die entsprechende Seite auf dem Rechner geschrieben und mühselig per FTP hochgeladen werden. Außerdem entsprach sie nicht dem was ich "Liebe auf dem zweiten Bilck" nenne – also die wiederkehrenden Besucher. Diese Erkenntnis ist besonders wichtig: es gibt zwei Hauptarten von Besuchern: Erstebesucher und Folgebesucher. Auf unserer Seite mussten sich auch wiederkehrende Besucher ewig durchklicken auch war es nicht klar ob überhaupt Aktualisierungen vorhanden waren. 

Dem Erstbesucher müssen sich die Grundinformationen erschliessen: um wen geht es hier und wo findet man die Hauptinformationen? Der wiederkehrende Besucher interessiert sich für Neuigkeiten.

Den Inhalt muss man also in zwei Bereichen trennen: den "statischen Content" beispielsweise Informationen über Fahrzeuge: dieses ändert sich nicht sehr oft. Der "dynamische" Content sind aus meiner Sicht Einsätze und sonstige News. Schon auf der "Splash" also der Hauptseite sollten die neuesten Informationen verfügbar sein.

Unsere alte Homepage hatte nicht nur mich schon lange gewurmt: auch diejenigen die in der Lage waren Aktualisierungen durchzuführen hatten kein Bock mehr – und zwar nur weil es so umständlich war.

So habe letzte Woche beschlossen eine neue Seite aufzusetzen und zwar im Rahmen der oben beschriebenen Rahmenbedingungen: ich bin kein Programmierer und eigentlich habe ich für sowas überhaupt keine Zeit.

Aus diesem Grund habe ich als Grundlage WordPress benutzt das ja bereits im Feuerwehr Weblog beste Dienste verrichtete. WP ist einfach zu installieren Artikel einstellen geht sogar per E-Mail man hat einen RSS-Feed mehr Plugins als das Herz begehrt und es ist ein Suchmaschinentraum (Permalinks Pings und Trackbacks).

Allerdings bestand bei früheren Gesprächen große Skepsis bezüglich WordPress es würde zu sehr nach Blog aussehen. Darüberhinaus wäre es schwer den statischen Content unterzubringen.

Glücklicherweise hat sich WordPress ein gutes Stück weiterentwickelt und es sind eine Menge guter Magazin-Vorlagen verfügbar. Dies übrigens auch eine grundlegende Entscheidung: hat man die Resourcen nicht sollte man eine statische Website aufsetzen mit den Grundinfos. Hat man Autoren sollte die Feuerwehrsite als Magazin angesehen werden: man möchte dass Leser oft und gerne wiederkommen. Es ist ein dynamisches Format.

Schließlich habe ich mich für "The Morning After " entschlossen. Aufsetzen Customizing und Inhalte rüberkopieren hat ca. einen Tag in Anspruch genommen. +


 

Die Splash ist so aufgebaut:

  • Header (rot): Layoutelemente und die Links zum statischen Content Suchfunktion
  • Grundinfos über uns (grün) – permanent
  • Aktuelle Inhalte (blau): letzter Artikel und "Specials" also Kurzhinweise
  • Neue Inhalte (gelb) fünf neueste Artikel letzte Bilder aus dem Flickr-Stream Kategorietitel

Für den Erstbesucher ist das Layout nicht perfekt aber ausreichend. Der wiederkehrende Besucher weiss dann genau wo er hinsehen soll und darauf kommt es an!

Kritikpunkte gibt es allerdings noch einige: es wird oben viel Platz verschenkt das Logo sollte eigentlich oben links rein (sieht aber fürchterlich aus) und der statische Content bzw. die Navigation im statischen Content ist nicht besonders übersichtlich. Auch müssten die Inhalte überarbeitet werden. 

Insgesamt ist die Site "gut genug" und das ist aus meiner Sicht wichtig: man hat ein recht pflegeleichtes System das Autorenfreundlich ist und die Grundanforderungen sind erfüllt. An einem einzigen Tag aufgesetzt!


 

Unterm Strich soll das nur aufzeigen welche Optionen möglich sind und das man auch ruhig etwas pragmatisch herangehen sollte – es gibt viele bessere technisch ausgefeiltere und schönere Seiten keine Frage. Ich möchte nur eine Option aufzeigen. 

Im FWnetz gibt es auch eine große Gruppe der Webmaster mit vielen extrem fähigen und hilfsbereiten Usern.

Kleine Anmerkung noch: für die Bilder habe ich ein Flickr-Account genommen und zwar aus drei Gründen: a) eine eigene Gallerie zu programmieren und adapieren ist technisch und zeitlich nicht machbar b) man kann bei Flickr nach belieben ablegen (und taggen) und c) hat man so ein weltweites Publikum welches auch Besucher auf die Website generiert. 

Zu guter letzt noch der Hinweis auf die Serverstatistik: ich setze hier Google Analytics ein genauso gibt es auch gute andere Möglichkeiten (Statcounter oder eigene Stats vom Server). Statistiken sind extrem wertvoll;: so kann man nicht nur die Menge der Besucher erfahren sondern auch welche Inhalte von besonderem Interesse sind. 

 

 

Kommentare

Keine Kommentare bislang zu “Liebe auf den zweiten Blick: Zur Website an einem Tag” (davon )

  1. theflame am 23. Februar 2008 14:19

    Absolut klasse Bericht!!!

    …wir sind bei uns auch gestern auf WordPress umgestiegen: http://www.feuerwehr-sonnenberg.de :)

  2. p_k am 23. Februar 2008 15:20

    schön das dieses thema auch endlich mal im grossen rahmen bearbeitet wird – ein überwältigender grossteil der nutzer hier dürfte wohl irgendwie mit der jeweiligen internetpräsenz liiert sein !

    eine differenzierte betrachung der nutzer ist auf jeden fall angebracht bei effizienter ÖA – wir haben uns zu dieser thematik mal ein konzept überlegt, bei dem zwischen dem „standard-bürger“ und dem fachkundigen FAler unterschieden wird. vielleicht fliessen dort auch einige aspekte in die neue version unserer seite ein.

    unser grösstes problem ist jedoch der ABSOLUTE autorenmangel. auf besprechungen ( egal in welchem rahmen ! ) wird natürlich das blaue vom himmel versprochen – letztendlich muss man wenn, dann alles selber machen. selbst persönliche gespräche – einführungen etc.pp. sind nach einer 1-2 tägigen anfangseuphorie verflogen.

    deshalb werden wir die reine arbeitszeit an diesem thema auch drastisch zurückschrauben um vielleicht so ein zeichen geben zu können. ( aussichten extrem gemischt. )

  3. Cimolino am 26. Februar 2008 09:23

    zu P_K, ich glaub absolut nicht, dass der überwältigende Teil der User hier sonderlich viel mit der Internetpräsenz der jeweiligen Feuerwehren am Hut äh Helm hat. Das dürften Ausnahmen sein, keine Ausnahme ist die Erfahrung mit der Mitarbeit, das gilt leider in ALLEN Bereichen und nicht nur für die HPs….

  4. Sauer Andreas am 4. März 2008 21:51

    Schöne Seite.

    ich persönlich nutzte Joomla 1.5.
    Und denke mal welches CMS man nutzt ist Geschmacksache und hängt oft damit zusammen, was der Admin kann.

    Und zum Thema Autorenmangel, klar fehlen Leute die das machen, aber mit einem CMS ist es schon bei nur 2 oder 3 Autoren eine Erleichterung.

    Und ich hoffe immernoch, auch andere zum Schreiben zu bewegen.

    Gruß Andreas

    http://www.feuerwehr-johannesberg.de

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