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Ich habe lange mal nach einr stark vereinfachten Aussage gesucht die besagt wie denn ein Stromerzeuger zu deuten ist. In anderen Worten: was kann ich an Verbrauchern dranhängen?


 

Elektriker oder technisch affine würden über die nächsten Paar Zeilen sicher die Hände über den Kopf schlagen aber was soll's. Was sollten Fachidioten wie ich wissen die allerdings in den Genuss kommen können eine Gruppe zu führen gar einen Einsatz zu leiten oder als Maschinist zu fungieren? Außerdem kann ja jeder mal gebeten werden etwas Licht aufzubauen einen elektrischen Lüfter anzuschließen usw.

Was also ist zu beachten?

Primär wird die "Stärke" eines Stromerzeugers in kVA angegeben. Ein LF wird üblicherweise ein 9- oder gar ein 13-kVA Generator verlastet haben. Aus einsatztaktischer Sicht muss ich nur beachten dass es zwei Arten von Verbrauchern gibt: mit und ohne Motor.

Verbraucher ohne Motor sind schnell aufgezählt: Beleuchtung. Hier kann ich mit Wattzahlen arbeiten. An einen 13 kVA-erzeuger kann ich 13 Kilowatt (=26 Standardlampen a 500W) dranhängen. So einfach ist das.

Interessant wirds aber wenn ich ein Gerät mit Motor betreibe. Auf einem typischen LF können das sein: Lüfter Hydraulikaggregat oder Tauchpumpe. Diese Geräte benötigen unheimlich viel Kraft ein Vielfaches der "normalen Leistung" um in Schwung zu kommen. Sind sie erstmal in Betrieb geht die Leistungsaufnahme zurück. Es kommt also primär aufs Anschalten an.

Einfach mal zuhause während einer Übung ausprobieren: Gerät mit Motor anschließen dann die Belastungsanzeige angucken. Ein Aggregat mit 9 kVA kann beim Einschalten eines Lüfters (Nennleistung 17KW) so richtig ins Schwitzen kommen. Das hört man auch am Gerät das "ächzt" bis der Lüfter normal läuft.

Im Einsatz heisst das also beim Mischbetrieb: erst Gerät (möglichst nur 1 pro Stromerzeuger) mit Motor anschließen danach das Licht. Sollte das Aggregat deutliche Probleme haben Verbraucher wegnehmen.

Wenn sich jemand berufen fühlt dies zu ergänzen oder wissenschaftlich zu unterlegen die Kommentarfunktion steht zur Verfügung :) Die Info oben sollte allerdings zum normalen Einsatzbetrieb ausreichen. 

Kommentare

Keine Kommentare bislang zu “Basiswissen: Generator-pi-mal-Daumen” (davon )

  1. darthvader am 12. März 2008 14:42

    Zwei Anmerkungen:
    1) Die Leitungslänge zwischen zwei Verbrauchern darf max. 100 m betragen. Beispiel: Lampe an 50 Kabeltrommel Flex an anderer 50m Trommel = ok, Lampe an 100m Kabel, Flex an 50m = nicht OK. Wenn man nach 50m einen Verteiler und dann z.B. 2 Lampen direkt anschließt, zählt das auch als „50m“. Begründung für die 100m-Regel sind die Leitungswiderstände.
    2) Nach Einsatz/Übung die Schutzleiterprüfung nicht vergessen.

  2. Der Lars am 12. März 2008 16:20

    zu 1) Nicht zwischen 2 Verbeauchern, sondern zwischen Erzeuger und Verbraucher, weobei das aus Elektrotechnischer sicht bei einer 2,5 mm² Kabeltrommel wurst ist, die werden selten überlastet wenn man sie denn ganz abwickelt. Aber: An einen 13 kVA Erzeuger kann ich keine 26 Lampen â 500 Watt hängen. Zum einen wegen den Leitung dazwischen und zum anderen wegen der grenzwertigen Belastung des Generators.

    zu 2) Sollte der generator mal überlastet sein und die Schutzorgane sagen tschüss: Man kann mit einem induktiven Widerstand die Anlaufströme ärgern – oder einfach gesagt: Eine augfgerollte Kabelltrommel dazwischen und nach dem kompletten hochfahren des Motors abwickeln.

    Ansonsten gilt: P = U x I x cosFi x Wurzel3 Bei Drehstromverbrauchen und P = U x I x cosFi bei Wechselstromverbrauchern. Bei Lampen und Heizungen ist cosFi = 1, auch wenn das energietechnisch nicht ganz stimmt. aber das führt wirklich zu weit. Wer mehr wissen will kann aber gerne nach Blindleistung und Scheinleistung suchen.

  3. teamflens am 12. März 2008 16:20

    … aus diesem Grund sind i.d.R. auch nur so viele Meter Kabel auf dem Fahrzeug verlastet, wie an den Stromerzeuger angeschlossen werden dürfen. Auf unserem LF8/6 sinf Beispielsweise 2 Kabeltrommeln á 50 Meter, was in Länge dann 100m ergibt. So besteht nicht die Gefahr, z.B. 150m anzuschließen und damit z.B. die Sicherungsfunktionen der Überlastschalter außer Betrieb zu setzen. Bei der 100m-Regel sind die Enden der Scheinwerfer usw. zu vernachlässigen.

  4. stoenggi am 12. März 2008 16:21

    Wenn wir gerade bei den Kabeltrommeln sind: Wird über eine solche eine grosse Leistung bezogen ist darauf zu achten, dass die Trommel ganz abgerollt wird, ansonsten kann diese durchschmoren, da die inneren Kabel nicht mehr über genügend Konvektionskühlung verfügen.

    (Für die, die wissen möchten warum auf dem Aggregat VA steht und auf dem Scheinwerfer W: Die Motoren wirken als Induktivität, verursachen also eine Phasenschiebung cos(phi). Dadurch wird nicht mehr nur Wirkleistung [Watt] sondern auch erheblich an Blindleistung [VoltAmpereReaktiv], bzw. der Vektorsumme, Scheinleistung [VoltAmpere], bezogen.
    Die Scheinleistung S berechnet sich mittels U * I (bzw. U * I* (kompl. konjugiert), die Wirkleistung S * cos(phi), die Blindleistung mittels S * sin(phi).)

  5. Ulrich Wolf am 12. März 2008 17:27

    @ Der Lars: Eine Schutzeinrichtung ist aber nicht dazu da, „überlistet“ zu werden. Und auch 2.5 qmm kann man überlasten, oder wieviel VA würdest Du an einer 50m Länge abschließen?

  6. Der Lars am 12. März 2008 17:47

    Trotzdem kann es sein dass ein C Leitungsschutzschalter mit einem Anlaufstrom nicht zurecht kommt, also muss man was dagegen tun. Und das 2,5 verträgt theoretisch Geräte mit einer Leistungsaufnahme von 5,75 kW bei 20° C. Wenn der Anlaufstrom mal kurzfristig auf 7kW steigt, sollte dass bei einer ausgerollten Kabeltrommel kein Problem darstellen.

  7. Ulrich Wolf am 12. März 2008 17:58

    Na dann ist die Trommel bei 3 x 2000W Halogenscheinwerfer schon überlastet! Und der Stromerzeuger hat damit gar kein Problem.
    Bei welchen Geräten der Feuerwehr hat denn bei Dir der Leistungsschutzschalter schon mal ausgelöst?

  8. Florian Stephan am 12. März 2008 19:03

    Wie schaut es bei einem 9kVA Stromerzeuger aus, da ist ja oft angegeben, dass ich bei 230 V „nur“ 5kVA zur Verfügung habe. Bei einem 13 kVA kann ich so ungefähr 11,5 kVA bei 230V erwarten. Das heißt ja im Umkehrschluss, dass ich die vollen 9kVA nur mit „Drehstrom“ nutzen kann, oder? Ich nehme an, dass es daran liegt, dass die 230V Leitungen nur mit einer Phase vom Generator versorgt werden.

  9. stoenggi am 13. März 2008 08:17

    Fast richtig. In Sternschaltung hast du einen Nullleiter. Die Leiterspannung zwischen Nullleiter und Leiter beträgt dabei 230V, zwischen den Aussenleitern direkt 400V (was dann der Dreieckspannung entspricht). Die Leiterspannung berechnet sich aus: Strangspannung der Sternschaltung * sqrt(3). Von daher kommt das Beispiel mit dem 9kVA mit 5kVA bei 230V Lasten in etwa hin (2/3 der Leistung).
    Beim zweiten Beispiel stimmen die Grössen nicht mehr so ganz. Bist du dir sicher mit den Kenndaten?

    Normalerweise werden alle Phasen der Phasenwicklungen des Generators angeschlossen, weil sonst der Wirkungsgrad drastisch reduziert wird was keinen Sinn macht. Die Leistungsverluste kommen wirklich von der Anschlussart der Lasten her (also ob in Stern oder Dreieck betrieben). So kann man bei grossen Motoren als Last, die die Sicherung aushebeln beim anfahren, diese erst in Sternkonfiguration starten (wobei sie 1/sqrt(3) an Strom und Spannung benötigen) und anschliessend auf Dreieck unmschalten. Das wäre die korrekteste Lösung für solche Probleme.

  10. Florian Stephan am 13. März 2008 18:17

    Jup die Zahlen stimmen, hab nochmal gerade bei Eisemann nachgeschaut. Der BSKA12k und der 13 leisten beide um die 11 kVA bei 230V und der BSKA 9 leistet 5kVA
    Es ist ja dann ein trugschluss wenn viele denken ich kann an einen 9kVA Stromerzeuger auch wirklich 9kVA bei 230V anschliessen.

  11. rakeman am 13. März 2008 18:25

    Das mit den 26 Stück 500w-Scheinwerfern dürfte sich alleine aus logistischen Gründen erübrigen :) Aber gut zu wissen, dass man gut einen Drittel abziehen kann, so pimaldaumen.

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