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Wenn es um die Ausschreibung der Rettungsdienst-Versorgung geht setzt unvermeidlich ein Hauen und Stechen ein. So auch bei der Ausschreibung für den Zeitraum von 2009 bis 2013 im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Beworben haben sich die Promedica-Gruppe Malteser Hilfsdienst die Johanniter-Unfallhilfe e.V. und die Johanniter-Rettungsdienst-GmbH. Um mit dem Angebot der Promedica-Gruppe mithalten zu können verzichteten die Mitarbeiter der Johaniter-GmbH dazu auf 400 Euro pro Jahr. Glaubt man der Johanniter-Rettungsdienst-GmbH geschah das freiwillig. Um die Ausschreibung zu gewinnen werden also so wichtige Dinge wie das Ehrenamt ad acta gelegt. Der Rettungsdackel kommentiert das wie folgt „Hier geht es nur ums Geld. Diktiert von der Krankenkasse umgesetzt vom Landkreis. Und leider gibt es einige Private die auch noch darauf anspringen. … Wie weit muss es noch kommen?“ [Märkische Allgemeine Der Rettungsdackel] (sc)

Kommentare

Keine Kommentare bislang zu “Wettbewerbsverzerrung durch Gehaltsverzicht?” (davon )

  1. SvenToennemann am 13. März 2008 20:22

    Das kann man doch auch in einer Ausschreibung regeln. Vorgaben wie Mindestlohn sind m.W.n. nicht unzulässig. Darüber hinaus noch sehr dezidierte Qualitätsanforderungen an das Personal und die Ausstattung und man bekommt einen qualitativ guten Rettungsdienst. Der muss sich noch einer engmaschigen Kontrolle unterwerfen und ich wäre zufrieden. Aus diesen Anforderungen und dem Preis werden dann Wertungskriterien zusammengestellt. Was das dann kostet, ist der echte Marktpreis für eine bestimmte Qualität.

    Es würde doch auch keiner hingehen und ein Auto ausschreiben, bei dem die einzige Bedingung ist: Es muss fahren und einziges Wertungskriterium ist der Preis. Da darf sich keiner wundern, was dann später auf dem Hof steht. So verfahren aber offenbar einige wenn sie Dienstleistungen ausschreiben … hauptsache billig.

    Aber erstaunlich, dass Rettungsdienstleistungen ausgeschrieben werden, wo doch zumindest das OLG Düsseldorf sagt, dass dies nicht notwendig sei … EuGH wir kommen. ;-)

  2. Rettungsdackel am 14. März 2008 00:39

    ja leider gibt es mittlerweile mehrere Klagen beim Europäischen Gerichtshof weil die Öffentlichen Ausschreibungen in Deutschland kaum umgesetzt werden. Für die Krankenkassen ist das ein gefundenes Fressen. Die setzten die Landkreise indirekt unter Druck und schwupps wird in der Ausschreibung die Schraube angedreht.
    Nur wo soll gespart werden? An den Autos geht nicht, an der Technik nicht und auch nicht an der Infrastruktur. Die Nebenkosten (Diesel, Heizkosten, Strom etc) werden sogar noch teurer. Letztendlich bleibt nur das Gehalt.
    Aus Stuttgart gibt es aktuell ne Meldung das Assistenten mit 1300brutto abgespeist werden.
    Und es wird noch schlimmer werden…

  3. SvenToennemann am 14. März 2008 10:20

    Aber nochmal: Die „Niedriglöhne“ liegen nicht an der Ausschreibung sondern am „Sparwahn“. Man kann auch, wie ich oben geschrieben hatte, fair ausschreiben. Die Krankenkassen werden sich zukünftig vermutlich noch umsehen, denn was die früher so an Privaten für Krankentransporte beauftragt haben könnte ebenfalls wettbewerbswidrig sein, weil ohne Ausschreibung.

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