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FWnetz-Leser Patrick Rörig fuhr gestern nach Dormagen um Eindrücke vom Großbrand zu gewinnen. 

Zu einem Großbrand im Chemiepark Dormagen kahm es am 17.03.2008 um ca. 15:30 als aus einer defekten Ethylengasleitung eine Stichflamme schoss die dann im weiteren Verlauf auf einen großen mit Arcylnitril gefüllten Tank übergriff. In Sekundenschnelle stand dieser Tank durch die Einwirkung der ca. 15 -20 Meter hohen Stichflamme in Vollbrand von dem Tank ausgehend stieg eine schwarze Rauchsäule auf die in Richtung Köln-Chorweiler zog die aber laut Messungen der Feuerwehr und dem Landesumweltamt zu keinem Zeitpunkt schädlich gewesen wären.

Die Berufsfeuerwehren aus Köln Neuss Düsseldorf & Duisburg sowie weitere Freiwillige Feuerwehrleute aus den umliegenden Städten wurden Alarmiert außerdem waren 2 Feuerlöschboote (1 der Werkfeuerwehr Bayer und 1 der Berufsfeuerwehr Köln) für die Löschwasserversorgung an der Brandstelle im Einsatz. Kräfte des Technischen Hilfswerkes (THW) wurden ebenso alarmiert um eine Wasserversorgung mit 2 A Druckschläuchen zur Brandstelle zu sichern.

Zur effektiveren Brandbekämpfung wurden auch 2 Flugfeldlöschfahrzeuge aus Düsseldorf bzw. Köln/Bonn angefordert.Insgesamt waren rund 600 Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz die Zahlen der restlichen Hilfsorganisationen (THW DRK ASB JUH MHD) die im Einsatzgeschehen mit eingebunden waren sind derzeit nicht bekannt. Ebenso wenig sind die Zahlen der eigesetzten Polizeikräfte bekannt.

Durch die starke Rauchentwicklung wurde die Autobahn A 57 komplett für den Verkehr gesperrt genauso betroffen war die S-Bahn Verbindung Zwischen Köln und Neuss die in unmittelbarer Nähe zum Unglücksort liegt. Die Anwohner wurden vorsorglich aufgefordert Ihre Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Erlebnisbericht
Als ich Richtung Dormagen auf der Autobahn A 46 Fahrtrichtung Neuss fuhr konnte man schon von weitem einen roten Feuerschein im Himmel erkennen der immer wieder stärker und schwächer wurde. Auf der Anfahrt in Richtung Chemiepark bin ich mehrfach von Kräften des Deutschen Roten Kreuzes die mit Ihren Betreuungsdienst-Anhängern auf dem Weg Richtung Chemiepark waren überholt worden.

Umso näher man an den Chemiepark heran gekommen ist umso mehr sah man Blaulicht – aber nicht von den Eingesetzten Feuerwehrkräften sondern zumeist nur von Polizeifahrzeugen die die Straßen rund um das Werksgelände abriegelten.

Als ich mich zur Pressestelle bzw. zum Pressesprecher durchgefragte bekam ich immer wieder widersprüchliche Aussagen der Polizei einer schickte mich zum Tor 9 der andere zu Tor 1 dann hieß es wiederrum daß die Pressekonferenz vorbei sei und man dort niemand mehr antreffen würde. Dann nach langem Tor-abfahren bin ich wieder zum Tor 9 gefahren wo ein Einsatzwagen der Bezirksregierung Köln stand.


 

Der konnte mir aber leider keine Auskünfte erteilen da er gerade dabei war den Aufbau der A Druckleitung zur Einsatzstelle zu planen und zu koordinieren.

Gegen 22:30 habe ich mich vom Tor 9 aus wieder auf den Weg Richtung Velbert gemacht. Auf der Fahrtstrecke zur Autobahn A 46 ist mir dann auch noch das THW mit zwei Fahrzeugen und Anhängern entgegen gekommen.

Von der Rheinbrücke Stadteinwärts in Fahrtrichtung Düsseldorf konnte man dann noch immer den hellen Feuerschein am Himmel sehen der immer noch schwächer und  stärker zu sehen war.



Created with Admarket's flickrSLiDR.


Patrick Rörig 20 kommt aus Velbert-Neviges (NRW). Ursprünglich als Rettungssanitäter ausgebildet befindet der sich gerade in der Ausbildung zum Fachinformatiker Systemingtegration. Patrick ist ehrenamtlich beim THW engagiert wo er gerade zum Atemschtutzgerätegräger ausgebildet wird. 

Kommentare

Keine Kommentare bislang zu “Dormagen: Stippvisite in der Nacht” (davon )

  1. Toemmel am 18. März 2008 11:18

    Danke für den Berich und die beeindruckenden Bilder!

    Was allerdings die Zahl der eingesetzten Kräfte angeht, so scheint da noch etwas Uneinigkeit zu herrschen. An anderer Stelle ist sogar von 1200 Helfern die Rede. Möglich, dass das eine die Zahl der maximal GLEICHZEITIG eingesetzten Kräfte ist und das andere die über die gesamte Einsatzdauer irgendwann einmal eingesetzten Kräfte meint.

    Ich gehe aber davon aus, dass das sowieso nur vorläufige Zahlen sind. Ich habe mich gestern Abend mal bei uns im Gerätehaus an den Funk geklemmt, und da wurden ständig neue Stärkemeldungen abgefragt und durchgegeben.

  2. Cimolino am 18. März 2008 19:07

    Hallo,

    die 1200 kommen m.W. inkl. der Wachbesetzungen/-verschiebungen in Köln zustande.

    BF Düsseldorf war m.W. nicht vor Ort, wir haben Prüfröhrchen auf Anfrage zur Verfügung gestellt und m.W. unser FLB angeboten, das war aber m.W. dann nicht mehr erforderlich.

  3. FireFighter2004 am 18. März 2008 20:27

    Die Angeben zu dem Bericht sind aus einem kurzen Gespräch mit einem Herren der Bezirksregierung Köln. Da sagte er das Düsseldorf mit draußen ist bzw. den Einsatz unterstützt.

  4. jfb am 18. März 2008 23:46

    Interessantes zu den Löschmaßnahmen ist der Kölnischen Rundschau zu entnehmen. Zunächst wurde wohl ein Löschversuch mit Sand unternommen, der fehlschlug. Feuer aus Ethylenleitung war nicht zu löschen. Stattdessen massiver Schaumangriff und bis zu 55.000 Liter Wasser pro Minute sowie Abstellung der Pipeline von Antwerpen nach Marl durch Techniker und kontrolliertes Abbrennen der Reste aus der Leitung.

    [url=http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1205816757211.shtml]http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1205816757211.shtml[/url]

  5. Sebastian Krupp am 19. März 2008 15:20

    Mitglied einer HiOrg fährt nur mal so zum Gucken zu einem Großbrand, der ihn einsatzmäßig nichts angeht, erwartet Auskünfte eines Pressesprechers o.ä. (mit welcher Berechtigung?), und verfasst einen „Erlebnisbericht“ für eine Internetplattform, die sich doch eher fachlich etablieren will…

    Ob das sein muss?
    Dann darf man sich über Gaffer demnächst nicht mehr aufregen…

  6. rakeman am 19. März 2008 15:29

    Patrick hat einen Presseausweis und wurde explizit von mir gebeten, dort hinzufahren und nach Möglichkeit Informationen zu sammeln. Pech, dass die Pressekonferenz bereits zu Ende war. Ziel war, auch fachliche Informationen zu sammeln, ergo aus Feuerwehrsicht.

    Hat nicht so geklappt wie erhofft, dennoch sind dabei interessante Informationen und entstanden. Wüsste jetzt nicht, warum das FWnetz nicht aktuell berichten dürfte. Ich hoffe dennoch, in Kürze einen „ernsthaften“ und aus Deiner Sicht akzeptablen Einsatzbericht anfertigen zu können.

  7. FireFighter2004 am 19. März 2008 16:17

    Hallo Sebastian,

    ich bin zwar Mitglied einer Hilfsorganisation (THW) aber ich bin auch noch Freiberuflicher Journalist daher ist es für mich in diesem Fall weniger ein „gaffen“ wie du es so schön sagst, sondern Arbeit! Wenn dich dieses verhalten aufregt dann muss ich dir leider sagen das die Öffentlichkeit laut Grundgesetz ein Recht auf Information (GG §5 Abs.1) hat. Was wiederum durch Journalisten und damit wiederum auch von mir verbreitet wird. Ich kann dir aber soviel sagen das ich mich nicht in den Einsatzablauf eingemischt habe sondern lediglich nach einem Ansprechpartner in der Regeln ein „Pressesprecher“ der wie bekanntlich bei jedem „größeren“ Einsatz gestellt wird, durchgefragt habe.

  8. Sebastian Krupp am 19. März 2008 18:07

    Deine journalistische Arbeit geht aus dem Bericht oben so nicht hervor…
    Mehr werde ich mich hier nicht dazu äußern, die Möglichkeiten und die Anonymität der Kommunikation auf dieser Plattform liegen mir nicht.
    Hier: „http://feuerwehr-forum.de/index.php?n=470913“ wird gerade das gleiche Thema diskutiert.

  9. Ulrich Wolf am 19. März 2008 18:23

    @Sebastian: Warum liest Du dann hier, und machst auf Feuerwehr.de so einen Wirbel?
    Ich hätte es besser gefunden, wenn Du Dich hier mit dem Thema auseinandergesetzt hättest!

    Ulrich Wolf

  10. Firefighter_junior am 19. März 2008 18:38

    Ja, definitiv wäre es schlauer und taktisch-klüger gewesen, wenn man das Problem dass du mit dem FWnetz hast im FWnetz besprochen hättest, evtl im FWnetzBlogger….Die Geschichte in die Feuerwehr.de-Welt zu tragen, war mMn unnötig!!!

    Allerdings muss auch ich sagen, dass ich den Artikel kritisch sehe, aber egal…nach der Klärung der Hintergründe von Irakli ist einiges klarer geworden.

    Vllt. in der Zukunft die hintergründe des Autoren umfangreicher und zielgenauer am Ende des Artikel schreiben.

    Auch den Namen „Leserreporter“ finde ich stark irreführend….Er erinnert einen unwillkürlich an die große Yellow Press mit den 4 dicken Lettern…..und damit haben wir alle, als FW, keine guten erfahrungen. Dass heisst der Name ist einfach unglücklich gewählt.

    lieber in zukunft ein anderer Name, wie wäre es wenn man den mit der FW-reihe in Verbidung bringt?!? Also z.B. FWnetzHautnah oder so ähnlich (FWnetzImpressionsbericht)^^

  11. Ulrich Wolf am 19. März 2008 18:43

    Das kommt halt dabei raus, wenn man Leserreporter mit Gaffern in Zusammenhang bringt..Und das war nicht Irakli. Allerdings könnte man über einen besseren Namen dafür schon nachdenken. Einfach um solche Entgleisungen zu vermeiden.

    Aber jetzt ists genug.

  12. hannibal am 19. März 2008 20:42

    Mahlzeit…

    Ich bin wieder da :-)

    Das Projekt „Leserreporter“ oder besser „User schreiben für User“ ist sicherlich nicht ganz doof Komma Aber.

    Es sollte für alle FW Netz „Schreiberlinge“ einen Verhaltenskodex geben, der uns ganz klar von Gaffern u.ä. abgrenzt. Evtl kann man den dann auch mit einem Ausweis oder ähnlichen legitimieren. Ansonsten finde ich den Bericht nicht schlecht aber auch nicht wirklich aus der Materie raus…

    Aber aller Anfang ist schwer, der nächste wird besser.

  13. Rescue am 19. März 2008 21:20

    Mein Kommentar dazu:

    unter
    http://feuerwehr-forum.de/index.php?n=470913
    nachzulesen :-)

    und hier:

    Hallo Zusammen

    mal nur so in den Raum geschmissen:

    Lieber Sebastian beantworte mir mal Folgende Fragen Sachlich:

    1. Woher willst du wissen das er nichts mit dem Einsatzgeschehen zu tun hatte??

    2. Woher Ihr die Behauptung aufstellt er habe kein Hintergrundwissen?? (zur FW ; und wer das jetzt genau geschrieben hatt ist mir auch egal!)

    3. Wie kommt es das du Pressewart ( stellv.) sein willst und kaum Ahnung vom Presserecht hast?

    Auch begebe ich zu Denken an alle: Teilweise Können eure Kommentare auch rechtliche folgen haben und kommt mir jetzt nicht mit der Aussage “ Meinungsfreiheit“!

    und nur zur INFO von der THW Seite:

    Einsätze
    Brand im Chemiepark Dormagen

    Dormagen. Eine geplatzte Leitung im Chemiepark in Dormagen hat am Montag Nachmittag ein Großfeuer ausgelöst, das die Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Rettungsdienste und des Technischen Hilfswerks bis zum Morgen des folgenden Dienstags in Atem hielt. Das ausgetretene Ethylen verursachte eine bis zu 15 Meter hohe Stichflamme, die wiederum einen nahegelegenen Tank mit Acrylnitril in Brand setzte. Elf THW-Ortsverbände aus drei Geschäftsführerbereichen mit insgesamt über 100 Helferinnen und Helfern unterstützten die Löscharbeiten der Feuerwehr.

    Die Einsatzaufgaben für die Kräfte des THW gestalteten sich vielfältig. Schwerpunkt war zunächst die Beleuchtung und Elektroversorgung an verschiedenen Einsatzstellen oder Behandlungsplätzen vor Ort. Eine weitere Aufgabe war die Errichtung einer zwei Kilometer langen Schlauchstrecke zur Löschwasserversorgung der Feuerwehr, über die das zur Bekämpfung des Brandes notwendige Wasser in ausreichender Menge heran geführt wurde.

    Der Feuer konnte bis ein Uhr unter Kontrolle gebracht und kurz darauf vollständig gelöscht werden, so dass im Einsatz befindlichen Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen mit dem Rückbau beginnen konnten. Der Beleuchtungseinsatz dauerte noch bis zum Anbruch des Tages an.

    Zur Koordinierung wurden Einsatzstäbe in der Dienststelle des Landesbeauftragten in Heiligenhaus und in den drei Geschäftsstellen Düsseldorf, Köln und Mönchengladbach eingerichtet. Eine Reihe weiterer Ortsverbände wurde voralarmiert und stand in den Unterkünften bereit, musste aber nicht mehr ausrücken, da der Brand schneller als zunächst erwartet unter Kontrolle gebracht worden war.
    18.03.08
    Von: Daniel Plonka, LV NW“

    Quelle: THW LV Nordrhein Westfahlen

    PS: Sollte sich jemand jetzt auf die Füsse getreten fühlen hat er/sie glaube ich nach meiner meinung auch allen Grund dafür !!

    Und was mir aufgefallen ist :
    Die Verfeindung der ORGANISATIONEN (ALLER) wird durch manche hier noch geschürt und diese Leute sollte man schleunigst meiner Meinung nach entfernen! Begründung hier für sehe ich hier sehr nüchtern:
    WIR MÜSSEN ALLE ( HIHOGS ) ZUSAMMEN ARBEITEN UND NICHT GEGENEINANDER DAS KANN UND WIRD IRGENDWANN MENSCHENLEBEN KOSTEN (DIE WIR EIGENDLICH RETTEN WOLLEN)!!

    MFG

    Sven Rörig
    Rettungsassistent
    Freier Journalist
    Ausbilder im Bereich Breitenausbildung
    Feuerwehrmann a.D.




    (soviel zum Fachlichen Hintergrund von mir)

  14. p_k am 20. März 2008 11:11

    oha hier regt sich ja einiges. [ bekommt man irgendwie viel zu wenig von mit wenn man nicht regelmässig die letzten 10 beiträge abgrast oder den feed benutzt ;) ]

    was mich irgendwie wundert ( sowohl hier als auch auf fw-forum.de ) – glauben hier tatsächlich so viele leute an den motivierenden idealismus ???

    mag sein das ich desillusioniert bin, aber das nimmt ja schon ausmaße an, die auf persönlicher basis ausgetragen werden.

  15. diggler am 20. März 2008 15:07

    @sebastian krupp: Trotz der Anonymität herrscht hier aber ein besserer und freundlicherer Umgangston als im Fw-Forum und hoffentlich bleibt es auch so.

    in diesem Sinne, einen schoenen Tag und ein frohes Osterfest

    Dirk

  16. Firefighter_junior am 20. März 2008 17:17

    Man beachte die Hits dieses Beitrages…irre^^, einfach mal so

  17. Magnus am 20. März 2008 21:20

    [quote]Man beachte die Hits dieses Beitrages…irre^^, einfach mal so[/quote]
    Tja, das nennt man wohl „Cross Promotion“ ;-)

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