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Ich verweise mal höflichst auf dieses Flame diesen Artikel der anhand von Sebastian's Aktivitäten bei Wi112 tatsächlich behauptet Qualitätsjournalismus würde anhand eines Presseausweises definiert. Ähnlichkeiten mit den Folgen eines Artikels hier im FWeblog vor Kurzem sind da durchaus feststellbar.

Parallelen zum Kampf der Musikindustrie mit der Realität sind gegeben: Verzweiflung führt zu solchen absurden Reaktionen. Absurd deshalb weil die "Möchtegern-Journalisten" hier mit den zufälligen Augenzeugen die ihre Handybilder einschicken gleichgestellt werden und den Einsatz gefährden:

Dann könnte es für die hauptberuflich tätigen Journalisten auch immer schwieriger werden noch von Unfallstellen und anderen Einsatzorten der Rettungsdienste zu berichten. Denn wenn immer mehr Leute dort auftauchen die Spuren zertrampeln oder den Rettern im Weg stehen wird es bald keinen Zugang mehr zu Unfallstellen geben. Die Berichterstattung von Schadensereignissen wird dann nur noch schwer oder gar nicht mehr möglich. Und zahlreiche Kollegen die in der Regel frei arbeiten und sich auf diese Thematik spezialisiert haben könnten ihre Existenz verlieren. 

 Ich denke gerade Journalisten mit einem Feuerwehr-Hintergrund können wesentlich verantwortungsvoller an der Einsatzstelle tätig werden als die so genannten "Profis" von denen nicht nur ich haarsträubende Aktionen erlebt haben dürfte. Interessanterweise sind die auch immer recht zügig vor Ort obwohl sie kein Feuerwehrpiepser haben. Wieso eigentlich?

Letztendlich geht es nicht nur um das vorgehaltene Gemeinwohl sondern um die Wahrung der eigenen Interessen. Und da hilft nur eine proaktive Auseinandersetzung als den anderen wie geschehen anzuschwärzen – denn es ist tatsächlich so dass Qualität entscheidet und alleine deshalb dürfte keiner um sein Brot bangen oder?

Vielleicht noch ein Wort an Herrn Mahnke aus Darmstadt der sich hier so angegriffen fühlt: Wi112 ist mit Sicherheit ein aus Feuerwehrsicht verantwortungsvolleres Medium als die große Boulevardzeitung mit den vier Buchstaben für die er arbeitet.

Und an Sebastian vielleicht noch den Tipp sich bezüglich des Ausweises nicht mehr angreifbar zu machen damit wir die Diskussion tatsächlich auf Qualitätsniveau führen können. 

Kommentare

Keine Kommentare bislang zu “Musikindustrie und „Einsatz“-Presse” (davon )

  1. ro0f am 24. März 2008 00:49

    Schon eine Arme Sache finde ich. Dabei pissen sich die großen Presseargenturen doch selber ans Bein, indem Sie doch die tollen Leserreporter promoten, um Geld zu verdienen. Ich würde mir an der Stelle der Fotografen lieber darüber Gedanken machen, nicht um uns Feuerwehrler, die diesen angeblich die Arbeit klauen.
    Aber hey, wenn wir die Arbeit der Leute klauen, dann zeugt das nur davon, dass unser „unprofessioneller“ Journalismus vielleicht Qualititativ höherwertiger ist als der, den die „Profis“ mit ihren tollen Wichtigtuerausweisen veranstallten. Darüber würde ich mir an deren Stelle mal ein paar Gedanken machen.

  2. Creaser am 24. März 2008 10:58

    Das schlimmste an den Journalisten ist, dass sie teilweise nicht oder nicht richtig recherchieren. Hatten bei uns dem letzt einen Gefahrguteinsatz und an Stelle unserer Wehr, die mit CSA im Einsatz war, wurde eine Wehr in 15km Entfernung genannt. Da dachte ich mir dann auch nur, geografische Grundkenntnisse vorhanden?!?

  3. rakeman am 24. März 2008 15:48

    @theflame ich würde dazu raten, einfach nichts mehr zu unternehmen, denn gewinnen kann man nicht. Die Reaktion zeigt in der Tat, dass denen nichts Besseres in Bezug zum Umgang mit der allgemeinen Entwicklung einfällt.

    Was anderes im Nachtrag: der Arbeitgeber bzw. Brötchengeber des guten Herrn Mahnke ist doch derjenige, der „Leserreporter“ einsetzt? Vielleicht sollte er sich erstmal dort mit seinem Anliegen Gehör verschaffen. Einen besseren Draht diesen kann es wohl nicht geben.

  4. bigthoom am 25. März 2008 00:22

    Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass an jeder Einsatzstelle Bürger mit Handykameras und Digitalkameras Fotos machen. Ein verbrieftes Recht. Die Polizei kann niemand davon abhalten allgemein Fotos von Einsatzstellen zu machen. Meist handelt es sich um öffentlichen Raum. Klar ist, daß niemand in eine Wohnung gelassen wird oder so.

    Und wie die Presse ihre Fotos bezieht kann uns doch egal sein. Wichtig ist, daß wir uns bewusst sind, daß immer und überall Kameras sein können. Und…
    Ein Blogger, kann wenn er nur will, das Image einer Feuerwehr zerstören. Also lieber mal cool bleiben.

    Solche netten Artikel spielen keiner Feuerwehr in die Hände. Und Presseausweise sind lange nicht das Plastik wert, auf dem sie gedruckt sind. Journalismus definiert sich nicht über solchen Papierkram. Jeder ist berechtigt seine Meinung in Wort und Bild zu verbreiten!

    Und ausgerechnet die, die davon leben regen sich darüber auf, dass andere auch ihre (private) Meinung verbreiten.

    … Ausserdem ist keiner zu blöde ein Impressum zu lesen. Kann ja nicht Problem des Betreibers einer Seite sein. Dafür gibts ja tolle Gesetze, die selbst Privatleute dazu verdonnern ein Impressum zu erstellen.

    Wenn ich vorm Gesetz als journalistisch tätig gelte, dann steht mir ausserdem ja wohl ein Presseausweis zu!
    … Aber das nur am Rande!

  5. Seppstadt am 25. März 2008 08:48

    Echt lächerlich wie da Argumentiert wird. Bei uns passiert es regelmäßig, dass die Presse aus personellen Gründen bei Einsätzen nicht vor Ort ist / war und im Nachhinein dann Fotomaterial benötigt.
    Von dieser Seite aus ist man immer sehr dankbar wenn die Feuerwehr oder andere Beteiligte Bilder und Informationen liefern.
    Vorallem muss man sich dann als

  6. galaxyquest am 25. März 2008 10:42

    Diese Diskussion wiederholt sich doch in regelmäßigen Abständen. Als das Transrapid-Unglück passierte, war es die böse Feuerwehr-Dokumentation, die den professionellen Fotografen das Wasser abgräbt, nun sind es die engagierten Blogger/Nachwuchsjournalisten, die ihr Interessengebiet einem größeren Leserkreis zugänglich machen wollen, weil dieser in der Presse keine Erwähnung findet!

    Ich lache mich jedes mal fast kaputt, wenn die Verleger/Herausgeber, die Werbung für Leserreporter u.ä. machen, sich am nächsten Tag über die Hobby-Journalisten aufregen. Es gab da mal ein Märchen von den „Geistern die ich rief“.

    Aber schauen wir doch mal zurück in die Geschichte. Jedes mal dann, wenn eine neue Technologie (mit neuen Verbreitungswegen) aufkam, gab es ähnliche Diskussionen über den Verlust an Inhalt, Verflachung u.ä. So war es, als der Buchdruck aufkam, da hatte die Kirche Angst um ihr Monopol, bestimmen zu können, wer liest (lesen kann!) und wer nicht. Dann kam die Zeitung, dann ganz viel später das Radio. Gegen das Radio (und auch später das TV) wurden die wüstesten Beschimpfungen von Seiten der Zeitung ausgesprochen. In den 1990er wiederholte sich die Diskussion gegen das Internet (von Seiten der Zeitung, Radio und TV). Die Diskussion um das Journalistenmonopol hängt mit den neuen Verbreitungswegen zusammen und ist durchaus mit dem Anspruch der mittelalterlichen Kirche vergleichbar, zu bestimmen, wer was darf.

    Ich wiederhole mich und trete mit dem folgenden Satz sicherlich sehr vielen Berufs-Journalisten (sic!) auf den Fuß, aber in den letzten Jahren habe ich in vielen Teilen der Presse eine derartige Verflachung an journalistischer Qualität erlebt, dass ich mich oft weigere Zeitung zu kaufen, Radio und TV einzuschalten. Statt fundierte Recherche lese ich abgeschriebene Wikipedia (und, oh weh) Blog-Artikel, Wiedergabe von diffusen Augenzeugenberichten, Drücken auf der Betroffenheitsdrüse, mehr bunte Bilder als Text, Wiedergabe von dpa-Meldungen, … .

    Ich weiß aus Mittagstisch-Gesprächen, dass sich langjährige journalistische Mitarbeiter selbst über die von oben vorgeschriebene und sich an dubiosen Mediaanalysen orientierende Programmpoltik aufregen, die unmittelbaren Einfluss auf die Qualität des Inhalts und auch die Personalpolitik hat.

    Aus gleichen Gesprächen weiß ich, dass sich selbst ausgebildete Journalisten über den sich als mittelalterliche Kirche aufspielenden DJV aufregen und austreten, weil sie mit dessen Politik nicht einverstanden sind. Nicht umsonst wurde der DFJV gegründet, den der DJV bis aufs Blut bekämpft und in Misskredit (bzw. eigentlich dessen Mitglieder) zu bringen versucht.

    Würde ich jetzt noch einen Abstecher in die Organisationssoziologie machen, könnte ich hier auch schreiben, dass sich der DJV als Organisation um seine Pfründe betrogen fühlt und Konkurrenten bekämpft.

    Zweites Beispiel von mir gegen den von den Berufs-Journalisten erhobenen Einwurf ist, dass gerade der Lokalteil zu großen Teilen von Laien (Freie Mitarbeiter, Schüler, Studenten, …) verfasst wird, weil diese den Verleger billiger kommen, als ausgebildete Redakteure zu beschäftigen. Die wenigsten dieser Verfasser haben aber einen „richtigen“ Presseausweis!!!

    Von daher kann ich nachvollziehen, wenn sich die Journalisten selbst kritisch bis ablehnend gegenüber Blogger/Hobby-Journalisten äußern, weil ihr Arbeitsplatz unmittelbar in Gefahr ist. Diese Gefahr lässt sich aber durch Qualität minimieren, wozu aber wiederum die Verleger nicht bereit sind, weil das zu teuer ist.

    Ach, dann wollte ich noch Anmerken, dass der Begriff „Journalist“ nicht geschützt ist. Es gibt keine Ausbildung zum „Journalisten“. Ausgebildet werden wenn dann Redakteure. Ich zitiere in berufsjournalistischer Manier die Wikipedia Ein Journalist ist,

  7. galaxyquest am 25. März 2008 10:51

    nochmal ich, die Diskussion um Sebastians Engagement erinnerte mich daran, was die FW-Bravo, ähh, das Feuerwehr Magazin einmal über das FWB meinte schreiben zu müssen: http://www.feuerwehr-weblog.de/archives/2006/03/vom_feuerwehr_m.html

  8. spiderschwein am 25. März 2008 11:21

    §§ 88, 89 TKG (Fernmeldegeheimnis, Abhörverbot, Geheimhaltungspflicht der Betreiber von Empfangsanlagen)
    siehe auch: http://bundesrecht.juris.de/tkg_2004/__88.html und http://bundesrecht.juris.de/tkg_2004/__89.html

  9. Trashmaster am 25. März 2008 17:22

    Kleine Anmerkung, die gerade das ist,was uns stört: Wir hören den BOS-Funk nicht ab. Das wird hier als Tatsache hingestellt obwohl es keinerlei Anzeichen oder Aussagen dazu gibt. Das ist ja die Frechheit.

    P.S.: Wir danken für jede Unterstützung

  10. Der Lars am 25. März 2008 21:41

    Alles was irgendwie als großer, starker Verband tätig ist, ist meist „Lobbyistenp**k“ – wenn ich das mal so sagen darf. Wehe da tut sich Konkurrenz auf, sofort wird Artellerie und Luftunterstützung von weit oben angefordert….

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