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28.03.2008 15:19 – Kriminaldirektion Kaiserslautern
Kaiserslautern / Queidersbach Brandstiftern werden sieben Taten zugeordnet

 


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Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern und des Polizeipräsidiums Westpfalz

Den 14- und 20-jährigen Tatverdächtigen der Brandstiftungen in Queidersbach und Bann werden mittlerweile sieben Taten vier Vergehen der Brandstiftung an Gebäuden und drei Vergehen der Sachbeschädigung durch Feuerlegen im Freien zugeordnet.

Die Beschuldigten wurden am Freitag dem Haftrichter vorgeführt. Gegen beide erging Haftbefehl. Die Haftbefehle stützen sich auf die vier Verbrechen der Brandstiftung an Gebäuden. Der 14-jährige Beschuldigte hat die Taten eingestanden. Er will sie gemeinsam mit dem 20-jährigen geplant und begangen haben. Der 20-jährige stellt eine Tatbeteiligung nicht in Abrede; er will jedoch im Wesentlichen lediglich Schmiere gestanden haben.

Der Erlass eines Haftbefehls gegen einen 14-Jährigen unterliegt nach dem Jugendstrafrecht besonderen Voraussetzungen die der Haftrichter als hier vorliegend erachtet hatte.

Der Strafrahmen bei einem Verbrechen der Brandstiftung umfasst Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren. Bei dem 14-jährigen – er ist damit Jugendlicher im strafrechtlichen Sinne – wird das Jugendstrafrecht zur Anwendung kommen. Bei dem 20-jährigen wird da er strafrechtlich als Heranwachsender einzustufen ist zu prüfen sein ob das Jugend- oder das Erwachsenenstrafrecht zur Anwendung kommt.

Polizei und Staatsanwaltschaft sprechen ein großes Lob für die Bevölkerung aus!
Die Brandserie hatte am 10. März 2008 mit zwei Flächenbränden auf der Gemarkung Queidersbach begonnen. Als sie schließlich am Donnerstag mit dem Tod von acht Tieren und erheblichen Sachschäden endete war die Bevölkerung nicht wenig verunsichert.
Die Polizei hatte eine Ermittlungsgruppe mit den Bezirksbeamten der zuständigen Polizeiinspektion und Kriminalbeamten unter Leitung des Fachkommissariates für Branddelikte gegründet und intensiv an der Aufklärung der Delikte gearbeitet.

Die vielen Gespräche in Queidersbach und Bann führten unter anderem dazu dass die Bevölkerung sensibilisiert war und schließlich den entscheidenden Hinweis auf die Tatverdächtigen gab.
Eine Anwohnerin hatte zufällig zur Tatzeit in der Nacht zum Donnerstag ihr Baby versorgt und war dabei auf das Feuer aufmerksam geworden. Sie sah auf der Straße einen Mann der nicht zum Feuer hin ging wie dies andere taten sondern sich davon entfernte. Ihr (hiervon informierter) 42-jähriger Mann folgte dieser Person und einem zweiten Mann der sich zu dem ersten gesellt hatte. Er sprach sie schließlich an und konnte so das Gesicht des 20-jährigen erkennen und anschließend beschreiben.

Da dieser Mann bereits auf der Verdächtigenliste der Polizei stand wurde er noch in der Nacht festgenommen. Von ihm führten die Ermittlungen zum zweiten Täter.
„Das besonnene Verhalten des Zeugen war beispielhaft“ so der Ermittlungsleiter Kriminalhauptkommissar Roland Holzapfel.

Brände in Bann und Queidersbach seit dem 10. März 2008

  • 10.03.2008 Gemarkung Queidersbach Flächenbrand an einer Straßenböschung
  • 10.03.2008 Gemarkung Queidersbach Flächenbrand an einer weiteren Straßenböschung
  • 13.03.2008 Gemarkung Bann Rosental Brand eines Landmaschinengerätehauses und Heustall
  • 14.03.2008 Gemarkung Queidersbach Zum Winterstein Brand einer Heuscheune
  • 18.03.2008 Gemarkung Queidersbach Brunnenstraße Brand einer Stallung
  • 18.03.2008 Gemarkung Queidersbach Steigstraße Brand von Papierabfällen
  • 27.03.2008 Gemarkung Queidersbach Brand eines Unterstandes acht Kälber verendet Maschinen und Erntevorräte

Die Polizei schätzt den entstandenen Gesamtschaden auf rund 300.000 Euro.

Bei dem Feuer am 27.03.2008 hatten Zeugen wie auch schon bei Bränden zuvor auf laute Knallgeräusche hingewiesen. In der Vergangenheit begründeten gleiche Hinweise die Fragestellung ob die Brände etwas mit den Sachbeschädigungen durch Explosionen zu tun haben könnten welche sich in der weiteren Region ereigneten und inzwischen bereits aufgeklärt wurden.
Eine Zeugin hatte darauf hingewiesen dass es bis zum Eintreffen der Feuerwehren beim letzten Brand 10 bis 15 Mal laut geknallt hätte. Dies führen die Ermittler u. a. auf erhitzte Eternitplatten zurück wie sie häufig bei landwirtschaftlichen Gebäuden verwendet werden.

Gerade die Knallgeräusche machten die Anwohner in der Nacht zum Donnerstag auf das Feuer aufmerksam. Die Polizei wurde verständigt und auch die Brandbekämpfung unterstützt.

Quelle: www.polizei.rlp.de

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