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Dass sich Feuerwehr und Berufstätigkeit oft antagonistisch gegenüberstehen ist ein alter Hut. In der Diskussion darüber kommt aber ein Aspekt häufiger zu kurz nämlich die ehrenamtliche Führung. Gerade in kleinere Gemeinden ist auch der Stadtbrandmesiter oft ein berufstätiger freiwilliger Feuerwehrmann. Seine Aufgaben erstrecken sich dabei nicht nur auf den Zugdienst oder Einsätze sondern umfassen auch Besprechungen mit der Gemeindeleitung anderen Feuerwehrführungskräften Verwaltungsaufgaben und Ausbildungsanweisungen … . Damit ist dieser im Vergleich mit dem Otto-Normal-FA außerordentlich hoch belastet. Kein Wunder ist es dann wenn es zu immer größeren Problemen bei der Findung von Führungsnachwuchs gibt. Denn auch ein Führungs-Ehrenamt ersetzt nicht den Beruf. [Beispiel: Jüchen: Nächster Feuerwehrchef könnte Hauptamtler sein RP Online] (sc)

Kommentare

Keine Kommentare bislang zu “Ehrenamt als Full-Time Job” (davon )

  1. jfb am 31. März 2008 23:58

    Eigentlich ja Thema für das DFV-Zukunftsforum und Beitrag zur Generaldebatte.

    Ja, das ist der Lauf der Dinge, der schon länger zu beobachten ist. Mit den angestiegenen Aufgaben wächst die Verantwortung und somit auch der Zeitbedarf. Allein schon für die stets damit verbundene Bürokratie im Teilbereich der öffentlichen Verwaltung. „Früher“ einmal waren es örtliche Handwerksmeister an der Spitze der Feuerwehr mit Wohn- und Arbeitssitz vor Ort sowie zeitlicher Flexibilität. Alarmierung eigentlich nur rein zu Brandeinsätzen mit Ablöschen von außen im Dienstrock samt starker Unterstützung der Nachbarschaft. „Heile Welt“. Keine Nachfragen zum Wasserschaden, keine Einsatzdokumentation, keine überregionale Zusammenarbeit. Nur Anwesenheitslisten ausfüllen und abheften, Lehrgänge vor Ort organisieren und die Jahresversammlungen vorbereiten. Da blieb natürlich Zeit für die Beteiligung am Dorfleben. Stark vereinfacht dargestellt.

    Heute sind die Erwartungen an das Serviceunternehmen Feuerwehr völlig anders, die Informationsflut gigantisch, die Lebens- und Arbeitswirklichkeit stark gewandelt, die Bürokratie angewachsen, etc.

    Rein mit Ehrenamt kaum vernünftig machbar, Hauptamtliche angesichts der Finanzlage ungwollt und Veränderung der maßgebenden Umstände unrealistisch. Heraus kommt dann die lustige derzeitige Mischung „solange es eben läuft“.

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