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Angeblich fängt der Amerikanische mittlere Westen hinter Indianapolis an. In anderen Worten: hier ist es unfassbar krachamerikanisch! Zu Besuch in Orlando oder LA? Hat nix mit der Realität zu tun. Hier ist es wo jeder zweite Autofahrer einen "Bush / Cheney '04" Aufkleber am Auto angebracht hat.


 

OK das mag etwas übertrieben sein aber es kommt hin und den Aufkleber habe ich wirklich ein Paar Male gesehen. Hier ist es flach die Stadt wirkt wild zusammengeschustert und man wird bei Kauf von Alkohol nach dem Ausweis gefragt.

Nein attraktiv ist es hier selbst nach amerikanischen Massstäben nicht – ganz extrem die Gegend um die berühmte Rennstrecke (Indy 500) ganz in der Nähe vom Hotel hier sind gleich einige Quadratkilometer für Parkplätze verasphaltiert.


 

Nur: wer hier gewesen ist kommt Amerika näher. Etwas überspitzte Aussage ich weiss aber da ist schon was dran. Dazu muss man noch die Energiebilanzfreundlichen SUVs hinzuziehen verschärfte Warnhinweise ÜBERALL und Portionen mit denen man unter Hungersnot leidenden Familien lange über Wasser halten kann. Wie immer ergibt sich ein Gesamteindruck aus einer Vielzahl kleiner Dinge – auch hier ist es nicht anders. Die Liste könnte man ewig fortführen.

Die Anreise war übrigens völlig unproblematisch. Der fünfstündige Aufenthalt in Charlotte war allerdings nicht so dolle ist der Flughafen doch recht muffig und dunkel allerdings gab es gratis WLAN (kleiner Hinweis an die europäischen Flughäfen) und somit war alles gut.

Was Mietauto betrifft (wen's interessiert: Chevrolet Malibu Mittelklasse für $160 pro WOCHE) und Hotel so habe ich bewusst etwas lokaleres gewählt. $48 die Nacht ist absolut OK bedenkt man dass die Veranstaltungshotels so alle bei $120 aufwärts liegen. Und ich habe einen Pool welchen ich allerdings noch zu müde bin zum nutzen. Übrigens ist es jetzt 3 Uhr Nachts Münchenzeit hier 9 Uhr abends ergo sechs Stunden Zeitunterschied. Kein Wunder wenn man hier bereits Mittags schlapp macht.

Dafür habe ich heute morgen auch königlich verpennt. Zwar hatte ich im Halbschlaf den Wecker ein- aber nicht scharf gestellt. Somit genau zur Treffpunktszeit aufgewacht. In aller Panik die Sachen übergezogen und abgedüst. Ins Auto und dann völlig falsch gefahren. Hier zahlt sich aber aus dass die Stadt einem Schachbrettmuster gleicht ergo recht schnell den Veranstaltungsort gefunden. Geparkt den Presseausweis geholt und mit anderen ebenfalls verpennten Nachzüglern am Abholort gewartet.

So kam ich wunderbar zeitig zum Theorieunterricht "Trench Rescue operations" an auf den die anderen pünktlichen Menschen wohl eher lange warten mussten.

Die Theorie war angenehm kurz und dann ging es zum Ausbildungsort (das Ganze übrigen etwas ausserhalb von Indy in Wayne Township). Die darauf folgenden gut sechs Stunden an praktischer Ausbildung waren für sich den ganzen USA-Besuch wert.

Man mag daüber streiten wieviel eine Feuerwehr über "Trench Rescue" wissen muss. Damit sind Tiefbauunfälle gemeint hauptsächlich bei Bauarbeiten bei denen eine Person verschüttet wird. Ich meine wenn die Wahrscheinlichkeit besteht dass man zu so etwas gerufen wird – auch hier in USA ist das höchst selten – dann sollte man schon darauf vorbereitet sein und sei das im Eigeninteresse also Eigenschutz. Leider ist das thema "Tiefbauunfälle" bei uns quasi nonexistent.

Es galt heute zwei unterschiedliche Baugruben abzustützen: darauf (und alle Fachartikel) werde ich nach der Rückkehr berichten. Fazit: eine der Königsdisziplinen! Hier kann man sich kreativ völlig austoben. Es gibt dutzende Möglichkeiten ein ergebnis zu erzielen. Und 180 Bilder sind dabei auch entstanden zusätlich eine Stunde Video-Rohmaterial.

Schön auch dass hier Feuerwehrleute aus ganz USA dabei waren ich hatte engeren Kontakt mit einem aus Houston und einem anderen aus Portland (Oregon) der sehr viel Ausbildungen im Staat durchführt.

Tja und den Abend habe ich damit verbracht die Gegend um das Hotel mit dem Auto auszukundschaften (fussgänger gibt es hier nicht). Eine richtige Mall gibt es leider nicht sondern eine Ansammlung von grösseren Läden. Interessant auch zu beobachten dass auch hier ein "Qualitäts- und Genussdenken" eingesetzt hat was Konsumwaren betrifft beispielsweise Essen / Delikatessen.

Zur Entspannung eine Flasche "Blue Moon Belgian White" geholt ein Hefebier nach Belgischer Art. Wer Hoegaarden kennt das ist recht ähnlich und um Welten besser als das was hier sonst als Bier definiert ist.

Tätigkeiten heute Abend: Laden (G7 d350 Handy Laptop Videocam) und Computerarbeit (Bilder aus der G7 und auf Flickr Bilder aus der d350 ziehen  Tagebuchvideo auf YouTube und einen Tagebucheintrag schreiben der nicht mal annähernd den Tag heute wiedergibt schreiben.

Morgen ist eine Art Gedenkfeier in Kombination mit Eröffnungsfeier meine Ausgehuniform steht (bzw hängt) bereit. Gerade erfahren dass Andi (aus Waging  / mit der GPS-Kamera) morgen auch mit der Ausgehuniform anwesend ist – zwei Busfahrer aus Bavaria :)

youtubetyfKO60Mwg4/youtube 

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Sponsoring durch:

Günzburger Steigtechnik 

Kommentare

Keine Kommentare bislang zu “USA-Tagebuch (03): Eindrücke” (davon )

  1. Cimolino am 9. April 2008 07:15

    Hallo,

    wenn Du „nur“ Tiefbaurettung genauer und vergleichbar angucken willst, liegt die BF Kassel näher bzw. verleihen die den wohl auch… ;-)
    http://www.ff-delmenhorst-stadt.de/index.php?ebene0=aktuelles&ebene1=
    news_board&site=news_board_anz&id=177&menue0=aktuelles&menue1=
    news_board&titel=Aktuelles >> News Board >> 17.11.2007

  2. rakeman am 9. April 2008 12:45

    Decken die ganz Deutschland ab? ;)

  3. Carlo am 9. April 2008 14:10

    Ich bin echt mal gespannt was später rauskommt wenn du deine Videos alles geschnitten und hochgeladen hast. Mich würde auch mal interessieren was du für eine VideoCam hast?

  4. C.Lewalter am 9. April 2008 14:52

    In der Hessischen Schule in Kassel gibt es einen TH Bau Lehrgang, der behandelt Tiefbauunfälle: http://www.hlfs.de/irj/HLFS_Internet?uid=3d862d87-62a5-5111-0104-397ccf4e69f2
    Christian

  5. basti am 9. April 2008 15:49

    sogar ich als bayer war schon in kassel an der lfs und habs mir angeschaut ;) @irakli: also bis münchen reicht der abdeckungsgrad

  6. diggler am 9. April 2008 19:52

    Wie jetzt, München ist Bayern??? ;-) Und Kassel Indianapolis???

  7. Sven Callender am 10. April 2008 01:52

    Der TH-Bau in Kassel ist durchaus empfehlenswert.
    Das sieht dann ungefaehr so aus wie auf Deinem Foto der Baugrube.

  8. jansued am 10. April 2008 08:43

    Hallo!

    Ja, der Lehrgang ist gut, aber im Vergleich zur US-Ausbildung Basic.

    Wir haben das mal in einer Sandgrube trainiert und sind da auf einige zusätzliche Probleme gestoßen. Werden wir im Juli wiederholen.

    Wir sind gerade dabei die auf dem ersten Bild zu sehenden Trench Rescue Boards nachzubauen.

    M.E. wird man da um eine Spezialisierung irgendwann nicht mehr herumkommen…

    Grüße, Jan

  9. rakeman am 10. April 2008 13:47

    @jansued wir haben zwei Varianten der rescue Boards gesehen und die „getrennten“, also die wo der 2×10 nachher draufgenagelt wird, scheint miir wesentlich flexibler. Wird man dann auch im Video sehen (hoffe ich) wenn ich es geschnitten habe.

    Aber ansonsten unterhalten wir uns vielleicht mal über das Thema in zwei Wochen in OS, weil „Tiefbau“ steht schon lange ganz oben auf meiner Liste der Themen die man bei uns pushen MUSS.

  10. jansued am 10. April 2008 14:21

    Hi!

    Können wir gerne ein Projekt raus basteln. Gibt es dazu was neues seitens der Aussteller auf der FDIC?

    Grüße, Jan

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