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Ich versuche mal die nächsten paar Sätze so zu gestalten dass ich nicht großkotzig rüberkomme. Als in Deutschland lebender Sowjetdäne ist es nun mal so dass ich in meinem Leben mit ein Paar Sprachen konfrontiert worden bin. Englisch nimmt eine besondere Stellung ein denn sobald ich ein Paar Tage darin eintauche verdrängt es die restlichen Sprachen. Das Ergebnis? Ich bringe keinen sauberen deutschen Satz mehr raus der mit den letzten Tagen oder Feuerwehr zu tun hat. "Trench Rescue" fällt leichter von den Lippen als "Tiefbauunfälle".

Auf jeden Fall bin ich inzwischen Meister im zum-veranstaltungsort-pendeln geworden. Heute kein einziges Mal verfahren. w00t! Im dritten FDIC-Tag inzwischen auch ein "alter hase": ich habe immer wieder bekannte Gesichter getroffen seien es Teilnehmer vom HOT Training vom Dienstag oder Teilnehmer von gestern. Auch wenn die FDIC weitläufig ist man stolpert sich über den Weg. Lustige Nebengeschichte: einer der SPV (=FFler) aus Frankreich ist in Wirklichkeit Schwede und so gab's einen weiteren Türöffner und für mich eine Einladung nach Südfrankreich.

Überhaupt lassen sich hier sehr gut und sehr schnell ganz viele gute Kontakte knüpfen – ob aus "Spaß" oder fachlich ich habe wieder eine Tonne von Visitenkarten mit im Gepäck. Die wichtigsten sollte ich nach meiner Rückkehr auch wieder einorden können. Besonders interessant: ich hoffe die Lizenz für "ein Werk im Ausbildungsbereich" (absichtlich so genannt) für Deutschland zu bekommen. Mal sehen.

Der Tag heute ging wieder mit einer Classroom Session los genannt "Rapid Intervention isn't rapid" und ist mit Sicherheit ein weiteres Highlight meines Aufenthalts hier. Das Thema "Rapid Intervention Team" ist bei uns recht neu (siehe neueste Brandschutz) und geht weit über das Konzept eines Sicherheitstrupps hinaus.

Assistant Chief Steve Kreis aus Phoenix Arizona berichtete wie sein Department im Jahr 2001 vermeintlich aus RIT-Sicht auf Notfälle vorbereitet war. Dennoch verstarb bei einem Einsatz der FA Brett Tarver (Bericht hier http://www.cdc.gov/niosh/fire/reports/face200113.html) trotz des Einsatz von mehreren RIT. Schlimmer noch im Laufe der Rettungsaktion wurden weitere 8 Maydays ausgelöst.

Das Phoenix FD hat sich darauf hin das ganze RIT-Thema genauer angeguckt und ist dabei auf sehr viele Diskrepanzen gestossen und hat sein Konzept überdacht. Inzwischen arbeitet man nach dem "On Deck"-Prinzip und hat so die Rettungszeit (im Übungsszenario) vom Absetzen des Mayday im Schnitt von 22 Minuten auf 12 Minuten gekürzt: übrigens immer noch viel zu lang!

Ich werde dieses Thema auch mit einem eigenen Artikel im Magazin angehen doch davor muss ich die Brandschutz nochmal durchlesen um zu sehen wo man ansetzen kann.

Der Rest vom Tag bestand darin die nun eröffnete Ausstellung zu besuchen und dem Drang zu widerstehen sich nur in der Fahrzeughalle (dort wo der ganze Chrom ist) aufzuhalten. Eines muss man den Amerikanern lassen: schöne Fire Trucks bauen sie allemal! Ob sie in allen Belangen praktisch sind darüber kann man diskutieren. Gut: die Sitze mit integrierten PA und die Entnahme der Leitern aus Schulterhöhe seitlich am Fahrzeug: so kann ein FA in kurzer Zeit das erreichen wozu es bei uns mindestens 4 Leute (Maschinist + drei= wesentlich länger brauchen. Dafür sind die US-Leitern etwas instabiler gebaut…

Und hier wieder die Aussage dass die Menschen hier ausgesprochen freundlich und interessiert sind. Und die ganz krassen Fragen (ist Dänemark die Hauptstadt von Holland?) habe ich im Gegensatz zum Besuch 1990 bisher noch nicht gehört.

youtube1iB7EBVAUFA/youtube

Dann bis morgen!

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Sponsoring durch:

Günzburger Steigtechnik

 

Kommentare

Keine Kommentare bislang zu “USA-Tagebuch (05): erster Ausstellungstag” (davon )

  1. diggler am 11. April 2008 05:52

    Das Fire Engeneering Magazine kann ich nur waermstens empfehlen.
    Auch online: http://www.fireengineering.com/index.html

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