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Schwere Vorwürfe gegen die Freiwillige Feuerwehr im Nürnberger Stadtteil Eibach: Es ist von Trunkenheit im Einsatz und Drogenkonsum die Rede. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Die Freiwillige Feuerwehr im Nürnberger Stadtteil Eibach hat derzeit mit Vorwürfen über Alkohol- und Drogenmissbrauch in den eigenen Reihen zu kämpfen. Nach Angaben der

Stadt vom Freitag hat die Direktion der Feuerwehr Ende Februar erste Hinweise auf mögliche Missstände erhalten.

Unter anderem hatte eine lokale Zeitung von einem betrunkenen Feuerwehrmann berichtet der im Einsatz einen Kameraden gefährdet habe. Zudem sollen jugendliche Feuerwehrmitglieder im Keller des Gerätehauses bei einer Party Haschisch geraucht haben.

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth bestätigte die Ermittlungen wegen Drogendelikten gegen Unbekannt. "Wir stehen aber erst am Anfang" sagte Pressesprecher Wolfgang Träg.

Der Chef der Nürnberger Berufsfeuerwehr Volker Skrok reagierte zurückhaltend auf die Berichte. "Einige der Vorwürfe sind nicht nachweisbar" sagte Skrok "der Vorwurf des Alkohols im Dienst wurde relativiert". Demnach habe der Feuerwehrmann in seiner Freizeit vor der Alarmierung Bier getrunken.

Er sei aber weder als Fahrer eingesetzt noch dadurch im Einsatz beeinträchtigt gewesen. Die Drogenvorwürfe wollte er mit Hinweis auf die noch laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nicht kommentieren.

Die Vorwürfe gegen die Führung der Eibacher Wehr und einzelne ehrenamtliche Feuerwehrleute wurden von einem der insgesamt 34 aktiven Mitglieder erhoben. Bei einer Dienstversammlung am Donnerstagabend seien dann die Vorwürfe offiziell angesprochen worden. Sie führten dazu dass der Eibacher Löschzugführer sein Amt wegen des öffentlichen Drucks niederlegte. Er hatte die Position zehn Jahre inne und war davor sieben Jahre stellvertretender Löschzugführer.

 

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/bayern/artikel/496/170001/

 

 

Kommentare

8 Kommentare zu “„Das kann ja bei uns nicht passieren!!“” (davon )

  1. Carlo am 19. April 2008 13:06

    Die Überschrift ist gut gewählt! Obwohl ich sagen muss das ich wenn ich Alkohol getrunken habe für mich entschieden habe nicht mehr zum Einsatz zu fahren oder zu laufen. Weil ich einfach nicht garantieren kann auch wenn ich nur wenig getrunken habe zu 100% einsatzfähig zu sein. Und wenn mal was passiert dann zerreißt dich jeder Staatsanwalt in der Luft.

  2. Firefighter_junior am 19. April 2008 14:02

    Moin, moin,

    „Demnach habe der Feuerwehrmann in seiner Freizeit vor der Alarmierung Bier getrunken.

    Er sei aber weder als Fahrer eingesetzt, noch dadurch im Einsatz beeinträchtigt gewesen. “

    also das stimmt mich schon nachdenklich…Ich behaupte das man schon nach einer Flasche Bier nicht mehr einsatzbereit ist! Auch wenn er nicht als maschinist eingesetzt war, so hat er doch letzten Endes zumindest sich und evtl. sogar andere in Gefahr gebracht. Man stelle sich nur vor, der Kamerad wäre als Trupp unter PA vorgegangen und es wäre dort zu einem Notfall gekommen…^^
    Bei uns gilt hierbei die Regel, eine Flasche Bier und nicht mehr einsatzbereit! Basta! Und daran wird sich auch gehalten…wenn der Kamerad zum Einsatz kommt und der GF das rauskriegt, steigt der Kamerad wieder ab.

    Was ich mich nur rage, warum das ganze wieder in der Öffentlichkeit ausgetragen werden muss?!? OK, bei den Drogenvorwürfen noch verständlich….aber die sind bisher nur eine Verdacht. Beim Alkohol alleine hätte man das Ganze doch in aller ruhe intern klären können, klar sagen können, alkoholisiert wird nicht in den einsatz gefahren….so leidet mal wieder das ansehen der feuerwehr…schade!

  3. Geza am 20. April 2008 13:38

    Es ist genau der Satz, den Firefighter_junior zitiert, der mich irritiert hat!!
    Ich gehe davon aus, dass im Einsatz die 0,0 Promille Grenze gilt! Das ist einer der Gründe, warum ich seit Jahren so gut wie nie Alkohol trinke.

    Leider ist mir aber auch schon erklärt worden, dass man, wenn der Melder geht, durch das Adrenalin sofort wieder nüchtern ist……

  4. StefanL am 20. April 2008 17:11

    Pressemitteilung der Stadt Nürnberg : http://www2.nuernberg.de/presse/mitteilungen/presse_16280.html

    „Vorwürfe, dass ein Ehrenamtlicher im Einsatz in einem nicht vertretbaren Maß alkoholisiert gewesen sei, wurde von einem Zeugen relativiert und so nicht bestätigt. Der betroffene freiwillige Feuerwehrmann hat in seiner Freizeit vor der Alarmierung Bier getrunken, war nicht als Fahrer eingesetzt und im Einsatz nicht beeinträchtigt.“

  5. StefanL am 20. April 2008 17:17

    Noch ein Zitat aus der Pressemitteilung der Stadt Nürnberg ( http://www2.nuernberg.de/presse/mitteilungen/presse_16280.html ) als Ergänzung:
    „Bereits am 25. März 2008 wurde für den 17. April 2008 von der Direktion der Feuerwehr Nürnberg daher der Termin für eine Dienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Eibach anberaumt, in der die letzten Unklarheiten im Kreis der Aktiven geklärt werden sollten. Dies war auch dem Mitglied der freiwilligen Feuerwehr bekannt, das am 15. April 2008, während des laufenden Verfahrens, offensichtlich die Öffentlichkeit über seine Vorwürfe vorab informiert hatte.“

  6. RobertFFw am 21. April 2008 07:30

    Alkohol in der Feuerwehr ist ein ganz heikles Thema. Die Einen trinken nie, die Anderen sind und bleiben IMMER Einsatzbereit.

  7. Wombacher am 27. April 2008 13:34

    Ich finde es wirklich schade das so der Ruf der Feuerwehr kaputt gemacht wird. Die Feuerwehr Eibach hat jetzt einen Imageschaden der sich längere Zeit hinziehen wird und auch bei anderen Feuerwehren wird sich das auswirken… Schade.
    Man kann sich auch fragen ob das nicht sogar Rufmord ist. Ich mein die Sache mit den Jugendlichen. Wie schnell ist da was dahergeredet. Da sind Jugendliche die sich regelmäßig treffen; feiern ab und an miteinander; feiern sogar im Feuerwehrhaus… eigentlich nix schlimmes. Wenn dann aber n bissle dumm geschwätzt wird und der ein oder andere der Jugendliche hat schon mal was gemacht was sich net gehört oder einer kennt jemanden der was aufm Kerbholz hat und bei solchen feiern dabei gewesen sein sollte… Schon haben wir die Hasisch-Exzesse im Feuerwehrhaus.
    Das der Kamerad dann noch besoffen beim Einsatz gewesen sein sollte hat dann die ganze Schose ins Rollen gebracht.
    Bitte versteht mich net falsch. Ich bin ein absoluter Gegner von allerlei Drogen. Und auch mich wird man nicht Alkoholisiert beim Einsatz finden. Doch ich glaub manch ein Kamerad bei einer Freiwilligen „Dorf“-Feuerwehr wird sich denken „Ein Bier wird schon gehn… und dann vielleicht noch eins und…“ noch dazu das der jenige vielleicht der einzige ist der in diesem Kaff das Feuerwehrauto fahren kann… der Gruppenführer entscheidet ?!
    Und noch ein gedenke dazu. Wie GEZA schon gesagt hat: durch das Adrenalin wirst du kurzzeitig völlig nüchtern. Und jetzt entscheid DU mal als GF ob der Kollege mit zum Einsatz dürf oder nicht, wenn du es ihm beim Ausrücken überhaupt nicht ansiehst sondern erst an der Einsatzstelle.
    gruß Johannes

  8. spiderschwein am 14. Mai 2008 10:11

    Ist okay, wenn du es an der Einsatzstelle merkst… Aber dann kann man mit dem Kameraden reden und ihm klar machen, das ein zwei Bier eben nicht in Ordnung sind… Und nach Möglichkeit ist dieser Kamerad dann aus dem aktiven Einsatz herauszunehmen (also am Fahrzeug bleiben, kein AGT, Maschinist, GF)

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