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(cl). Was sich in diesem Fall hinter der Abkürzung KLF-W (KleinLöschFahrzeug-Wasser) verbirgt kann sich wirklich sehen lassen. Ein Feuerwehrfahrzeug der Sonderklasse – aufgebaut auf ein PistenBully-Fahrgestell – ist der Erstangreifer in einem Schiort in Österreich.

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Doch von vorne. In der Gemeinde Lech (Vorarlberg) gibt es den Ortsteil Oberlech. Dieser liegt im Winter mitten im Pistengebiet und hat deshalb keine geräumten Straßen und Wege. Dies stellt die Feuerwehr vor Probleme da ca. 30 Hotels mit 1.100 Gästebetten wollen geschützt werden. Daher ist die Ortsfeuerwehr (OF) Lech seit 1987 im Besitz eines Überschneefahrzeuges. Allerdings hat dieses Fahzeug keinen Wassertank und so muß immer zeitaufwändig eine Wasserversorgung für den Erstangriff hergestellt werden. Ein wasserführendes Überschneefahrzeug musste her.

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Dieses konnte pünktlich zur Wintersaison 2008/09 in Dienst gestellt werden. Als Fahrgestell dient ein generalüberholter 10 Jahre alter PistenBully 300. Der Preisvorteil durch die „Gebrauchtwagen-Beschaffung“ ist immens da ein neuer PistenBully ca. 290.000 € kosten würde. Das gekaufte Fahrzeug schlägt da nur mit 50.000 € zu Buche. Hinzu kommen 200.000 € für den Aufbau des Unikats der beim mittlerweile insolventen Aufbauhersteller Marte erfolgt ist. Das Fahrzeug wurde vom Landesfeuerwehrverband gefördert. Einzige Bedingungen: Die Bezeichnung KLF-W ein Lichtmast es muß rot sein und Blaulicht haben.

Die Technischen Daten:
– 1.800 l Wasser
– 60m Schnellangriff
– 4 Atemschutzgeräte (300bar 9l)
– Druckmiderer für Anschluß an Beschneiungsanlage (Druck wird von 40 bar auf 10 bar reduziert)
– FP 8/8
– Schlauchmaterial Hohlstrahlrohre etc.
– Lichtmast
– Stromerzeuger
– 4-teilige Steckleiter

Im Winter rückt das KLF-W immer als erstes aus wenn eine Besatzung von 1 Maschinist und 2 Atemschutzgeräteträgern da ist. Die Geräteträger können sich während der Anfahrt auf den seitlichen Podesten ausrüsten. Das Fahrzeug ist in der sogenannten Umschlaghalle stationiert. Dort kommen Versorgungsfahrzeuge aus Lech durch einen Tunnel an und die Ware für die Hotels wird auf kleine Transportwagen verladen und durch ein Tunnelsystem in Oberlech verteilt. Der Versorgungstunnel ist auch die Anfahrtstrecke für die nachrückenden Kräfte aus Lech. Diese Einheiten verladen dann Material und Mannschaft auf die zeitgleich alarmierten „normalen“ PistenBullys der „Bergbahnen Oberlech“ und fahren dann die Einsatzstelle an.

Ach ja. Brandmeldeanlagen. 30 Hotels mit 1.100 Gästebetten sind selbstverständliche mit einer solchen Einrichtung versehen. Richtig gelesen: Mit EINER BMA die zentral in der Unterkunft des PistenBullys aufläuft und man so sofort den Einsatzort ablesen kann.

Große Bilderstrecke auf flickr: hier
GoogleMaps Lech Oberlech
Homepage OF Lech
Homepage Marte

Bei Fragen bitte Fragen ich weiß nicht ob ich mir alles behalten habe was mir Günther von der OF Lech erzählt hat aber ich hoffe es.

Kommentare

Ein Kommentar bisher zu “Kleinlöschfahrzeug – ganz anders” (davon )

  1. Christian Lewalter am 11. Januar 2010 09:56
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