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5 Fragen – 5 Antworten ist eine Serie im FWeblog die „Otto-Normal-Feuerwehrleute“ vorstellt. In fünf Antworten charakterisieren sich die Feuerwehrleute. Dabei sollen Ähnlichkeiten im Denken aber auch Unterschiede gezeigt werden. Im heute stellt sich Gabi Kiefer vor.

Gabi Kiefer ist 36 arbeitet als Elektronikern. Sie ist in der Freiwilligen Feuerwehr Wallerfangen einer Gemeinde im Saarland mit ca. 10.000 Einwohnern. Die Gemeinde hat 8 Löschbezirke sie gehört dem Löschbezirk Wallerfangen an. Zusätzlich ist sie auch in der Werkfeuerwehr Ford Saarlouis tätig wo sie beschäftigt ist.

1. Wie bist Du zur Feuerwehr gekommen oder anders gefragt was fasziniert Dich an der Feuerwehr?

Schon als kleines Kind haben mich die roten Autos fasziniert. Doch dieser Traum blieb mir lange Zeit verschlossen. Denn ich war ein Mädchen und die hatten in der Männerdomäne Feuerwehr nichts verloren. Erst Jahre später und mit viel Kampf durfte ich endlich „mitspielen“. Und als ich dann endlich aktiv war machte ich auch gleich den Führerschein Klasse 2 damit ich meine Autos auch selber fahren durfte.

2. Welche Ausbildung und welche Lehrgänge hast Du bei der Feuerwehr gemacht und hast Du die erworbenen Kenntnisse auch einsetzen können bzw. wie hast du das beispielsweise getan?

Ich habe zuerst einmal alle Grundlehrgänge wie Truppführer Atemschutzgeräteträger und Maschinist absolviert. Dann kam der Gruppenführer dazu. Ausbilder Truppmann/Truppführer bekam ich da ich sowohl in der Gemeinde als auch bei den Werksfeuerwehren als Ausbilder eingesetzt bin. Vor 5 Jahren dann folgte dann der Zugführerlehrgang. Den Lehrgang Presse- und Öffentlichkeitsarbeit habe ich auch besucht da ich für unsere Wehr eine Internetpräsenz ins Leben gerufen habe. Ich habe dort viel neues über das Presserecht erfahren das mir bei meiner weiteren Arbeit sehr geholfen hat.

3. Was hat Dich in Deiner Zeit bei der Feuerwehr besonders geprägt oder ist Dir in besonderer Erinnerung geblieben?

Der Teamgeist und das Zusammenhalten in der Mannschaft. Das liegt vielleicht daran dass man oft schlimme Dinge zusammen erlebt – das schweißt zusammen. So eine tolle Gemeinschaft erlebt man sehr selten.


4. Gibt es etwas was Dich besonders nervt oder in Rage bringt wenn Du an „Feuerwehr“ im Allgemeinen wie im Besonderen denkst und warum?

Oh ja da gibt es einiges. Nerven tut mich manchmal dass oft gerade ältere Kameraden neuen Ideen sehr skeptisch und ablehnend gegenüber stehen. Nach dem Motto „Das war 20 Jahre gut so warum ändern?“

Aber richtig aufregen kann ich mich über Frauen in der Feuerwehr die sich nicht voll einbinden. Ich lebe nach dem Motto „Im Dienst bin ich Feuerwehrmann da wird kein Unterschied aufgrund meines Geschlechts gemacht. Ich will kein Extrawurst oder Sonderbehandlung. Ich mache die gleiche Arbeit wie meine Kameraden!“ Ich kenne viele Kameradinnen die genauso denken doch leider auch etliche andere. Aber leider sind die es die das Image „Frauen in der FW“ schlecht machen.

5. Wenn Du noch einmal vor der Wahl stehen würdest zur Feuerwehr zu gehen oder nicht wie würdest Du Dich entscheiden und warum?

Ja auf jeden Fall wieder Feuerwehr. Ich hatte es sehr schwer als erste Frau Fuß zu fassen und musste erst beweisen dass ich das ganze genauso gut kann wie meine männlichen Kameraden. Aber der Kampf war es wert! Und ich bin noch immer mit Leib und Seele dabei!

Vielen Dank Gabi König für das Interview. Gabi ist auch im fwnetz aktiv.

Bei „5 Fragen – 5 Antworten“ darf jeder Mitmachen. Einfach Email an mich schicken und ich leite die fünf Fragen umgehend weiter. Ich freue – und auch die Leser – freue mich über jede Zuschrift. (sc)

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