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Fulda 18. Mai 2008 (sc). Bundesminister des Inneren Wolfgang Schäuble rief auf der gestern zu Ende gegangenen Feuerwehr- und Rettungsdienstmesse RETTmobil und dem 5. Deutschen Feuerwehr- Verbandstag dazu auf vermehrt Migranten in die Feuerwehren aufzunehmen.

«Ich wünsche mir eine noch intensivere Einbindung von Zuwanderern die sich gemeinsam mit Deutschen für unser Gemeinwesen einsetzen» sagte Schäuble am Samstag in Fulda beim 5. Deutschen Feuerwehr- Verbandstag. Menschen mit ausländischen Wurzeln entwickelten so auch ein stärkeres Gefühl der Zugehörigkeit zu ihrer neuen Heimat. Vor allem um Jugendliche müsse gezielt geworben werden sagte Schäuble. [dpa DerWesten]

Die Meldung an sich ist weniger interessant als diebei DerWesten abgegebenen Kommentare von Lesern die sich sagen wir mal kritisch bis ablehnend gegenüber Mitbürgern muslimischer Glaubensrichtung äußern. Dabei vergessen diese Schreiber dass Migranten nicht nur Moslems sind sondern nahezu jede Nationalität umfassen.

Kommentare

Keine Kommentare bislang zu “Feuerwehr sucht Migranten (2)” (davon )

  1. Der Lars am 19. Mai 2008 03:55

    Das bestätigt dann wohl meine Kommentare im ersten Teil….

  2. diggler am 19. Mai 2008 06:35

    …. und da wunderte man sich ueber die Reaktionen in Ludwigshafen!?

    Ich habe es niemals so empfunden, aber andererseits komme ich aus dem Ruhrgebiet das, IMHO, schon immer ein wenig offener mit Integration umgegangen ist ;-)

    Aber warum nicht? Die Fw wurde und wird ja immer noch als Verein von Saeufern und Brandstiftern bezeichnet, Rassismus passt dann doch auch noch wunderbar in die Liste der Vorurteile hinein :-(

    Ich verstehe aber auch nicht, wie man als jemand, der ALLEN Menschen helfen will, unabhaengig von deren Abstamung, Hautfarbe oder Religion ueberhaupt eine Rechte Tendenz haben kann.
    DAS ist was mir nicht in den Kopf gehen will.

    Das Video ist mir dabei eingefallen. Ist vielleicht ein wenig OT, aber dann auch wieder nicht.

    http://www.youtube.com/watch?v=zSMuuHQ1Dtw

  3. jfb am 19. Mai 2008 10:32

    Hmmm… sicherlich gibt es da im deutschen Vereinswesen generell Probleme. Unter den Aktiven haben wir zwei Italiener, einen Armenier, einen Polen, die gerade die Feuerwehr von sich aus gesucht haben für neue Freunde und Einbindung in die Gemeinschaft. Besuche beim Moscheeverein und der jungen Gruppe dort zeigten auch, dass die Nächstenliebe/Nachbarschaftshilfe besonders hoch geachtet und gelebt wird, sich aber nicht in Organisationen niederschlägt. Gerade Feuerwehr hat tatsächlich in diversen Ländern eher schlechten Ruf oder wird mit dem Militär in Verbindung gebracht. Da ist noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten, zugleich aber auch ein wahnsinniges Potential vorhanden. Man schaue auch auf die geschichtliche Entwicklung des FDNY: ein Sammelbecken gerade von Migranten. Und die deutschen Feuerwehren können sich es allesamt eigentlich nicht erlauben, auf neue Mitglieder zu verzichten oder Mitmenschen in ihrem Wohn- und Arbeitsbereich ablehnend gegenüberzustehen.

  4. Cimolino am 19. Mai 2008 17:08

    Hallo,

    wir haben mit ein paar mehr Migranten in der Feuerwehr weder eine Lösung unserer Probleme, noch die der Deutschlands (weder grundsätzlich, noch im soziologischen Umfeld).

    M.E. spricht absolut nichts gegen Einwanderer, Migranten, selbst nicht gegen zeitweise Aufenthalts-Mitglieder (z.B. Austausch-/Gaststudenten usw.) bei der Feuerwehr, wenn die sich an die allgemeinen Regeln da halten – und da muss man ggf. auch mal Leuten helfen, die man grundsätzlich oder speziell gar nicht ausstehen kann – auch wenn man nicht genau erklären kann warum. (Fatal wären nämlich entsprechende Schlagzeilen wie „xx-stämmiger Migrant bei der Fw wollte yy-ausländischem Mitbürger nicht helfen.)

    Ich frage mich nur, ob mit solchen speziellen Aktionen irgendetwas bewegt wird?

    Wie groß ist denn die Resonanz auf die Aktionen des DFV zu Frauen – bzw. jetzt zu den Migranten gewesen? Hält eigentlich irgend jemand Aufwand und Nutzen nach?

  5. jfb am 19. Mai 2008 17:38

    Korrekt, Lösung unserer Probleme ist es nicht. Mehr Leute in marodes System klappt ja auch schon bei Gesundheitsfonds nicht. :) Aus der nettgemeinten Nachbarschaftshilfe mit Löscheimerketten zur Brandbekämpfung sind nun 24-Stunden-Dienstleistungsunternehmen für nahezu alles geworden. Das wäre/wird in Zukunft wohl nicht mal mehr bei einer Verdopplung der Feuerwehrleute flächendeckend in Deutschland zu erhalten sein. „Feuerwehr ist Zukunft“ ist da eher albern als Slogan. Bundesinnenminister und Verbandshonoratioren sowie Politiker sprechen natürlich gerne von „Bürgerengament“, „Helden“ und „Feuer der Freiwlligkeit“, weil deren Kosten/Nutzen-Analyse schon erstellt ist: warme Worte gegen ein paar Monate/Jahre länger keine Kostenexplosion. Ist natürlich zweifelhafte Rechnung.

    Zu den speziellen Kampagnen: vor Ort wird wenn überhaupt nur Bewußtsein nochmal geschärft oder Diskussion angeregt. Auch nicht verkehrt, Nutzen aber eher wenig. Müsste halt alles konsequenter umgesetzt werden und hängt viel vom Einzelengament Weniger ab. Zielgruppen Migranten und Frauen sind für Mitgliederwachstum schon die richtigen Ansatzpunkte, aber helfen letztlich für Tagesalarmstärke und andere Mißstände auch nicht viel weiter.

    Zum Problem der Abneigung diverser Gruppen untereinander: ja, gibt es in Ansätzen schon. Z.B. sind Armenier nicht gerade gut auf Türken zu sprechen. Im Einsatzfall aber keine Probleme diesbezüglich. Mag aber an anderen Stellen oder mit anderen Gruppen jetzt schon oder in Zukunft natürlich Probleme bereiten. Da gehört dann die verstärkte Grundausbildung auch bezüglich Rechte und Pflichten hin.

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