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(sc). Der sächsische Innenminister Albrecht Buttolo (CDU) will verstärkt Lehrer für den Dienst in den Freiwilligen Feuerwehren gewinnen. „Bei Mitarbeitern von Bauhöfen der Städte und Gemeinden gelingt dies schon recht gut“ erklärte Buttolo vor wenigen Tagen auf dem ersten Regionalforum „Perspektiven der Feuerwehr“ in Bischofswerda (Landkreis Bautzen). [Lausitzer Rundschau]

Kommentare

Keine Kommentare bislang zu “Lehrer in die Feuerwehr” (davon )

  1. GFzbV am 4. Juni 2008 17:34

    Ich halte es für schwierig, Personen mit Aufsichtspflicht für Einsätze freizustellen. Ich denke keinem Lehrer ist es erlaubt (oder kann es sich erlauben, wie auch immer) eine Klasse von 10 oder 12 jährigen mal eben für einen Einsatz zu verlassen.
    Es ist aber sicher so, dass Lehrer etwas freier in ihrer Zeiteinteilung sind als der „normale“ Arbeitnehmer. Ob eine Klausur nun um 12 oder um 14 Uhr, heute oder morgen korrigiert wird ist sicherlich weniger relevant als vielleicht die eine Einsatzkraft die den Trupp komplett macht.

  2. Firefighter_junior am 4. Juni 2008 22:58

    Stelle mir das lustig vor: Der Lehrer hält gerade seinen Mathe-Unterricht und dann geht der Piepser…und anstatt das mal wieder ein Schüler aufspringt und zur FW geht, verlässt der Lehrer den Klassenraum und geht zum Einsatz. Und vorher gibt er denn Kindern noch schnell ne Aufgabe….*LOL*

    Nee, jetzt mal im Ernst!! Während des laufenden Schulbetriebes wird es sich kein Lehrer rausnehmen können und dürfen, seinen Unterricht für einen Einsatz zu verlassen….da wird er dann mit ziemlicher Sicherheit nachher zum Direx beordert und darf sich eine Standpauke anhören..oder noch schlimmer: Hat eine Anzeige wegen 30-facher Verletzung der Aufsichtspflicht am Ar*** hängen…

    Hier muss der Lehrer dann auch ganz klar überlegen, was wichtiger ist: Der Einsatz oder die Aufsichtspflicht!

    Und auch, dass Lehrer flexibler mit ihrer Zeiteinteilung sind, halte ich eher für ein Gerücht: Nicht wenige Lehrer haben einen Arbeitstag bis 16:00Uhr, Großteils mit Unterricht….wenn die dann auch noch eine Klausur nicht korrigieren können und erst 2 Monate später wiedergeben können, weil ein Einsatz daszwischen kam, dann fände ich das weniger gut, und ich glaube so denken auch die meisten Schüler und Eltern!

    MMn ist auch der Vergleich mit Bauhof-Mitarbeitern arg missglückt: Ein Bauhof-Mitarbeiter ist eher weniger ein Garant, eine Lehrer hat sehr wohl eine Garantenstellung inne…

  3. jfb am 5. Juni 2008 00:10

    Also persönlich fände ich es ja gut, wenn qualfiiziertes Führungspersonal für den freiwilligen ehrenamtlichen Dienst gewonnen werden könnte. So ein Innenminister zum Beispiel. Gerne erweiterbar auf Volksvertreter vom Stadtrat bis zum Europäischen Parlament samt jeweiliger Exekutive. Da käme ja schon etwas Personal zusammen. :)

    Lehrerinnen und Lehrer sind natürlich ein Gewinn wie eigentlich jeder, den man zusätzlich für den Dienst begeistern kann. Sicherlich auch nette Effekte auf Ausbildungsveranstaltungen, wenn man sich denn die Fachkraft zu Nutze macht. Aber gerade zum Abdecken der Tagesalarmstärke ist eine Lehrkraft natürlich ungeeignet. Die haben eben entgegen der Gerüchte nicht nur Freizeit. Im Gegenteil: nahezu jedes gesellschaftliche Problem oder politische Wunsch soll über die Schule vermittelt und gelöst werden. Da wachsen täglich die Anforderungen ohne dass auch nur ansatzweise die Voraussetzungen verbessert werden würden. Fast noch schlimmer als bei der Feuerwehr.

  4. Harald am 5. Juni 2008 12:30

    Haben Lehrer überhaupt Zeit für die Feuerwehr?

    Wenn ich mich an meine ehemaligen Lehrer erinnere. Die hatten doch nie Zeit …

  5. martien am 5. Juni 2008 15:28

    Also dieser Grundschul-Direx kriegt es wohl mit der Feuerwehr hin als BvD:
    http://www.nrc.nl/W2/Lab/Profiel/Brandweer/portretten.html (niederländisch)

  6. hannibal am 8. Juni 2008 09:28

    Mahlzeit

    die Aufsichtspflicht dürfte das geringste Problem sein. In der Klasse nebenan dem Kollegen bescheid geben hat zu unserer Zeit auch immer gepasst. Ausserdem kommt mal wieder das alte Totschlagargument zum tragen:

    Was passiert wenn der Leher krank wird? Dann ist er auch nicht da.

    Ich kann mir auch gut vorstellen das der Lehrer einige seiner Schüler für den Dienst in der FW begeistern kann, von der Bereicherung für den FW Unterrichtsbetrieb selbst mal ganz zu schweigen.

    Problem werden die Eltern sein, die eine einstweilige Verfügung gegen die Teilnahme an Einsätzen erwirken, weil Sören oder Torben das letzte mal nur eine 3 geschrieben hat weil genau die eine Stunde ausgefallen ist …

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