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Vom 19. bis 22 Juni fand der Landesfeuerwehrtag in Ravensburg und Weingarten statt

(sc) Am vergangenen Sonntag ging der 10. Landesfeuerwehrtag Baden-Württemberg in den beiden oberschwäbischen Städten Ravensburg und Weingarten zu Ende. Zahlreiche Feuerwehrleute aus dem Ländle aus dem benachbarten Österreich sowie interessierte Schaulustige verfolgten das viertägige Rahmenprogramm.

Nostalgie in Rot

Begonnen hat der Landesfeuerwehrtag mit einer 400 Kilometer langen einwöchigen Oldtimerrundfahrt durch Oberschwaben. Unter dem Motto „Nostalgie in Rot“ präsentierten sich zum siebten Mal 15 ausgewählte historische Feuerwehrautomobile aus den 1920er und 1930er Jahren. Mit dabei waren zehn baden-württembergische ein bayrisches zwei amerikanische ein australisches und ein dänisches Feuerwehrfahrzeug vom Löschfahrzeug über Drehleiterfahrzeuge bis hin zu einem Kommandowagen aus den 60er Jahren. Besonderen wert legte man bei der Auswahl der Fahrzeuge auf exklusive Besonderheiten.

Interessante Einblicke boten sich den Feuerwehrleuten in puncto Aufbau und Ausstattung. Zu Beginn der Automobilisierung saßen die Feuerwehrleute im Freien auf Holzbänken die Armaturen waren zumeist aus Messing gefertigt und die Beladung war von außen sichtbar angebracht. Gekrönt wurde die Rundfahrt durch die historischen Uniformen der Fahrzeugfahrer. [Hierüber wird es mittelfristig einen Artikel geben.]

Geboten waren außerdem zahlreiche weitere Veranstaltungen die in ihrer Gesamtheit vom Autor nicht besucht werden konnten. Mehr oder weniger ausführliche Eindrücke gibt es hier im FWeblog deshalb von folgenden Veranstaltungen:

Feuerwehrfahrzeuge im Modell

Klein aber Fein war die Ausstellung „Feuerwehrfahrzeuge im Modell“ im Heilig-Geist-Spital Ravensburg. Wer hier den Klassiker in der Größe 1:87 erwartet hatte wurde eines Besseren belehrt. Besucher bekamen eine kleine Ausstellung von Feuerwehr-Groß-Modellen präsentiert. Neben historischen Modellen von Fahrzeugen Spritzen und Leitern wurden auch neue Modelle im Maßstab 1:25 bis 1:18 ausgestellt bzw. funktionstüchtige Modelle vorgeführt.

Brände im Spiegel von Postdokumenten

Ein in Feuerwehrkreisen eher spezialisiertes und randständiges Thema ist die Philaterie in der Feuerwehr. Im Foyer des Rathaus Ravensburg zeigten Feuerwehrphilatelisten historische Postakrten auf denen außergewöhnlicher Brände thematisiert wurden Briefumschläge und Postwertzeichen mit Feuerwehrbezug und Sonderstempel. Natürlich gab die Deutschen Post AG auch einen Sonderstempel zum 10. Landesfeuerwehrtag in Ravensburg/Weingarten heraus der hier erworben werden konnte. [Zu diesem Thema wird es noch einen gesonderten Artikel geben.]

Ausstellung: Aktuelle Technik

In der Oberschwabenhalle in Ravensburg präsentierten sich verschiedene Hersteller von Feuerwehrprodukten wie z.B. MSA Auer Dräger TycoScott LionApparell Haix Hanrath Baltes und einige weitere. Auf dem Freigelände standen Feuerwehrfahrzeuge von u.a. Iveco Magirus zur Besichtigung.

Praxistraining

Neben Vorträgen und Ausstellungen hatten angemeldete Teilnehmer die Möglichkeit in den Wärmegewöhnungs-Container der Firma Feurex zu gehen oder eine Brandbekämpfung in der Mobilen Brandübungsanlage der EnBW Regional AG zu simulieren.

Am Freitag lud der Landesfeuerwehrverband zudem zum Symposium „Rettung bei LKW – und Transporterunfällen“ das die Feuerwehr Ravensburg zusammen mit der Oberschwabenklinik Ravensburg der Berufsfeuerwehr Ludwigshafen dem DRK Ravensburg und verschiedenen LKW-Herstellern durchführte. Nach den Vorträgen hatten die Teilnehmer anschließend die Möglichkeit zwei Einsatzübungen beizuwohnen und selbst an LKW-Führerhäusern das „schnippeln“ zu lernen. [Zu beiden Veranstaltungen wird es im FWeblog eigene Artikel geben.]

Übung: Busunfall

Ein Anziehungspunkt für die Besucher des Landesfeuerwehrtages war am Samstag die Einsatzübung von Feuerwehr und Rettungsdienst in der Schussenstraße. Dargestellt wurde ein Verkehrsunfall an dem unter anderem ein Bus und ein LKW beteiligt waren. Übungsanahme war ein Massenanfall von ca. 40 Verletzten. 250 Einsatzkräfte von den Feuerwehren vom Deutschen Roten Kreuz sowie 12 Notärzte der Oberschwaben Klinik gGmbH und dem Krankenhaus St. Elisabeth Ravensburg waren an der Schadensabwicklung beteiligt. Die Sicherstellung der Kommunikation während des Einsatzverlaufes erfolgte durch den Einsatzleitwagen der Berufsfeuerwehr Karlsruhe. Weitere Unterstützung kam von der BF Stuttgart mit einem Großraumrettungswagen (GRTW). Eingesetzt wurde auch der AB-MANV der Feuerwehr Ravensburg. [Vielleicht gibt es hierzu noch einen eigenen Artikel.]

Daneben gab es noch diverse Veranstaltungen des Landesfeuerwehrverbandes mehrere Ausstellungen u.a. „Historie en miniature“ und die Geschichte der Feuerwehren aus Ravensburg und Weingarten der internationale Feuerwehrwettbewerb Bundesleistungsabzeichen und der DFV-Pokal Leistungsübungen der Jugendfeuerwehr Wertungs- und Kritikspielen der Feuerwehrmusik Baden-Württemberg sowie Platzkonzerte Aktionen der Jugendfeuerwehr Wettbewerb historischer Handdruck-Feuerspritzen und einen Festumzug. Ebenfalls wurde der 3. Baden-Württembergische Feuerwehrduathlon ausgetragen.

Kommentare

Keine Kommentare bislang zu “Vier Tage Ausnahmezustand in Ravensburg” (davon )

  1. JAnders am 24. Juni 2008 07:48

    Interessant, dass die WF EnBW Stuttgart ihre beiden neuen Fahrzeuge dort ausstellte. War doch in der letzten BRANDSchutz zu lesen, dass sich die Fahrzeuge „gegenseitig“ vertreten sollen (bei Werkstattaufenthalten usw.)

  2. ClemensBW am 24. Juni 2008 22:56

    *pfeif* Das mit den Steckleiterteilen sieht richtig nett aus :o)

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