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Moin Moin

 diese Woche beschäftigt sich die Medienlandschaft mit einem mehr als peinlichen und perversen Aufnahmeritual der Feuerwehr Oer-Erkenschwick Löschzug Rapen. Hier gerät mal wieder neben dem betroffenen Löschzug die gesamte Feuerwehr egal welcher Art und egal wo in Verruf.

Kameraden aus ganz anderen Teilen Deutschlands werden gefragt ob es denn

bei ihnen in der Wehr ebenfalls solche Rituale gebe und ähnliches. Mal wieder hat die gesamte deutsche Feuerwehr ein Problem in der Aussendarstellung.

Doch dieser Skandal ist bei weitem nicht der erste der die Feuerwehren erschüttert. Wie oft gab es schon Berichte über ausgiebige Sauf-Exzesse Brandstiftern in den eigenen Reihen und sonstigen Unmöglichkeiten innerhalb der Feuerwehr?!? 

Fast schon scheint es mir das sich ein Großteil der Feuerwehren in Deutschland (bei weitem nicht alle sind hier gemeint) nicht ihrer öffentlichen Stellung und Rolle bewusst sind. Ansonsten würden weder Sauf-Exzesse noch Aufnahmerituale noch sonstige Sachen geschehen.

Dadurch geraten sämtliche Feuerwehren leider in Sippenhaft da der normale Bürger nicht zwischen der Feuerwehr Hintermberg und der Feuerwehr Vordemberg unterscheidet für ihn ist die Feuerwehr die Feuerwehr!

Was mir hierbei besonders auffällt ist dass es anscheinend (!) solche Aktionen und negative Presse weniger bis fast gar nicht in anderen HiOrgs gibt! Oder hat schon mal einer etwas von Sauf-Exzessen bei dem THW gehört oder von Ritualen beim DRK?!?

Wo liegt das Problem? Warum hat die Feuerwehr ein ÖfkA -Problem? Oder scheint das nur im Moment so und ich bin einfach etwas zu überempfindlich?

Kommentare

Keine Kommentare bislang zu “Hat die Feuerwehr in Deutschland ein ÖfkA-Problem?!?” (davon )

  1. fratzi am 4. Juli 2008 11:29

    Hast recht.

  2. Geza am 4. Juli 2008 11:51

    Lassmichkurzüberlegen-ja!

    Ich habe mich schon oft gefragt, wie das tatsächliche öffentliche Image ist. Interessant wird es, wenn man mit Leuten spricht, die nichts mit der FW am Hut haben, die am besten gar nicht wissen, das man selbst bei der FW mit macht.

    Zunächst sind da Notwendigkeiten, die Sache an sich, die von der Öffentlichkeit negativ wahr genommen werden können: Die Feuerwehr – und meisten ist das nicht die Feuerwehr, sondern einzelne Personen, die man in der Stadt / im Ort kennt – fährt mit großen Autos zu schnell mit Lärm, d. h. mit Sonderrecht durch die Gegend („ist das ne Übung?“), bleibt mitten auf der Straße stehen und macht u. U. mitten in der Nacht enormen Krach mit den Geräten und allen möglichen Motoren… Das stört jeden, der nicht betroffen ist und der nicht gerade mit Gaffen beschäftigt ist!
    Es ist die Aufgabe der Öffentlichkeitsarbeiter, zu erklären was die FW gemacht hat und zu erklären, warum das so gemacht wird.

    Die Bevölkerung, d. h. die potentiellen Kunden, haben das Recht zu erfahren, was mit ihren Steuergeldern passiert. Denn die Feuerwehrfahrzeuge gehören genau genommen nicht der Feuerwehr, sondern den Steuerzahlern der Stadt oder Gemeinde. Auch aus diesem Grund ist die Formulierung „neues Fahrzeug für die Feuerwehr“ falsch. Das Fahrzeug gehört den Bürgern. Es ist für den abwehrenden Brandschutz und die Feuerwehr ist lediglich der Anwender, der in der Verantwortung steht, diese Fahrzeuge und Geräte zu bedienen.

    Leider kommt immer wieder falsch verstandene Öffentlichkeitsarbeit dazu.
    Der „Tag der offenen Tür“ bei dem die Fahrzeuge vor die Hallen gestellt werden, Bierbänken aufgestellt werden, Würste werden gegrillt und ab 10 Uhr gibt´s Bier für alle – inkl. Feuerwehrleute in Uniform – ist viel mehr der GAU für das öffentliche Image!
    Die Fahrzeugübergabe, die ich schon erwähnt habe. Feiert der Bauhof wenn ein neues Fahrzeug in Dienst gestellt wird??
    Die Übung mitten in der Altstadt ist meisten mehr störend als informativ für Unbeteiligte.
    Öffentlichkeitsarbeit ist, wenn der Außenstehende einen Mehrwert davon hat und was mitnehmen kann!!!

    Dazu kommt die Unwissenheit der Feuerwehrleute über den eigenen Status: Auch hier gab es schon Diskussionen bei denen der Feuerwehr für ein Verein gehalten wird. Ein Verein der statt z. B. Handball zu spielen, Feuer löscht und Unfälle abarbeitet.
    Dass die Feuerwehr eine Abteilung der Gemeinde wie z. B. der Bauhof oder das Ordnungsamt sind, ist vielen Feuerwehrleuten nicht bewusst.
    Vielen muss klar gemacht werden, dass sie für eine Behörde arbeiten, dass sie wenn sie eine Uniform anziehen (dazu gehören auch z. B. T-shirts mit der Aufschrift „Feuerwehr“), als Beamter unterwegs sind und dass sie sich entsprechend zu benehmen haben! Zusätzlich sind die Leute von der Feuerwehr in kleineren Orten jedem bekannt. Auch das fordert ein entsprechendes Benehmen – auch wenn man „privat“ unterwegs ist!

    Ich bin überzeugt, wenn wir in der Öffentlichkeit ein anderes Ansehen haben, sind die Personalsorgen innerhalb kürzester Zeit vergessen.
    Ich kenne ehrenamtliche Feuerwehren, die zu jeder Zeit – auch tagsüber – mit einem nahezu voll besetzten Zug ausrücken!!

    Geza

  3. Harald am 4. Juli 2008 13:33

    @ Geza: Du hast völlig recht.

    JEDER Feuerwehrangehörige ist für die Öfka seiner Feuerwehr mitverantwortlich. Leider denken einige Kameradinnen und Kameraden nicht so weit. Hier hatte ich auch schon einige Diskussionen mit Kameraden.

  4. Der Lars am 4. Juli 2008 13:35

    Das jeder FM Beamter ist wenn er im Dienst der Gemeinde steht ist nicht undbedingt korrekt. Es gibt genug Bundesländer wo dies nur wenige Führungskräfte werden. Und auch haben manche Ordnungsämter weniger rechte als nicht-Ehrenbeamtete-Feuerwehrleute. Siehe RLP.

  5. Geza am 4. Juli 2008 18:15

    @ Der Lars: keine Ahnung, wie das in den Bundesländern geregelt ist. Da aber in allen Bundesländern die Feuerwehr hoheitliche Aufgaben übernimmt, müssen die Feuerwehrangehörigen mindestens für die Zeit des Einsatzes als Beamte gelten. Führungskräfte werden zu Ehrenbeamten auf Zeit ernannt. Das sind sie dann auch ohne Unterbrechung bis sie aus diesem Status wieder entlassen werden.

    Das ist aber nur ein Bruchteil von dem, was ich in meinem Beitrag verdeutlichen wollte. Viel mehr geht es mir darum, dass vielen FA nicht klar ist, dass die Feuerwehr mehr als irgendein Verein ähnlich Sport-, Hunde- oder Kegelverein ist. Der Förderverein der Feuerwehr wird mit der Abteilung „Feuerwehr“ der Stadt oder Gemeinde verwechselt.
    Leider benehmen sich viele eher wie bei einem Verein mit Narrenfreiheit und dem Recht, mit roten Autos durch die Gegend fahren zu dürfen.

    Wieso sehen es die FA nicht ein, dass die Feuerwehr neue Leute braucht und dass man sich entsprechend benehmen muss (und nicht die Genitalien der Neuen anmalen)?

    Wieso sehen es die FA nicht ein, dass die Feuerwehr die Steuergelder der Bürger braucht. Und dass jeder Einzelne als verantwortungsvoll und pflichtbewusst gelten sollte und nicht als besonders trinkfest?

    Wieso sehen es die FA nicht ein, dass die Feuerwehr nicht mit feuerwehrfremden Arbeiten den örtlichen Unternehmen ihre Existenzgrundlage entziehen sollte, sondern in ihren Aufgabenbereichen Kompetenz ausstrahlen und einen aktuellen Ausbildungsstand in der kompletten Mannschaft aufweisen können soll?

    Wieso sehen es die FA nicht ein, dass Öffentlichkeitsarbeit anders aussieht als das:
    http://www.feuerwehrpresse.de/prkritik.html

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