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Heute Abend berichtete die SWR-Sendung "Ländersache" über einstürzende Supermärkte während Bränden. Anlass war vermutlich ein Vorfall in Ludwigshafen vor einigen Wochen. Ursache ist die einfache Bauweise mit Nagelplattenbindern.
Im Bericht wurden auch einige Bilder und Videos gezeigt die ich schon öfters gesehen habe. Beispielsweise das Video aus

Berlin bei dem sich der Angriffstrupp gerade noch vor den Flammen in Sicherheit bringen können oder Bilder aus Krefeld. Als Quelle wurde das "Institut der Feuerwehr NRW" genannt.
Einzige Neuigkeit für mich war dass auf politischer Ebene derzeit eine gesetzliche Änderung im Gange ist. Details wurden leider nicht genannt.

Kommentare

Keine Kommentare bislang zu “Einsturz von Supermärkten während Bränden – Bericht in TV” (davon )

  1. Philipp am 11. Juli 2008 06:12

    Das liegt aber auch an den entsprechenden Baurichtlinien, die für solche Gebäude gelten. Denn durch die ist es überhaupt erst möglich, die Gebäude auch in dieser Ausführung zu bauen.
    Wobei es nicht zwigend an den Nagelplattenbindern liegt, das kann ja auch als Rahmentragwerk ausgeführt sein. (wobei da Nagelplattenbinder iirc auch als Rahmentragwerk gilt) Hauptsache schnell und billig zu bauen.

  2. maos am 11. Juli 2008 15:29

    Wilkommen in Deutschland!
    Nach dem Eishalleneinsturz in Bad Reichenhall wurden überall die Schneelasten deutlich erhöht. Deshalb darf ich seit zwei Jahren bei jedem neuen Gebäude Sparren mit total übertriebenen Querschnitten einbauen. Nur komisch, dass im Winter 05/06 KEIN EINZIGES Satteldach eingestürtzt ist. Aber hauptsache ist ja, man erlässt total unsinnige Verordnugen.
    Aber Supermärkte können bei Bränden einstürzen wie sie wollen, die Verordnungen bleiben wie sie sind. Die Herren an den Schreibtischen verlieren in meinen Augen immer mehr den Blick für die Realität. Zeit, dass diese Leute mal raus auf die Baustelle geschickt werden, damit sie sehen, was für einen Mist sie eigentlich fabrizieren…

  3. Harald am 11. Juli 2008 21:23

    @ Maos: Demnächst wird bei uns ein neuer Einkaufsmarkt eröffnet. Über dessen Dachkonstruktion brauche ich wohl nichts zu sagen. Altbekannte Methode.

  4. webflog am 12. Juli 2008 10:05

    Die Märkte in dieser Bauweise sind ganz klar so geplant, dass diese im Falle eines fortgeschrittenen Brandes einstürzen werden. Wenn sich die Feuerwehren daran halten, im Falle eines fortgeschrittenen Brandes das Gebäude nur noch über einen Außenangriff zu löschen, dürfte niemandem etwas passieren.
    Die Mitarbeiter sind geschult, dass die sofort alle Kunden aus dem Markt führen, wenn ein Brand im Verkaufsraum entdeckt wird. Die Lagerräume sind mit Rauchmeldern ausgestattet, welche eine Alarmierung an den Kassen auslöst. So kann auch hier eine Zeitnahem Räumung des Gebäudes statt finden.
    Es ist natürlich ganz klar auf eine günstige und schnelle Bauweise abgestimmt. Mir ist aus den Medien und Fachzeitschriften aber noch kein Personenschaden bei einem Brand in einem dieser Märkte bekannt.
    Nach Hessischer Bauordnung sind es Gebäude der Gebäudeklasse 3 und somit kann die Dachkonstruktion, wie eigentlich bei jedem Wohnhaus normal entflammbar (B2) ausgeführt werden, also haben wir eine Feuerwiderstandsdauer von F0.

    Dies soll allerdings nicht bedeuten, dass ich diese Bauweise gut finde.

  5. Harald am 12. Juli 2008 13:47

    Wenn KEINE Personen mehr im Supermarkt sind ist eine Ausbreitung des Brandes auf weitere Gebäude usw. zu verhindern.

    Zwar sind die meisten Supermärkte dieser Art freistehende Gebäude. Aber ich kenne ein anderes Beispiel. Dieser Supermarkt steht schon mehrere Jahre lang und grenzt direkt an eine Tankstelle und an eine Gärtnerei.

  6. Philipp am 13. Juli 2008 09:57

    @Maos: Wobei mir jetzt noch nicht klar ist, ob das eine direkte Folge von Bad Reichenhall ist, oder ob das einfach nur zeitlich so gefallen ist. (Also die Erhöhung der Schneelasten).
    Wobei bei normalen Häusern diese hohen Sparren vor allem für die Dämmung eingebaut werden, geht man ja von etwa 30cm Dämmung aus.

    Auch interessant:
    http://de.wikinews.org/wiki/Dach_eines_Lidl-Discounters_unter_Schneelast_eingestürzt

  7. maos am 13. Juli 2008 14:57

    Ich bin mir fast sicher, dass die Schneelaste in Folge des Winters 05/06 erhöht wurden. Es stürzte ja nicht nur die Halle in Reichenhall ein, sondern auch einige weitere Reit- und Lagerhallen. Soweit ich mich erinnern kann, stürtzte auch das Dach eines Supermarktes ein, der allerdings noch rechtzeitig geräumt wurde.
    Es ist mir ganz klar, das die Querschnitte auch für die Dämmungsdicken erhöht wurden (ich bin vom Fach ;) ), aber wenn man seit neustem Sparren mit einem Queerschnitt von 16/20 einbauen muss, dann muss ich mich schon fragen. Auch die Pfetten nehmen immer größere Dimensionen an. Wie gesagt, für mich total unsinnig.

  8. Philipp am 13. Juli 2008 15:38

    Ich guck mal, ob ich dazu irgendwelche Quellen finde, es würde mich aber wundern, wenn man durch Bad Reichenhall als Schnellschuss die Schneelasten hochsetzt, denn du hast ja bis jetzt schon 30% Reserve im Holz und dann nochmal 35-50% in der Belastung. Mal gucken.

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