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(sc) Weil er ohne Absprache mit einem Notarzt wiederholt Patienten schmerzstillende bzw. Blutdruck senkende Medikament spritze ist ein 42-Jähriger Rettungsassistent in Rheinland-Pfalz vom Deutschen Roten Kreuz fristlos entlassen worden. Der Entlassene hat nun klage vor dem Arbeitsgericht eingereicht. [Mehr dazu bei der Rhein-Zeitung]

Kommentare

Keine Kommentare bislang zu “RA nach Kompetenzüberschreitung gefeuert” (davon )

  1. t0bias am 21. Juli 2008 12:01

    hmmm, das ist schon heftig … aber es wird seine Gründe haben warum ein Arzt studieren muss, oder? was wenn solch eine Spritze „mal nach hinten losgeht“? Dann wird er wohl auch entlassen und im worst case musste jemand den Irrtum mit dem Leben bezahlen…

  2. cornettonuss am 21. Juli 2008 12:33

    Der Einsatz von Antihypertonika und Analgetika ist definitiv den erweiterte Maßnahmen zuzuschreiben. Sollte man tatsächlich keine 15 Minuten auf den Arzt warten können um diese zu verabreichen, dann sollte zumindest eine über die Leitstelle vermittelte Rücksprache mit dem Arzt erfolgen, alles andere ist *mutig*. Denn was beim assistieren 1000 mal gut geklappt hat, kann auch schnell schief gehen.

  3. Philipp am 21. Juli 2008 12:43

    Jup. Denn die erwähnte Notkompetenz greift ja eigentlich nur dann, wenn ein Notarzt angefordert bzw. unterwegs ist. Abgesehen davon streiten sich ja schon seit Jahren die Gelehrten, ob und wenn ja wie ein RA Analgetika geben darf.

    Wobei das ja auch von Landkreis zu Landkreis und von Arzt zu Arzt unterschiedlich gehandhabt wird. Bei uns in der ländlichen Region sind da die Ärzte ganz zugänglich, wenn sie den RA schon länger kennen.
    Und hier wurde durch den ÄLRD ein Algorythmus zur Dormicum-Gabe für RAs (ohne Arzt vor Ort, aber auf Anfahrt) entwickelt, der wurde auch sehr gut aufgenommen.

  4. Der Lars am 21. Juli 2008 12:50

    Mahlzeit! Der betroffene RA kommt von unserem Nachbarbezirk. Die obigen Maßnahmen sind hier aber eigentlich Gang und Gebe, von daher ist es für niemanden nachvollziehbar warem er denn „gegangen wurde“.

  5. galaxyquest am 21. Juli 2008 12:56

    @Der Lars Sollte vllt. ein Exempel statuiert werden? Oder gab es Knatsch in der R-Wache? Vllt. ist es auch so wie im normalen berufsleben: Wenn man jmd. loshaben will, kriegt man ihn auch los.

  6. Der Lars am 21. Juli 2008 18:33

    Das ist ja eben dass was sich keiner erkläen kann. Es gab vorher weder Theater noch Streit unter Kollegen oder Vorgesetzten – zumindest hat kein Mensch etwas gesagt. Auch die invasiven Maßnahmen sind hier üblich und vom ÄLRD grundsätzlich abgesegnet. Wer die nördlichen Rettungsdienste in RLP kennt, weiß auch wie lange es dauern kann bis ein NA da ist, gerade wenn mal wieder überall alles schief geht – und trotzdem machen die Kostenträger ncohd ruck und wollen aktuell unseren Standort streichen….. Die nächsten drei NEF würden 8, 11 und 12 Minuten brauchen, sofern die denn überhaupt verfügbar wären.

    Meine aktuelle Vermutung ist dass die Vorgesetztena uf grund der Masse an Beschwerden hier zum Handeln gezwungen war. Da kann man nur auf die – sonst sehr weise entscheidenden – Koblenzer Gerichte hoffen.

  7. Der Lars am 22. Juli 2008 16:33

    Der ÄLRD kann aber für seinen Handlungsbereich bestimmen mit welchen Lehrgängen, welcher Erfahrung und unter welchen Vorraussetzungen er was für wen zulässt – oder eben auch nicht. Denn dass die Notkompetenz von jedem anders gesehen wird, dürfte allgemein bekannt sein. So lässt sich wenigstens eine einigermaßen rechtssichere Grundlage für die jeweiligen Situationen schaffen.

    Und ob seine entscheidungen ratsam waren oder nciht, werden schlussendlich die Koblenzer Richter entscheiden.

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