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(cl) Heute (21.07.) vor genau einem Jahr kam es in San Pablo Kalifornien zu einem Brand in einem Wohnhaus. Bei diesem Feuer starben die beiden Bewohner des Hauses und 2 Feuerwehrleute. Jetzt wurde der Untersuchungsbericht zu diesem Vorfall veröffentlich und dieser zeigt auf das vom Moment der Feuermeldung an einiges schief lief.

Verspätete Alarmierung
Die Meldung des Brandes traf zuerst bei einem privaten Sicherheitsunternehmen ein. Der Mitarbeiter dieser Firma informierte die Leiststelle. Allerdings nicht über die 911-Notrufleitung sondern über eine normale Leitung. Ausserdem ewähnte der Sicherheitsmensch zu keinem Zeitpunkt dass das Haus brannte obwohl der Bewohner ihm diesvorher mitteilte. Er sprach nur von einem automatsichen Feueralarm. Aus diesen Gründen rutschte der Anruf nach unten auf der Prioritätenliste und die erste Einheit wurde erst knapp 10 Minuten nach dem Eingang der Meldung alarmiert. Diese Einheit war auch nicht die dem Brandort nächst gelegene. Die nächst gelegene wurde zu keinem Zeitpunkt alarmiert.

Unterbesetztes Löschfahrzeug
Das ersteintreffende Löschfahrzeug war nur mit 3 Feuerwehrleuten besetzt. Diese bekamen vor Ort die Meldung von vermissten Personen im Gebäude. Der Captain des Löschfahrzeugs wurde Teil des Angriffstrupps und übergab vorher das Kommando an eine Einheit die gar nicht alarmiert war. Das führte dazu dass alle anschließend eintreffenden Einheiten führungslos den Einsatz für sich selbst abarbeiteten. Als der Angriffstrupp vermisst wurde war noch kein Sicherheitstrupp (R.I.T.) in Bereitschaft.

Falsche Belüftung
Eine Einheit begann mit der Überdruckbelüftuung des Gebäudes ohne dass vorher eine Abluftöffnung geschaffen wurde. Kurz nach Beginn der Lüftungsmaßnahmen wurde die Intensität des Feuers größer und es ereignete sich ein Backdraft. Dies wird als ursächlich für das Verschwinden der Feuerwehrleute angesehen.

Mangelnde Erfahrung
Aufgrund von Änderungen in der Personalstruktur des Fire Departments hauptsächlich durch Pensionierung von langgedienten Einsatzkräften hatte ein Drittel der eingesetzten Kräfte weniger als 5 Jahre Einsatzerfahrung.

Der Bericht führt auch Maßnahmen (über 100!) auf um einen solchen Unfall in Zukunft unwahrscheinlicher werden zu lassen. z.B.: Mehr und intensiveres Training und Erhöhung der Minimalbesatzung für ein Löschfahrzeug auf 4 Feuerwehrleute.

Alles in Allem deckt der Bericht zahlreiche Mängel in der Organisation und den Abläufen im Fire Department auf die sehr stark von Budgetkürzungen der letzten Jahre beinflußt waren und sind.

Zusammenfassung durch Mercury News mit Aufzeichnung des Funkverkehrs
Bericht im .pdf-Format
Contra Costa County Fire Protection District

Kommentare

Keine Kommentare bislang zu “Viele Fehler – katastrophale Folgen” (davon )

  1. Cimolino am 21. Juli 2008 22:25

    Hallo,

    und nun vergleiche man mal die Taktiken, die so bei uns immer noch an viel zu vielen Orten gefahren werden…
    – unterbesetzte Erstangriffsfahrzeuge
    – Trupp-TLF als Erstangreifer
    – VRW/VLF usw.

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