Team | AGB | Impressum | Datenschutzbestimmungen | Kontakt | Bilder | Facebook | Twitter | Werben im FWnetz

Moin, Moin,

vor ca. einer Woche hatte ich hier noch von einem vermeintlichen Kokainfund berichtet, der bei uns einen stundenlangen, arbeitsintensiven GSG-Einsatz nach sich zog.

Damals war die Rede von 4kg Kokain, die in einem Gefahrstoffcontainer versteckt sein sollten.
Dabei entstand auch eine kleine Diskussion im Blog, wie die Poliez auf den Fund kam (ist leider verschwunden). Auf diese Frage und auch auf den Einsatz wirft jetzt ein Zeitungsartikel ein gänzlich anderes Licht.

Der Fund war ein Zufallsfund im Rahmen einer Routinekontrolle und war in Wirklichkeit gar kein Kokain.

So schreibt die Recklinghäuser Zeitung in ihrer morgigen Ausgabe:

Von dort kam jetzt die „Entwarnung“: „Die Typisierung hat ergeben, dass es sich bei dem Stoff nicht, wie zunächst angenommen, um ein Betäubungsmittel handelt“, erklärte Michael Franz. Laut Untersuchungsergebnis hatte der Laster eine chemische Substanz namens Cyasorb geladen – ein UV-Stabilisator, der vor allem im kunststoffverarbeitenden Gewerbe eingesetzt wird.

Der vermeintliche Drogenfund hat sich somit als harmloser, wenn auch giftiger Chemikalientransport entpuppt, der allerdings völlig korrekt deklariert war. Polizeisprecher Franz: „Wir sind angesichts der auffälligen Art der Lagerung auf Nummer sicher gegangen. Im Nachhinein hat sich gezeigt, dass alles ordentlich verlaufen ist. Da kein Straftatbestand vorliegt, sind die Ermittlungen eingestellt.“

Der verdacht auf den vermeintlichen Kokainfund näherte sich durch den BTM-Schnelltest, den die Polizei vor Ort durchführte und der positiv anschlug.

„Der sofort durchgeführte Betäubungsmittelschnelltest hat auf Kokain reagiert“, bestätigte Polizeisprecher Michael Franz auf Anfrage der RZ den Vorfall, der sich bereits am Mittwochnachmittag vergangener Woche ereignet hat.

Bleibt das Fazit: Viel Theater um eigentlich nichts….zumal die Ladung vorbildlich gesichert war.

Hier noch einmal der gesamte Zeitungsartikel:

Weißes Pulver gibt der Polizei Rätsel auf
RECKLINGHAUSEN.

(kg) Bei einer Routinekontrolle auf der A2 ist Beamten der Autobahnpolizei ein Gefahrguttransporter aufgefallen: Inmitten der Ladung aus festen Stoffen entdeckten die Polizisten eine größere Menge eines weißen Pulvers. Womöglich Kokain? –

Mit Unterstützung der Recklinghäuser Polizei und der Feuerwehr wurde der Laster aus Dortmund aus dem Verkehr gezogen und zur genaueren Untersuchung vom Rastplatz Hohenhorst auf den Hof eines Abschleppunternehmens im Stadtteil König Ludwig gebracht. Feuerwehrleute, gehüllt in Chemie-/Strahlenschutzanzüge, stellten das Pulver sicher. „Der sofort durchgeführte Betäubungsmittelschnelltest hat auf Kokain reagiert“, bestätigte Polizeisprecher Michael Franz auf Anfrage der RZ den Vorfall, der sich bereits am Mittwochnachmittag vergangener Woche ereignet hat.

Zur exakten Bestimmung des verdächtigen Stoffes – gefunden wurden insgesamt 3,8 Kilo – schickten die Kripobeamten das Pulver zum chemischen Untersuchungsamt nach Münster.

Von dort kam jetzt die „Entwarnung“: „Die Typisierung hat ergeben, dass es sich bei dem Stoff nicht, wie zunächst angenommen, um ein Betäubungsmittel handelt“, erklärte Michael Franz. Laut Untersuchungsergebnis hatte der Laster eine chemische Substanz namens Cyasorb geladen – ein UV-Stabilisator, der vor allem im kunststoffverarbeitenden Gewerbe eingesetzt wird.

Der vermeintliche Drogenfund hat sich somit als harmloser, wenn auch giftiger Chemikalientransport entpuppt, der allerdings völlig korrekt deklariert war. Polizeisprecher Franz: „Wir sind angesichts der auffälligen Art der Lagerung auf Nummer sicher gegangen. Im Nachhinein hat sich gezeigt, dass alles ordentlich verlaufen ist. Da kein Straftatbestand vorliegt, sind die Ermittlungen eingestellt.“

Die Cyasorb-Lieferung, die für eine Firma im Chemiepark Marl bestimmt war, soll inzwischen, wenn auch mit einiger Verspätung, dort eingetroffen sein.

29.07.2008 | Quelle: Medienhaus Bauer

Kommentare

2 Kommentare zu “Schein und Sein” (davon )

  1. Leuthi am 30. Juli 2008 19:10

    und mal wieder der Strahlenschutzanzug wird wohl nie aus den Zeitungen verschwinden ; )

  2. Polizei Infos » Blog Archive » Re: Angst - Polizei darf auf Verbindungsdaten von Jo… am 2. August 2008 03:03

    […] straftäter sind diese jetzt schuldig oder nicht > > informanten wenn sie journalisten kontaktieren > > Ich […]

Bottom