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Das Thema „Feuerwehr-Führerschein“ wurde in der Vergangenheit schon häufiger diskutiert. Jetzt fordert der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund eine spezielle Fahrerlaubnis für Wehrleute oder die Möglichkeit mit einem Autoführerschein Feuerwehrfahrzeuge bis 4,25 Tonnen Gesamtgewicht bewegen zu dürfen.

Aufgrund der neuen Fahrerlaubnisklasse B dürfen Feuerwehrleute, die ihren Feuerschein ab dem Jahr 1999 erworben haben, nur noch Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen fahren. Fast alle Feuerwehrfahrzeuge sind jedoch schwerer. Der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund fordert daher den Bund und das Land Niedersachsen auf, einen Feuerwehr-Führerschein einzuführen oder zumindest dafür zu sorgen, dass Feuerwehrfahrzeuge bis 4,25 Tonnen mit dem Pkw-Führerschein gefahren werden dürfen.
Berthold Ernst, Geschäftsführer des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, sieht in naher Zukunft die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren mit großer Sorge: „Den Feuerwehren gehen die Fahrer aus. Selbst kleine Feuerwehrfahrzeuge dürfen mittlerweile nur noch mit dem Lkw-Führerschein bewegt werden. Den hat aber kaum ein Feuerwehrangehöriger. Die Sicherheit der Bürger hat erste Priorität. Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Feuerwehrleute schnell zum Brandeinsatz kommen und Leben retten können. Dafür brauchen wir genügend Fahrer. Der Bund und das Land Niedersachsen müssen die Kommunen hier unterstützen“, erklärte Ernst heute in Hannover.
Die Kosten von mehreren tausend Euro für den Erwerb von Lkw-Führerscheinen durch Feuerwehrleute müssen derzeit von den Städten und Gemeinden getragen werden, die nicht in der Lage sind, diese Kosten auf Dauer zu finanzieren.
Das Land Bayern hat daher schon eine Bundesratsinitiative beschlossen, damit Feuerwehrautos bis 4,25 Tonnen auch weiterhin mit dem Pkw-Führerschein gefahren werden können. Der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund fordert das Land Niedersachsen zur Unterstützung dieser Bundesratsinitiative auf. „Sollte diese Initiative keinen Erfolg haben, so brauchen wir einen speziellen Feuerwehr-Führerschein, wie in Österreich, damit die Feuerwehr auch weiterhin die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger garantieren kann“, so Ernst.

Quelle: Pressemitteilung Niedersächsischer Städte- und Gemeindebund

Kommentare

4 Kommentare zu “Niedersächsischer Städte- und Gemeindebund fordert Feuerwehr-Führerschein” (davon )

  1. Robert Sims am 1. September 2008 19:24
  2. Jens Fischer am 1. September 2008 19:56

    Die Gemeinden wollen nur Geld sparen und erhöhen dafür lieber das Risiko für die Maschinisten der entsprechenden Fahrzeuge, die auf Golf IV gelernt haben und dann brav das 4,25t Auto fahren dürfen. Ganz tolle idee um eine nachhaltige Führerscheinplanung und Finanzierung zu vermeiden.

  3. hannibal am 2. September 2008 05:47

    Auch hier wiederhole ich mich gerne.
    Jeder der den Ösi Feuerwehrführerschein in Betracht zieht soll sich darüber mal schlau machen…

    Ich hoffe das sich der Niedersächsiche Feuerwehrverband nicht genau so zum Horst macht wie seine Kollegen aus Bayern und sich für solchen Hanbüchenen Scheißdreck vor den Karren spannen lässt.

  4. Philipp am 3. September 2008 00:19

    Und wie schon bei dem letzten Beitrag dazu stelle ich wieder die Frage in den Raum, wieviele Fahrzeuge mehr man damit Fahren darf. Mir fällt adhoc dazu nur ein TSF ein. Der Rest dürfte selbst für diesen Führerschein zu schwer sein.

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