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(iw) Kann jemand helfen? Endlosschlingen, Stropps, Zurrgurte usw. sind mit diesen längs verlaufenden Nähten versehen, die die Belastbarkeit anzeigen. Zwar kann man das auch auf dem aufgenähten Etikett ablesen, aber ich wüsste gerne obe es sowas wie eine Faustregel gibt? Ich meine ja, bin aber ein bisschen verwirrt, ob diese bei kleinen und großen Seilen / Gurten unterschiedlich sind. Weiss hier jemand mehr?

Kommentare

8 Kommentare zu “Kennzeichnung von Schlingen?” (davon )

  1. Ulrich Wolf am 18. September 2008 12:18

    Wikipedia?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Bandschlingen
    Zum Beispiel…

  2. Carlo Schepers am 18. September 2008 13:11

    Im Durchschnitt haben die für den Klettersport geeignet Schlingen die häufig für die Feuerwehr verwendet werden ca. 20 kN. Das entspricht ungefähr 2000 kg Zugbelastung.

  3. Jannis Wiese am 19. September 2008 12:48

    Die längs verlaufenden Nähte spielen auch ne Rolle, wurde uns glaube ich mal erzählt. 3 Nähte = 30kN?

  4. JochenPetz am 19. September 2008 15:28

    Gemäß Norm (EN 566 und UIAA-104) beträgt die Mindestbruchkraft von genähten Bandschlingen 22 kN. Streifen auf dem Bandmaterial haben für die Bruchkraft der Bandschlinge keine Bedeutung. Die UIAA-Norm verlangt darüber hinaus noch, dass die Nähte in einer Kontrastfarbe ausgeführt sind. Dadurch lassen sich Abnutzungen leichter erkennen.

    Quelle: http://de.wikibooks.org/wiki/Klettern/_Seile_und_Schlingen#Bandschlingen
    Link: http://www.theuiaa.org/upload_area/cert_files/UIAA104_Slings01-2004.pdf

  5. Ulrich Wolf am 19. September 2008 17:10

    Lt. Wikipedia sind die Längsstreifen zur Angabe der Arbeitslast da. Je Streifen 500 daN. 3 Streifen = 1500 daN. Bruchlast und Arbeitslast sind 2 Paar Schuhe. Allerdings sollte man bei Wikis immer etwas vorsichtig sein…Vor Allem ist der Umgang und Zustand der Schlingen zu beachten. Interessant ist auch die Belastbarkeit von Knoten im Zusammenhang von Schlingen, falls keine Vernähten verwendet werden oder solche mittels Knoten verkürzt sind.

  6. JochenPetz am 19. September 2008 21:10

    Einen sehr schönen Artikel über Knoten und ihre Auswrikung auf das verknotete Material gibt’s im DAV-Panorama, der Zeitschrift des Deutschen Alpenvereins:
    Link: http://alpenverein.de/template_loader.php?tplpage_id=165&id=1284&mode=details#listEntry1284
    Runterscrollen bis zum pdf Sicherheitsforschung: Knotenfestigkeit

    Mein letzter Stand der Dinge bzgl. Bandschlingen ist, dass die Anzahl der Nähte nichts mehr aussagt. Die EN 566 hab ich aber leider nicht vorliegen.

  7. Ulrich Wolf am 19. September 2008 22:18

    @JochenPetz: In dem von Dir verlinkten Artikel (04/2007) ist die kennzeichnung mittels dieser Kennfäden noch beschrieben. Dort spricht man von Mindestfestigkeit. 3 Fäden = 15 kN. Es könnte aber trotzdem sein, dass sich das inzwischen geändert hat. Jedenfalls ist es trotzdem lesenswert. Ich denke, bei Feuerwehrs wird eh die vernähte und genormte Schlinge verwendet und da ist ja dann das Etikett eingenäht. Von der geknoteten Schlinge gehen, glaube ich, inzwischen  auch die Bergsportler wieder weg. Sicherheit geht vor!

  8. Jojo 93 am 28. September 2008 09:05

    Alte Regelung war wie Ulli sagte von einigen Herstellern 5000 DaN / pro Streiefen statische Tragfähigkeit.

    Bruchlastreduzierung durch Knoten um ca. 50%.

    Aussonderung nach Herstellervorgaben  oder BGI 826: Ablegereife:

    Verbindungsmittel: 4 bis 6 Jahre
    Auffanggurte: 6 bis 8 Jahre
    (Zeiträume gelten auch für nicht genutzte PSA gegen Absturz

    Wenn du keine Kennzeichnung daran hast, die Du erkennen kannst mußt Du aus Sicht Arbeitssicherheit eindeutig aussondern.

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