Team | AGB | Impressum | Datenschutzbestimmungen | Kontakt | Bilder | Facebook | Twitter | Werben im FWnetz

(iw) Als festen Vorsatz habe ich noch für dieses Jahr eine sachliche Auseinandersetzung – nennen wir sie mal Einarbeitung – mit dem Digitalfunk vor. Wobei zwei Kriterien unabhängig vom Wissenstand sind: einerseits die Datenübertragungsrate (schlägt knapp einen Akustikkoppler), und zweitens geeignete Geräte.

Letzere Meinung wieder bestärkt durch den Empfang einer von einer PR-Agentur lieblos schrotflintenmässig abgesetzten PR-Meldung. Neuartige, geeignete Geräte für den BOS-Bereich werden da angepriesen.

Ich habe bislang nichts anderes als diese Dinger hier, oder ähnliches gesehen. Das sind die Geräte, mit denen die behandschuhte Hand 10 Tasten gleichzeitig bedienen kann. Übrigens auch ein Grund, warum zumindest der 2m-Funk auf Jahrzehnte hinaus erhalten bleiben dürfte.

Das nur mal so nebenbei. Liebe PR-Agenturen bzw. liebe Kunden der PR-Agenturen, so wird das nix. 1:1 daraus einen redaktionellen Beitrag zu stricken ist eh so eine Sache, aber das Verneinen fällt mir hier nicht besonders schwer.

Kommentare

22 Kommentare zu “Digitalfunk, argh” (davon )

  1. Daniel am 21. Oktober 2008 15:08

    Hoffentlich gibt es in der Zukunft weiterhin diesen großen Knopf: eindrücken – sprechen – loslassen ;-)

  2. Hans Beyer am 21. Oktober 2008 15:21

    @Daniel: Ja – ich denk das wird es weiter geben. Nur das Problem ist das mit den gesteigerten Möglichkeiten, die der DF bietet, auch ein vermehrtes Benutzen anderer Bedienelemente einhergehen wird, was wiederum zum beschriebenen Problem führt..

  3. Daniel am 21. Oktober 2008 15:38

    Habe ich das eigentlich richtig verstanden, dass man dann theoretisch mit jedem FuG in jeden Funkkreis sprechen kann? Das wird doch sicher auch zu Problemen führen, z.B. wenn ein Gerät in die „falschen“ Hände kommt. Hat da jemand genaue Informationen, wie das Funknetz aufgebaut sein wird?

  4. Philipp am 21. Oktober 2008 15:59

    Also soweit ich das bei uns mitbekommen habe, wird, analog wie jetzt mit den alten Analogen, eine reihe von Funkkreisen definiert und einprogrammiert, z.B. Kreisweit 1-10 und dann den jeweiligen Gemeinden oder Städten ein Kanal zugewiesen.

    Und zumindest in Hessen läuft, mWn, auch die Ausschreibung für feuerwehroptimierte HRT. Ob es da was gibt, keine Ahnung.

  5. Geza am 21. Oktober 2008 16:43

    Alle Vermutungen, was wie sein soll oder sein wird sind komplett Spekulation!
    …und wer sich an der Bedienung mit kleinen Tasten stört, hat vermutlich keine 2m Geräte von Motorola (nein, die Lautstärke wird nicht an dem Drehregler verstellt, sondern an den Tasten!).

  6. Irakli West am 21. Oktober 2008 16:52

    Die Kommentare (nicht bös gemeint) zeigen klar, dass etwas Aufklärungsarbeit nötig ist, um die Diskussion auch fundiert laufen zu lassen :)

    @geza dann bin ich eben kein Freund von Motorola…bzw. den Geräten die Du meinst.

  7. azo am 21. Oktober 2008 17:16

    Wie ist es eigentlich bei den Feuerwehren im Ausland die den Digi-Funk schon haben? Haben die auch ihre analogen 2m Geräte behalten?
    Ich glaube zumindest, das die Feuerwehren in England nur noch Digi Funkgeräte haben.

  8. Fabian Funk am 21. Oktober 2008 17:47

    Zumindest für BaWü ist m.W. (Gott sei Dank) vorgesehen nur den 4-Meter-Bereich durch TETRA zu ersetzen. Der Einsatzstellenfunk soll weiterhin analog bleiben.

  9. Philipp am 21. Oktober 2008 18:19

    Also in Hessen gibts auch nur noch digital, die 2m Geräte werden wegfallen.

  10. Geza am 21. Oktober 2008 23:24

    @ Irakli: ich bin auch kein Freund von Motorola – wir haben und für diese Geräte wegen dem Ohrhöreranschluss entschieden. Ich bin mit dieser Entscheidung inzwischen nicht mehr glücklich, da man die Leute, die die Lautstärke der Geräte verstellen können, an einer Hand abzählen kann. Es ist unfassbar, was den Feuerwehrleuten nach TR-BOS zugemutet wird!

    @ Philip: ist ja sehr interessant! Wo hast du diese Infos her? Ich habe genau das Gegenteil erfahren. Quelle: HMdI

  11. ffsto1 am 22. Oktober 2008 08:43

    Solange die kleinen Tasten euer einziges Problem ist, is ja alles gut oder ;-)
    Ich hab da viel mehr Angst davor wenn ich mal wieder keinen Kontakt mit meiner Atemschutzüberwachung bekomme weil entweder auf dem 2m (anaolge) Kanal zuviel und ohne funkdisziplin los ist oder kein Empfang mehr habe.
    Was ich bis heute nicht begreife ist das jedes Babyfon oder „Funkgerät“ aus dem Discounter eine höhere Reichweite hat als unsere ollen 2m Geräte. Okay den technischen Hintergrund weiß ich natürlich aber warum machen die Entscheidungsträger an dieser Stelle nichts?
    Vielleicht bin ich ja der einzige, aber ich bin der Meinung das wir in D eher eine bessere Technik für die Einsatzstelle bräuchten als Tetra was dann auch noch absehbar ist die ersten 5 Jahre oder mehr nicht funktioniert wie es so Werbewirksam versprochen wurde. Da kommen mir doch parallen zur Einführung des LKW-Maut system.

  12. Philipp am 22. Oktober 2008 12:28

    @Geza: Weil die Frequenzen für 2010 gekündigt sind? (Und laut Aussage unseres SBI gillt das für den ganzen Kreis bzw. ganz Hessen)
    Mal abgesehen davon liegt darin auch noch einiges an Chaos-Potential. Stell dir mal vor, deine FW hat auf Digital umgerüstet und ihr fahrt überörtlich wohin. Die haben aber nur analoge Technik.

    Beides zu bevorraten finde ich aber genauso schlecht.

  13. Fabian Funk am 22. Oktober 2008 19:42

    @ffsto1
    Das Problem der Kanalüberlastung löst auch TETRA nicht! Dafür brauchts schlichtweg eins: Funkdisziplin und ein Kommunikationskonzept.

  14. SiBe_Harald am 22. Oktober 2008 21:00

    @Geza:
    Die Frequenzen sind 2010 nicht gekündigt!
    Richtig ist, dass die „Frequenzen zurückgegeben werden, wenn sie nicht mehr gebraucht werden“. Das ist eine Info der Bundesnetzagentur.
    Die Behauptung wird immer wieder verbreitet, um den Druck zur Umstellung zu erhöhen.

    Fakt ist: Bis 2010 werden „noch nicht alle BOS aller Bundesländer“ vollständig auf den Digifunk umgestellt haben. Daher können die Frequenzen auch nicht andere Bedarfsträger abgegeben werden. Ob das 2015, 2018 oder 20?? erfolgt, kann ich derzeit „in meinem Kaffeesatz“ nicht erkennen. ;-)

  15. ffsto1 am 23. Oktober 2008 07:26

    @Fabian
    doch das Problem der Kanalüberlastung ist besser in den Griff zu bekommen da mehrere Gespräche Gleichzeitig möglich sind.
    Natürlich nicht beliebig viele, aber mehr wie 1 Kanal und ein ausweichkanal sind technisch gar kein Problem. Das liegt daran das Tetra mit GSM stark verwandt ist. Somit kommt es dann auf die einzelen Funkzellen an wieviele Gespräche gleichzeit möglich sind und natürlich was der Netzadmin erlaubt.
    Aber mit Funkdisziplin und Konzept könnte man wenigstens die Zeit bis Tetra in der höchsten Stufe läuft überbrücken.

    Für alle die mehr wissen wollen hier bei wikipedia wird die Technik recht gut erklärt:
    http://de.wikipedia.org/wiki/TETRA

  16. Fabian Funk am 23. Oktober 2008 09:07

    @ffsto1
    Wenn ich das mal im Kopf so durchgehe habe ich allein an FW-Kanälen im 2-Meter-Band deren 4, notfalls gibts nach wie vor noch alte KaTS-Kanäle wenn dann noch ein vernünftiges Kommunikationskonzept dazukommt ist der analoge 2-Meter-Funk in meinen Augen immer noch besser als ein nicht vollständig erprobtes und ausgebautes Digitalfunknetz über dessen Technik ich immer mehr negatives aus dem Ausland lese (z.B. die Meldungen der Polizeigewerkschaft aus England, oder die Tatsache dass das Phoenix FD seinen alten Analogfunk noch lange weiternutzen wird).

  17. Daniel am 23. Oktober 2008 09:14

    Ich hab da eine ziemlich gute Präsentation gefunden, welche die TETRA-Technik (möglichst werbewirksam) erklärt. Auf jeden Fall sehr interessant!

  18. Philipp am 23. Oktober 2008 11:31

    @SiBe_Harald:
    Ich hab mich jetzt mal schlau gemacht, die Frequenzen sind wohl nicht gekündigt, das stimmt, allerdings laut dem Frequenznutzungsplan der BNetzA: „Die Frequenznutzung enden nach Migration in das digitale Mobilfunknetz der BOS. Das Auslaufen der analogen Nutzungen wird im Rahmen eines Rückgabekonzeptes festgelegt. Dabei können auch Details, wie z.B. weitere Nutzung der analogen Kanaäle für Sonderanwendungen“- berücksichtigt werden.“

    Was ich dann so interpretiere, dass die Frequenzen, wenn die Umstellung auf Digitalfunk vollzogen wurde, freigegeben werden. Die Frage ist dann hier, ob dort auf einzelne Feuerwehren Rücksicht genommen wird. Ich denke eher nicht.

  19. ffsto1 am 23. Oktober 2008 14:59

    @Fabian
    so what? Allein GSM hat acht Kommunikationskanäle, Tetra soll viermal mehr haben, volle Ausbaustufe vorrausgesetzt :-)
    Also 8×4 sind 32 Kanäle, gegenüber den analogen Kanälen fände ich das schon einen fortschritt.
    Auch als FW werden wir wohl nicht drumrum kommen digital einzuführen, hier in BW soll es ja zwischen 2010 und 1015 geschehen.
    Bei uns ist der analoge Funke erst so mitte der 70er übergesprungen. Davor gabs Sirene und Telefon (das mit der Leitung von der DP). Hat doch damals auch gut funktioniert oder?
    Ich denke mal die Vorteile ganz klar auf der Seite von Tetra liegt, auskunft über den Status des Netzteilnehmers, qualität der Strecke, Datenübertragung, um nur mal drei zu nennen.

    Das problem ist wieder mal nicht die Technik sondern das umsetzen der selbigen durch die Politik.
    Wenn das Handyzeitalter genauso „rasant“ gewesen wäre würden wir heute noch im C-Netz Telefonieren. Was übrigens ungefähr das gleiche Frequenzband hatte wo nun bald Tetra sendet.

  20. Fabian Funk am 23. Oktober 2008 15:13

    @ffsto1
    In meinem Landkreis soll das Netz nächstes Jahr in Betrieb gehen, über den Rest und die Erfahrungen unterhalten wir uns dann in 5-10 Jahren nochmal.

    Sämtliche Vorteile die du da genannt hast brauche ich im Einsatzstellenfunk nicht. 4-Meter-Bereich sehe ich ein, das wir aber auch den 2 Meter Bereich hergeben sollen ist mir unverständlich und meinen Informationen nach für BaWü auch ausdrücklich NICHT geplant.

  21. ffsto1 am 23. Oktober 2008 16:01

    @Fabian
    das stimmt, allerdings wird es auch nicht in der vollen Ausbaustufe aufgebaut, leider ;-(
    Die Möglichkeiten wären enorm.
    Als Beispiel wäre da die Atemschutzüberwachung, anstatt (wenn Geld vorhanden) ein zusätzliches Frequenzband zu benutzen könnten Telemetriedaten plus Sprache mit einem Gerät gesendet werden. Bei entsprechend Stationen bzw. ein paar manuell an der Einsatzstelle aufgestellten könnte sogar eine Ortung der einzelenen PA Trupps möglich sein. Sowie übertragung von WBK Bilder (auch bei 300kbit eher standbilder) wären Denkbar.

    Wenn das keine Vorteile sind weiß ich auch nicht.
    Aber Tetra scheint ja eher für die Polizei entwickelt zu sein und die rennen ja heute schon mit 4m Handquetschen rum.

    Aber Dein Angebot nehme ich gerne in Anspruch wenn ich mich dann noch erinnere, würd ja passen bei uns wird eher in 5-10 Jahren umgestellt. Wenn ich es noch richtig weiß wird das RP FR als letzte umgestellt.

  22. Fabian Funk am 23. Oktober 2008 20:41

    Imo werden wir über unsere 2-Meter-Handquetschen noch ganz froh sein. Warten wirs ab.

Bottom