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(iw) Ich sitze hier gerade an einem Dokument, und irgendwie tue ich mir mit der Bezeichnung des Aufstellungsorts schwer. Folgende Situation:

Steht der RW vor oder hinter der Unfallstelle? Das HLF vor oder hinter der Unfallstelle? Der GW vor oder hinter dem HLF?

Ich hätte die Richtung, aus der man zum Einsatzort kommt, für relevant gehalten, würde als Einsatzleiter also das HLF anweisen, vor der Unfallstelle anzuhalten. Gut möglich, dass der HLF-Maschinist an der Stelle vorbeizieht, weil er das anders versteht… Was sagt die Fachliteratur? Ist das bei Euch eindeutig geregelt?

Kommentare

12 Kommentare zu “Nomenklaturfrage: Vor oder hinter der Einsatzstelle?” (davon )

  1. Knut am 21. Oktober 2008 17:03

    Also so ganz persönlich (Also nicht Literarisch verifiziert) würde ich sagen ich stoppe das HLF ungefähr da wo es jetzt steht. Auch ganz einfach aus Einsatztaktischen Gründen: Das HLF dient als Sperre und somit Verkehrssicherheit während der RW seine Geräte im Heck zum Arbeiten also an der Unfallstelle braucht.
    Aber zu der Frage vor oder hinter… Wenn ich vor der roten Ampel halte dann fahre ich auch nicht dran vorbei… Somit würde ich sagen das HLF steht wirklich VOR dem VU.
     
    Gruß Knut

  2. azo am 21. Oktober 2008 17:13

    Genau so ist es bei mir in der Wehr geregelt.  RW rückt als erstes aus und plaziert sich ganz in der nähe der Unfallstelle (vor, neben, dahinter- je nach Situation. Danach ein MTF mit einer Verkehrssicherungsanlage je nach Verkehr 50-100m vor der Unfallstelle. Das TLF stellt sich in der nähe des RWs auf, meistens dahinter. Der GW dann hinter das TLF

  3. -Tom- am 21. Oktober 2008 17:13

    Das HLF steht _vor_ der Einsatzstelle und wenn der Maschinist das anders sieht muß er noch mal zu Euch in die Ausbildung ;)
    Generell werden Angaben in Fahrtrichtung gemacht. So zumindest habe ich es gelernt. Aber interessant sowas mal wieder ins Gedächnis zu rufen und noch einmal für alle zu definieren. Noch interessanter wird es erst wenn die Nachbarwehr von der anderen Seite anfährt. Da hält das HLF nämlich ebenfalls vor der Einsatzstelle und steht doch hinter ihr. Oder wie? ;)

  4. Hallmann am 21. Oktober 2008 17:18

    Also von meiner Warte aus steht das HLF auch „VOR“ der Einsatzstelle. Literarisch begründen würde ich das damit das in meinem Skript der HLFS Kassel steht: Orts- und Richtungsangaben grundsätzlich in Fahrtrichtung angeben. Bsp: Die E-Stelle befindet sich „VOR“ der Ortschaft XYZ aus Fahrtrichtung ABC kommend.

  5. Alex am 21. Oktober 2008 17:33

    Seitdem ich ein solches Missverständnis schon im Einsatz „verschuldet“ habe, hab ich mir angewöhnt die Begriffe etwas eindeutiger zu wählen. Für das Beispiel hiesse das dann also: „der RW zieht an der Einsatzstelle vorbei, die restliche Fahrzeuge bleiben hinter der Einsatzstelle stehen“
    Das funktioniert natürlich nur im Zusammenhang.  Zur Not hilft auch „nicht an der Einsatzstelle vorbeifahren“… Zu aller konfusion ist das nun das genaue Gegenteil meines Vorschreibers :-)
    Eine Grundsatzregelung hierzu kenne ich leider weder aus Fachliteratur noch aus örtlichen Regelungen.

    Grüße
    Alex

  6. Fabian Funk am 21. Oktober 2008 17:45

    Ich achte bei sowas auf die Fahrtrichtung und versuche die Worte „vor“ und „hinter“ zusammen zu vermeiden.

    Sprich der RW zieht an der Unfallstelle vorbei und bleibt nach X Metern stehen. Die restlichen Fahrzeuge bleiben in einem Abstand von X Metern vor der Einsatzstelle stehen.

  7. saiki am 21. Oktober 2008 21:26

    meine frau hat auch immer so ihre probleme mit dem „vor“, „nach“ und „hinter“ der E-Stelle. ich muss das immer mehrmals erklären :)

  8. maos am 22. Oktober 2008 15:03

    Ist es in diesem Bsp das Ziel einen halbseitigen Verkehrsfluss aufrecht zu halten oder nicht?
    Wenn ja, dann kann ich mich den meisten Vorrednern anschließen und sagen dass ich die Aufstellung wie in der Grafik gezeigt am besten finde.
    Wenn nein, dazu die Handhabung bei uns: Uns ist es eigentlich sch…egal, ob hinter uns ein Stau entsteht oder nicht. Deshalb fährt das erste LF je nach Lage an der Einsatzstelle vorbei oder hält davor. Das zweite hält auf jeden Fall davor und stellt sich quer und dient somit als Prellbock fall die nachfolgende DLK wirklich gebraucht werden sollte, wird eben kurz umgeparkt.

  9. Grunemer am 22. Oktober 2008 20:26

    Es geht hier wohl nicht darum ob der RW so stehen muss oder nicht. Es geht nur darum ob er vor oder hinter der Unfallstele steht.

    Und das ist gar nicht so einfach.
    wenn man die Unfallstelle als „normales“ fahrzeug ansieht steht er davor. Aber das LF steht direkt vor der Unfallstelle.  Der GW direkt hinter dem LF.

    Vielleicht sollte man sich einen Pfeil von rechts nach Links denken. Rw setht vor VU, VU „steht“ vor LF, LF vor GW. Dann würde ich den Pfeil zu Verdeutlichung reinzeichnen und erklären.

    gruß Thomas

  10. Irakli West am 23. Oktober 2008 11:44

    Ich finde den Hinweis mit der Ampel ziemlich super: Man bleibt vor der Ampel stehen. Unterm Strich lautet der Vorschlag, das Thema für sich zu entscheiden und sicher zu gehen, dass das zumindest in der Wehr einheitlich bertrachtet wird. Alternativ könnte man statt vor und nach eher Äpfel und Birnen sagen :)

    Der RW bleibt „Birne“ stehen, das HLF „Apfel“.

  11. Florian Körblein am 23. Oktober 2008 15:18

    Das erinnert mich an einen Lehrgang in Regensburg. Da hieß es nicht vor, hinter, oben, unten, sonder aufi, obi, drundn, ummi. Für mich als Unterfranken vollkommen unverständlich :-)

  12. Julius Bübl am 23. Oktober 2008 16:22

    Das sprachliche Problem entsteht ja dadurch, dass man als Bezugsobjekt die Unfallstelle wählt bzw. das Fahrzeug:  „vor der Unfallstelle halten“, „hinter dem HLF“. Mit dem Zusatzproblem, dass diese Objekte häufig selber definierte „Vorne“/Front und „Hinten“/Heck haben.

    Ich löse es zumindest auf der Anfahrt selbst über die etwas vergessenen Präpositionen „diesseits“ und „jenseits“. „Aufstellung jenseits des HLF“, „Halten diesseits der Unfallstelle“. Klappt dann bloß leider nicht mehr im laufenden Betrieb über Funk, wenn die Blickrichtung/Betrachtungsweise zwischen Sprecher und Angesprochenen unterschiedlich ist. Am wirksamsten wären wirklich neue Begriffe für die jeweiligen Seiten. In Fahrtrichtung diesseits des Objekts „Äpfel“, in Fahrtrichtung jenseits des Objekts „Birnen“, in Fahrrichtung links neben Objekt „Kirschen“, in Fahrtrichtung rechts neben Objekt „Quitten“.

    Oder so ähnlich. Wird super anzuhören sein: „Ablageplatz Quitten, Verletztenablage Birnen, Aufstellung HLF 10m vor Äpfeln, Zugang über Kirschen“.

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