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Moin, Moin,

nachdem ich die hier vorgestellte Idee schon ziemlich cool fand, hat mich heute eine Nachricht aus der Nachbarstadt erfreut.

In der Stadt Waltrop will die Feuerwehr ihre Tagesalarmstärke sowie ihre generelle Alarmbereitschaft unter anderem mit der Zahlung einer Zusatzrente sicherstellen. Nach dem Konzept, das nach dem Vorbild der Stadt Hürth aufgebaut ist, sollen freiwillige Feuerwehrleute, die an mehr als der Hälfte der offiziellen Übungen eines Jahres teilnehmen, einen Sockelbetrag von 200 € überwiesen bekommen. Außerdem bietet sich für die Ehrenamtler die Möglichkeit durch die Teilnahme an Einsätzen Bonuspunkte und damit eine höhere Zusatzrente zu sammeln.
Am Ende der Laufbahn sollen die Kameraden entscheiden können, ob sie das Geld in einem oder als Rente überwiesen bekommen möchten.

Hier der Wortlaut des Artikels:

Zusatzrente für ehrenamtliche Feuerwehrleute
Waltrop – Ihre ehrenamtliche Tätigkeit soll sich für Feuerwehrmänner in Zukunft lohnen. Zumindest ein wenig: Die Aussicht auf eine Zusatzrente soll die Männer der Freiwilligen Feuerwehr motivieren.

Der Einsatz an der Spritze wird bisher nicht entlohnt, zumindest nicht in der Freiwilligen Feuerwehr. Im Gegenteil: Oftmals werden Handwerksunternehmer von der Baustelle weg zum Einsatz gerufen. Dann bleibt das Werkzeug liegen und es geht los zum Brand. So geschehen beispielsweise am Dienstag bei der Ölverschmutzung im Dortmund-Ems-Kanal und am Mittwoch, als nach einem Sirenenalarm alle drei Löschzüge zum Brand in einer Kellerwohnung an der Kanonenstraße ausrücken mussten. Da waren viele selbstständige Handwerker dabei, „eine Rechnung hat noch keiner für einen Feuerwehreinsatz geschrieben“, sagte einer von ihnen vor Ort gegenüber der Waltroper Zeitung.
Trotz dieser schon hohen Einsatzbereitschaft will die Stadt Waltrop weitere Anreize schaffen. Gleichzeitig soll das Ehrenamt gewürdigt werden. Dazu gehört ein Rentenversicherungsmodell, das sich die Stadt Waltrop bei der Stadt Hürth abgeguckt hat. Der Hauptausschuss hat eine Richtlinie verabschiedet, damit die Stadt mit entsprechenden Versicherungsunternehmen Verträge über eine Zusatzrente für freiwillige Feuerwehrmänner überprüft. Geplant wird bisher mit Kosten von 50 000 Euro pro Jahr.
Die Stadt will zur Zusatzversicherung einen Sockelbetrag von 200 Euro für jeden Feuerwehrmann überweisen, der an mindestens der Hälfte aller offiziellen Übungen teilgenommen hat. Für die Teilnahme bei Einsätzen gibt es wertvolle Bonuspunkte.
Die Idee kam auf den Tisch, nachdem bei einem Test festgestellt wurde, dass trotz der mehr als 30 hauptamtlichen Feuerwehrleute die vorgegebenen Sollstärken bei Einsätzen nur erreicht werden, wenn viele ehrenamtliche Feuerwehrleute mitziehen.
Es arbeiten aber immer weniger Feuerwehrleute tagsüber in der Stadt und sind hier erreichbar. Dass jene, die hier sind, auch mitziehen, ist der Stadt das Geld allemal wert. Die Gemeinde zahlt so lange in die Versicherung, wie das Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr angehört, so das Konzept.
Der einzelne Floriansjünger darf die Versicherung nicht durch Zusatzzahlungen aufstocken, kann aber auswählen, ob er am Ende eine kleine Zusatzrente bekommen will oder ob das Kapital ausgezahlt wird.

Quelle

Anscheinend kommen immer mehr Städte auf die Idee das Eangagement ihrer freiwilligen Feuerwehrleute finanziell zu würdigen. Wie seht ihr das? Positiv oder eher abgeneigt? Wie sieht es bei euch in der Stadt aus?

Kommentare

2 Kommentare zu “Feuerwehr Waltrop: Zusatzrente für aktive Feuerwehrler” (davon )

  1. Sebastian Stenzel am 25. Oktober 2008 01:36

    In Wiesbaden gibt es sog. „Aufwandsentschädigungen“, die bei 8,XX € pro angefangene Einsatzstunde liegen…

  2. Krischi83 am 25. Oktober 2008 12:59

    Hey ich hab das im anderen Artikel auch schon geschrieben…also hier nochmal:
    Ich finde das hört sich ziemlich cool an und es klingt nach ner guten Sache. Laut meiner Freundin kann sowas aber auch gut nach hinten losgehen…
    Menschen, die sich in der FF betätigen machen das von innen heraus. Man nennt soetwas intrinsische Motivation. Vergünstigungen oder Bezahlung sind extrinsische Motivationsfaktoren. Versucht man Menschen mit intrinsischer Motivation zusätzlich durch extrinsische Motivationsfaktoren zu locken kann dadurch die intrinsische (die bessere) Motivation gemindert werden.
    Um mal einen Versuch zu nennen: Man gab wohl mal Kindern Papier und Stifte und sie fingen selber an Bilder zu malen. Dann gab man ihnen Papier und Stifte und sagte ihnen, wenn sie ein Bild für einen malen, bekommen sie dafür Lollys (oder so). Die Kinder mit Belohnung haben nicht so gerne gemalt wie die, die es einfach so gemacht haben…
    In unserem Fall: Wir machen es aus Spaß. Bekommen wir Geld dafür machen wir es für etwas Geld und nicht mehr aus Spaß.
    Ich kenne mich mit Psychologie nicht so aus, klingt aber interessant…vielleicht ist jemand anders hier etwas mehr bewandert ;-)

    Ich finde jedoch, dass es trotzdem ne feine Sache ist und würde mich wohl auch freuen…Ob es sich wirklich auf die Motivation auswirkt bleibt abzuwarten.
    Grüße

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