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(sst) Zwei Sachen habe ich in letzter Zeit erlebt, die mich doch ein wenig schockiert haben. Beides Mal war ich im Privat-PKW unterwegs. Einmal auf einer ausgebauten Bundesstraße, einmal auf der Autobahn.

Fall 1: Ich bin spät Abends auf der Autobahn auf dem nach-Hause-Weg. Ich fuhr gemütlich auf der leeren Straße, als ich im Rückspiegel etwas blau Blitzen sehe. Ich halte mich weiter auf der rechten Spur und beobachte den Polizeiwagen im Rückspiegel. Was mich doch gewundert hat: Erst als der Streifenwagen auf gleicher Höhe mit mir ist, höre ich überhaupt erst das Martinshorn…

Fall 2: Samstags bin ich auf einer zweispurigen Bundesstraße unterwegs. Es herrscht reger Verkehr, als ich einen Notarztwagen mit Blaulicht von hinten heranfahren sehe. Ich ordne mich rechtzeitig auf der rechten Spur ein und lasse das Fahrzeug passieren. Erst, als das NEF kurz hinter mir ist, kann ich das Martinshorn hören. Das merkte man auch an der weiteren Einsatzfahrt: Einige erkannten das NEF rechtzeitig und machten Platz, andere reagierten erst, als das NEF mit Blaulicht und Martinshorn schon eine Zeit lang hinter ihnen her fuhr.

Wie sind Eure Erfahrungen mit solchen Situationen sowohl als „Zivilist“, aber auch als Führer eines Fahrzeugs mit Sondersignal?

Kommentare

8 Kommentare zu “Erfahrungen: Auf der Autobahn mit Sondersignal” (davon )

  1. Krischi83 am 28. Oktober 2008 22:05

    Jo, kenne ich zu gut! Habe das auch schon richtig häufig gehabt, dass mir die Leute erst sehr spät Platz machen. Das Martinshorn hört man so gut wie garnicht. Läuft im Auto noch Musik, dann bekommt der Fahrer das überhaupt nicht mit.

    Das einzige, was meiner Meinung nach auf der Bahn hilft ist Springlicht (automatische Lichthupe). Damit bekommen es die Fahrer schon auf große Entfernung mit. Die wahrscheinlichkeit, dass in der Zeit bis ich ihn eingeholt habe er/sie mal in den Rückspiegel guckt ist da größer!

  2. Holzbein am 28. Oktober 2008 22:22

    Mir ist das u.a als Zivilist auch schon öfter passiert!
    Ich wa aber Beifahrer und es war dunkel.
    Der NEF hat neben Sonderrechten auch Lichthupe gemacht und das war mit abstand das erste was zu sehen war.

  3. Philipp am 28. Oktober 2008 22:42

    Kann ich jetzt so aus meiner Erfahrung nicht sagen. Mein Problem ist in der Innenstadt im Kreuzungsbereich eher, einzuordnen, woher das Einsatzfahrzeug kommt.

  4. Andreas Kirchmeyer am 29. Oktober 2008 11:24

    Ich hatte vor einigen Tagen auch einen PKW vor mir der nicht von der Stelle gewichen ist. Zumindest hatte er die gleiche Geschwindigkeit wie ich und genügend Abstand. Sind aber meist Ausnahmen, die größere Anzahl hat es rechtzeitig erkannt und ist rechts ran gefahren.
    Privat hatte ich ähnliche Probleme. Blau von fern schon gesehen, Horn erst kurz hinter mir.

  5. AlexBentzien am 1. November 2008 10:04

    Mit dem RTW schalte ich die Sonder-/Wegerechte auf der BAB in der Regel aus, wenn der fließende Verkehr ohnehin schneller ist wie ich. Sonst, so meine Beobachtungen, gibt es eher Mißverständnisse und Fehlreaktionen der anderen Autofahrer. Warum soll ich also mit 80 oder auch 100 auf der rechten Spur fahren, wenn alle anderen geschätzt ein 1/3 schneller sind? Anders natürlich, wenn die Verkehrsdichte oder die Einsatzstelle es erfordert.

  6. mister-bombero am 2. November 2008 01:07

    Will mal ein wenig klugscheißen, denn ein Martinshorn gibt es nicht, es heisst richtig Martin-Horn, weil eine Firma Martin damals im Jahre 1932 dieses Horn als „Warnvorrichtung mit einer Folge verschieden hoher Töne“ entwickelte. Seit dieser Zeit besteht die geschützte Wortmarke „Martin-Horn“ :-)

    Ansonsten muß ich euch allerdings mit den Problemen unterwegs mit dem zu spät erkannten Martin-Horn recht geben, zumal oft mit lautem Radio oder sogar MP3-Ohrhörern im Ohr gefahren wird, alles schon erlebt…

  7. Hallmann am 2. November 2008 08:24

    Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass man oft schneller
    an’s Ziel kommt wenn man Zivilisten nicht zu sehr unter Druck setzt. Auf vielen
    Straßen ist ein Platz machen auch nur sehr schwer möglich oder die Leute
    latschen auf die Bremse und man muss auch eine Vollbremsung hinlegen. Deshalb
    meiner Meinung nach lieber ein wenig langsamer machen und mit allen Aktionen
    von Zivilisten rechnen, als das man einen Unfall provoziert. Man muss ja
    schließlich dann doch anhalten, auch wenn man selber gar nicht aktiv beteiligt
    ist.
    Kurze Anekdote:
    RTW fährt auf eine Kreuzung zu. Ampel rot. Es steht auf jeder Abbiegespur ein
    PKW. Der RTW will rechts abbiegen. Der RTW-Fahrer fährt mit eingeschaltetem
    Blaulicht und Sondersignal auf die Kreuzung zu und ordnet sich zum rechts abbiegen
    ein. Der PKW vor ihm macht keine an stallten Platz zu machen. Der RTW Fahrer
    fährt immer näher auf, bis ca. auf einen Meter. Plötzlich sieht wie bei dem PKW
    vor ihn die Rückfahrleuchten angehen und dieser einen riesigen Satz nach hinten
    auf seine Motorhaube macht. Das Ende von der Geschichte der RTW-Fahrer bekam
    eine Teilschuld an dem Unfall weil er den PKW-Fahrer zu sehr unter Druck
    gesetzt habe. Der PKW-Fahrer hat in der Hektik bei seinem Automatikfahrzeug
    Vorwärts- und Rückwärtsgang verwechselt….

  8. Radiopirat als Lösung? : FWnetz - Feuerwehr im Netz am 2. November 2008 09:20

    […] bessere Musik-Anlage. Die schlechte Hörbarkeit der Einsatzfahrzeuge war letztens schon mal Thema (Netzblogger: Autobahn mit SoSi) und genau das will die niederländische Firma Dutch Rescue Holding ändern. Nicht durch das […]

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