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(jou) In der heutigen Ausgabe des Hamburger Abendblattes ist ein Artikel mit dem Aufmacher „Chefs halten Feuerwehrleute vom Löschen ab“ erschienen.

Immer mehr Arbeitgeber stellen demnach vermehrt ihre Mitarbeiter vor die Wahl „Arbeit oder Feuerwehr?“ und verringern (oder verhindern) somit die Tagesalarmsicherheit bei den Feuerwehren in ländlich strukturierten Gebieten.

Mich würde von Euch interessieren, wie diesem wirklich nicht neuen Thema künftig begegnet werden kann / muss / soll?

Ist die flächendeckende Schaffung von hauptamtlichen Kräften eine Lösung?

Strafandrohung gegenüber dem Arbeitgeber von Seiten des Gesetzgebers, wenn Feuerwehrangehörige nicht freigestellt werden?

(Tagsüber) Zusammenlegung von einzelnen Feuerwehren?

Sind auch bei Euch derartige Tendenzen abzusehen?

Aber nicht nur das Ausrücken ist ein Problem, auch die Freistellung vom Arbeitsplatz für notwendige Aus- und Fortbildung eines Feuerwehangehörigen wird in Niedersachsen laut Abendblatt zunehmend schiweriger. Wenn hier nicht gegengesteuert wird, könnte das der Anfang vom Ende der Freiwilligen Feuerwehr in der Fläche sein…?

Aber lest selbst…

Kommentare

6 Kommentare zu “Der Anfang vom Ende der Freiwilligen Feuerwehr?” (davon )

  1. Philipp am 30. Oktober 2008 11:35

    Also prinzipiell ist es bei uns so, dass diejenigen, die bei uns in der Stadt arbeiten, ihre Einsatzbeteiligung vom Alarmstichwort abhängig machen. Das heißt, bei einer Ölspur sieht man hauptsächlich die Leute vom Bauhof und Schichtarbeiter (die Frei haben).
    Bei einem Verkehrunfall bzw. Feuer  sind dann aber alle da. Den Firmen wird der Verdienstausfall ja auch über die Stadt finanziert.

    In wie weit sich die Firmen gegen Freistellungen für Lehrgänge stemmen, kann ich nicht beurteilen. Allerdings gibt es ja auch Firmen (nicht bei uns, sondern allgemein) die gezielt Feuerwehr’ler einstellen. Wenn ich jetzt nur wüsste, wo ich das gelesen habe.

    Was bei uns eher als Tendenz abzusehen ist, dass eher die Stadtteil-wehren bzw. benachbarte FFs hinzugezogen werden. Aus meiner Sicht eine gute Entscheidung.
    Firmen, bei denen FA von uns beschäftigt sind, auf deren Gelände gibt es auch immer wieder Übungen, was auch zur einer gewissen Vertrautheit mit dem Objekt führt. Im Brandfall ein nicht zu vernachlässigender Vorteil (mMn).

  2. Hallmann am 30. Oktober 2008 15:05

    Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen. Allerdings glaube ich das es für die Arbeitgeber natürlich auch nicht leichter wird: Ich mein wer ein volles Auftragsbuch hat und ist auf einmal ein Mitarbeiter weg, der fehlt einfach und für den Ausfall kommt ihm ja auch keiner auf. Also für den Verdienst natürlich schon aber nicht für seine Arbeitskraft an sich. Und was wenn er nicht nur einen sondern evtl. 10 Feuerwehrleute beschäftigt.

    Zudem kommen natürlich auch Jobs an denen man gar nicht seinen Arbeitsplatz verlassen kann. Ich beispielsweise bin Rettungsassisten, wie soll das funktionieren.
    Also ich denke es wird sich ein wenig zu einfach gemacht alle Probleme auf die Arbeitgeber zu schieben.

    Gruß Lukas

  3. Philipp am 30. Oktober 2008 15:37

    Also ich hab mich jetzt eher auf Angestellte, Lagerarbeiter und dergleichen bezogen.

    Dafür stehst du als RA im Schichtdienst (vermutlich?) auch immer wieder tagsüber zur verfügung.

  4. Sebastian Stenzel am 30. Oktober 2008 16:54

    Im Prinzip (!) sind die Arbeitgeber ja gesetzlich Verpflichtet jemanden für Einsätze und Lehrgänge freizustellen… aber ich denke das liegt auch im ermessen von jedem einzelnen. Die Verhältnismäßigkeit muss eben gewahrt bleiben. Schafft die Firma durch meinen Einsatz einen wichtigen Termin nicht? Bin ich entbehrlich? Was ist es für ein Einsatz? Bei einer brennenden Mülltonne wird sicherlich kein Arbeitgeber Verständnis zeigen, bei einem Wohnhausbrand oder VU sicherlich eher…

    Meiner Meinung nach muss die Feuerwehr allgemein, aber auch in Bezug auf Arbeitgeber, viel mehr ÖFFENTLICHKEITSARBEIT betreiben!!! Das wird bei den meisten Feuerwehren, sogar bei größeren Berufsfeuerwehren, oft „vergessen“ oder nicht wichtig erachtet. Schade :-(

  5. Feuerwehrler in Unternehmen: Gewinn für beide Seiten : FWnetz - Feuerwehr im Netz am 31. Oktober 2008 00:27

    […] hatte ich diesen Post als Kommentar auf Jan-Ole’s Beitrag Der Anfang vom Ende der Freiwilligen Feuerwehr? gedacht, der Umfang ist aber nun etwas größer geworden als […]

  6. Stephan78 am 31. Oktober 2008 02:03

    Wenn der Gesetzgeber zu der Erkenntnis kommen würde, dass durch diese Entwicklung die nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr in Deutschland gefährdet ist, wären da durchaus weitergehende Massnahmen möglich – also Anreize für die Arbeitgeber in Form finanzieller Unterstützung, aber auch Sanktionen, falls Feuerwehrangehörige von ihrem Dienst abgehalten oder deswegen beruflich benachteiligt werden. Offensichtlich sieht man das Problem aber noch nicht als ernst genug an, um so etwas in Erwägung zu ziehen. Mal sehen, wie viele Pflichtfeuerwehren in den nächsten Jahren noch einberufen werden…

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