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Wikipedia ist unter http://de.wikipedia.org weiterhin erreichbar.

(iw) Ich bin – vermutlich so wie die meisten Menschen – sehr wohl politisch, trenne halt nur sauber zwischen Beruf, Feuerwehr, und persönlicher Ansicht (wen’s interessiert: würde Gelb wählen wenn ich dürfte).

Ein Grund, warum es uns so viel besser geht als 99% des Rests der Menschheit, hat auch etwas mit Meinungsfreiheit und die wiederum etwas mit Bildung zu tun. Und deshalb gibt es für mich keinen, aber auch nicht die geringste Ausrede, eine der wichtigsten Anlaufstellen für Wissen sperren zu lassen, weil man sich unfair behandelt fühlt.

So geschehen heute: Wikipedia Deutschland ist derzeit nicht erreichbar, weil Lutz Heilmann, Linke, gegen die wikimedia e.V. als Betreiberin vorgeht: es geht um die Darstellung seiner Vergangenheit, zu lesen beim Spiegel.

derzeit gesperrt: Wikipedia.de

Wer als gewählter Volksvertreter seine eigenen Interessen über die des Wahlvolks (sprich: der Gesellschaft) stellt, der hat seinen Auftrag nicht ganz kapiert. Trifft zwar nicht nur auf Herrn Heilmann zu, aber zufällig geht’s hier um etwas, was mir besonders am Herzen liegt.

Es geht auch nicht nur um die Darstellung des Herrn Heilmann, sondern es wird schlagartig klar, wo es hingeht, wenn Zensur Einzug halten sollte. Wikipedia steht in meinen Augen für Demokratie, und diese muss unter allen Umständen verteidigt werden. Deshalb spendet die FWnetz GmbH auch €100.- an Wikimedia e.V.

Als halber Sowjet hatte ich noch nie eine besonders hohe Meinung über die Nachfolgeparteien der Staatskader, aber was da Herr Heilmann veranstaltet, kann für die Linke sicherlich nur als schädlich gewertet werden, was mir durchaus recht ist.

So, und hoffentlich hat der Spuk nun bald ein Ende.

Kommentare

12 Kommentare zu “Jetzt wird’s politisch: €100 gehen an Wikipedia (Lutz Heilmann, Linke, Wikipedia)” (davon )

  1. Der Lars am 15. November 2008 21:18

    Interressant, der Herr Heilmann

  2. Christian Lewalter am 15. November 2008 22:41

    Einmal SED, immer SED.

  3. Eric Eifler am 15. November 2008 22:43
  4. Harald Laier am 15. November 2008 22:59

    @Irakli Ich sehe die Sache mit dem Heilmann so wie Du. Richtige Entscheidung mit den 100 Euro.

    Wikipedia ist für mich in allen Angelegenheiten (Arbeit, Privat und Feuerwehr) eine der wichtigsten Internetseiten. Mein Slogan: Google und Wikipedia sind meine Freunde.

  5. Philipp am 16. November 2008 00:31

    Wobei er lediglich die URL-Weiterleitung von wikipedia.de hat sperren lassen. Er hat also nur viel Wind verursacht, wird aber wohl kaum durchsetzen können, dass seine Biografie dort irgendwie geändert wird.

    Siehe auch:
    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,590643,00.html

  6. R.T.B. am 16. November 2008 01:29

    Ich weiß jetzt nicht was in dem Artikel über Heilmann stand, aber grundsätzlich finde ich es ok, dass man sich dagegen wehrt, wenn solche Plattformen wie Wikipedia genutzt werden um irgendwelche Beleidigungen oder persönlichen Angriffe gegen einen zu starten.
    Oder hat er nur irgendwelche unliebsamen Dinge aus seiner Biographie streichen lassen wollen? Das geht aus den Artikel nicht so ganz hervor. (Wenn die Dinge, die bei Wikipedia standen stimmen und die Autoren es beweisen können, dürfte Heilmann dagegen eigentlich gar keine rechtliche Handhabe haben, oder?)

  7. Jannis Wiese am 16. November 2008 03:49

    Richtige Entscheidung, Irakli.

    Interessant, dass die Homepage des Herrn Heilmann nichtmal ein Impressum hat. Und so einer will klagen?
  8. Philipp am 16. November 2008 10:28

    @RTB: Soweit ich es weiß, geht es um seine Stasi-Vergangenheit. Er war ja wohl in irgendeiner Form dort als Personenschützer aktiv, hat selbst aber das nur als verlängerten Wehrdienst angegeben.

  9. Der Lars am 16. November 2008 14:28

    @RTB: Im ersten Kommentar ist der Wikipediaeintrag verlinkt.

  10. Philipp am 16. November 2008 17:27

    Zitat heise.de:

    „Nachdem die Einstweilige Verfügung bekannt wurde, konnte sich Wikimedia Deutschland im Übrigen vor Solidaritätsbekundungen kaum retten. Dies machte sich auch finanziell bemerkbar: Allein am Samstag nahm der Verein Spenden in Höhe von 16.239,68 Euro ein, viele Spender hinterließen Botschaften, die sich gegen Lutz Heilmann richteten.“

    Quelle:
    http://www.heise.de/newsticker/Wikipedia-Sperre-Bundestagsabgeordneter-Heilmann-kapituliert–/meldung/118952

  11. R.T.B. am 16. November 2008 18:11

    @ Der Lars
    Danke für den Hinweis,  war davon ausgegangen, dass die unpässliche Passage bei Wikipedia schon gelöscht worden ist.

    Was ich aber nun trotzdem nicht verstehe: Wieso geht er jetzt rechtlich gegen Wikipedia deswegen vor, wenn das Ganze schon vor Jahren groß und breit im Spiegel stand und öffentlich war?

  12. Philipp am 16. November 2008 22:02

    Es ging wohl noch um weitere Passagen. Da wurde ihm irgendwas mit Bezug zu einem Online-Sexversand vorgewofen. Das wurde aber wohl aus dem Wikipedia-Artikel gelöscht. Aber das steht so auch bei heise.de

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