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Hallo,

auch nach umfangreicher Recherche im Netz habe ich keine wirkliche Antwort auf die Frage finden können, wieviel Personal (und ggf. Material) real erforderlich ist, um einen Standardeinsatz „VU – PKL“ professionell abarbeiten zu können.

Von der BF Lübeck (S-H) weiß ich zumindest, dass diese bis 2005 zum „einfachen PKL“ mit ELD, HLF, RTW, NEF gefahren ist – ob das immer noch so ist, kann ich nicht beurteilen.

Was gibt es bei euch für Erfahrungswerte? Wieviele FW-Fahrzeuge gehen für dieses Stichwort nach AAO raus?

Vielen Dank schon einmal!

Kommentare

18 Kommentare zu “Personalbedarf für Verkehrsunfall – Person klemmt” (davon )

  1. Fabian Funk am 16. November 2008 13:02

    Kernstadt:

    VRW (1:2), RW (1:2), TLF 16/25 (1:5), LF 16/12 (1:5) bei Bedarf

    Mein Ortsteil:

    LF 16 (1:5), LF 8 (1:5) + bei jedem Ortsteil die Kernstadt mit VRW, RW, TLF bei Bedarf

    Wobei die Staffel für Löschfahrzeuge die Mindeststärke ist, wenn möglich natürlich mit Gruppenbesatzung.

  2. Philipp am 16. November 2008 13:10

    Ich würde das ganze anders rum aufziehen.

    Du brauchst ja alleine schonmal eine Gruppe um alle Arbeiten am und um das Fahrzeug zu erledigen.
    Bsp: AT mit hydr. Rettungsgerät, WT als Brandschutz, ST zum bedienen der Geräte und Melder als Medic.

    Was brauchst du noch? Jemand der die Verkehrsabsicherung übernimmt, evtl jemand, der etwas Ölbindemittel verteilt, gibt es noch eine weitere Person zu betreuen?

    Also so Pi mal Daumen 1 Grp + 1 St oder 2 Gruppen. Fahrzeugtechnisch kann man sich das ja beliebig zusammenstellen.

  3. Eric Eifler am 16. November 2008 13:58

    Im Bereich Püttlingen:
    LBZ Püttlingen:
    1. KEF 2. LF 16-TH 3. TLF 16/25
    LBZ Köllerbach:
    1. TLF 16/25 + evtl 2. GW-M oder LF8

    Im Bereich Köllerbach:
    LBZ Köllerbach:
    1. TLF 16/25 2. LF8 3. GW-M 4. LF8-SA
    LBZ Püttlingen:
    1. KEF 2. LF 16-TH

    Wobei das LF 16-TH den einzigsten Hilfeleistungssatz mitführt und immer die ausführende Kraft ist.

  4. Phillipp Müller am 16. November 2008 14:16

    Also bei aktuelleren Bildern aus Lübeck sind schon immer min. 2 HLF zu sehen, wobei die Besatzung da ja meist aus 1:3 besteht.

    In der Literatur findet man in der SER von Südmersen, Cimolino, Heck: minimaler Personalbedarf inkl. RD von 18 Personen.

    Auch in dem Verzeichnis einheitlicher Schadenarten für Schleswig-Holstein (http://snurl.com/5makt) wird für Schadenart TH, bei dem in den Beispielen der VU mit KFZ<LKW auftaucht, ein Gruppengeichwert von 2, also 2:16 gefordert. Allerdings nur ein Satz hydlraulisches Rettungsgerät. Dies ist allerdings ohne RD.

    Ich bin der Meinung das für den VU mit einer klemmenden Person ein Zug, d.h. ELW, 2 (H)LF und RW alarmiert werden sollten.

    Gruß Phillipp

  5. Der Lars am 16. November 2008 14:21

    PKW unter LKW auf BAB geht mit 1/7 auf LF 8/6 und 1/2 auf MTF-L innerhalb 20 Minuten und Patientengerecht. Selber als Ersthelfer schon gesehn und ich war tief beeindruckt.

  6. Sebastian Stenzel am 16. November 2008 14:34

    Nach AAO:

    Von der Berufsfeuerwehr: ELW, VRW, LF 16/12, WLF mit AB-TUH (Technische Unfallhilfe)
    und ein Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr (allerdings nur zur Absicherung der E-Stelle, Beleuchtung, etc.)
    sowie RTW und evtl. auch ein NEF

  7. jansued am 16. November 2008 17:12

    Hallo!

    Möglich ist vieles, man weiß nur eben im Vorfeld eben nicht, was vor Ort los ist.  Deswegen halte ich eine Stärke, die großartig unter 2 Gruppen liegt und eine gewisse Ausrüstung umfasst, für fahrlässig.

    In den WEttkämpfen bekommen wir alles mit 1:4 plus Medic hin, aber da fehlt Verkerhsabsicherung, Brandschutz und NA. Würde nie auf den Gedanken kommen, jetzt mit 1:4 zum VU zu fahren…
     
    Grüße, Jan

  8. Bretti am 16. November 2008 18:20

    Bei uns in der Stadt wird ein VU klemm so abgearbeitet, dass immer 3 Rettungssätze vor Ort sind. Dies ist damit begründet, dass in der Vergangenheit sich die parallele Arbeit mit mehreren Geräten bewärt hat. Deshalb werden folgende Fahrzeuge in unserem Zuständigkeitsbereich alamiert:
    RW 1(1. Rett.)
    TLF 16/25
    LF 10/6 (2. Rett.)
    LF 16/12 (3.Rett.)

    ggf. noch ein TLF 16/25 und GW-L (als Zubringer)

  9. Borsti92 am 16. November 2008 19:49

    @Bretti

    Parallele Arbeit? Ihr arbeitet mit mehr als einem Rettungssatz pro Fahrzeug? Ist das nicht ein wenig gefährlich?

    Zwei Rettungssätze pro Unfall bzw. PKL halte ich für vernünftig, als Redundanz. Aber gleich drei?

    Gruß,
    Jan

  10. Strobl Ch. am 16. November 2008 21:55

    Hallo,

    ich würde mich ganz einfach an einem Zug orientieren, d.h., RW, 2 LF, ELW.
    Auf jeden Fall mind. 2 Rettungssätze.

    @Lars: VU mit LF8/6 und MZF abarbeiten KANN funktionieren, in vielen Fällen wird das definitiv nicht reichen.

    Gruß
    Christof

  11. Julian R. am 16. November 2008 22:37

    Ich denke das parallele Arbeiten mit mehreren Rettungssätzen wird sich in Zukunft noch mehr etablieren. Die Schere zwischen Leistungsvermögen der Rettungsgeräte auf der einen und den verwendeten Materialien in den KfZ auf der anderen Seite, wird sich in Zukunft eher weiter öffnen als schließen. Da wird uns als Feuerwehr kaum etwas anderes übrigbeleiben, als eben parallel zu arbeiten.

  12. Bin_Loeschen am 16. November 2008 22:43

    Hallo miteinander,

    bei uns in der Feuerwehr Baiersdorf gehen bei uns folgende Fahrzeuge (mit Mindestbesatzung) raus: VRF (1/2), LF16/12 (1/5), RW (1/2), TLF (1/3, auf der BAB zusätzlich ein Stadtteil-LF8 mit VSA) raus – und wenn der Chef da ist, darf er mit dem ELW raus…;-) In unserem Rüstzug haben wir 3 Rettungssätze dabei, falls in zwei Fahrzeugen Personen klemmen). In der Regel werden an der Hydraulikpumpe eines Satzes dann gleich zwei Rettungszylinder vorbereitet.

    Gruß
    Stefan

  13. ozinder am 17. November 2008 11:16

    In der bei unserem ELR hinterlegten Einsatzmittelkette stehen 2 hydraulische Rettungssätze und 600l Wasser als Mindestanforderung, das könnte im Einzelfall ( 1RW, 1LF ) mit Personal knapp werden.

  14. Cimolino am 17. November 2008 16:42

    Hallo,

    Auszug aus: http://www.standardeinsatzregel.de/de/home/die_broschueren/ser_thl_bei_vu/index.html
    (und mit Sicherheit schon mehrfach auch in Foren gepostet)

     

    Die Kräftebemessung erfolgt grundsätzlich zu einem Einsatz mit „Menschenleben in Gefahr“!

     
    Für einen PKW-Unfall mit einer eingeklemmten Person ergibt sich folgender minimaler Personalbedarf von 18 Einsatzkräften (inkl. Rettungsdienst):
     

    Einsatzleiter
    Führungsgehilfe (Fahrer/Funker)
    Abschnittsleiter „Technische Rettung“ (z.B. Fahrzeugführer HLF)
    Abschnittsleiter „Sicherung“ (z.B. Fahrzeugführer TLF)
    Angriffstrupp = Rettungstrupp
    Wassertrupp = Innerer Sicherungs- und Unterstützungstrupp
    Schlauchtrupp = Gerätetrupp
    2. Angriffstrupp = Äußerer Sicherungstrupp
    Betreuungstrupp (Innere Retter) ggf. Rettungsmittelbesatzung
    Notarzt / Rettungsassistent NEF
    Maschinisten (abhängig von der Anzahl der Einsatzfahrzeuge, aber mindestens 2 für 2 HLF bzw. HLF und RW)

     
    Für weitere eingeklemmte Personen bzw. natürlich auch für andere Verletzte ist das Potential an technischer Hilfe bzw. medizinischer Rettung entsprechend zu erhöhen. Dies geht dann abhängig von den örtlichen rettungsdienstlichen Ressourcen ggf. auch in die zusätzliche Auslösung eines Massenanfalls von Verletzen (MANV) über!
     

    Die Erkundung der Anzahl und Schwere der möglichen Verletzten ist eine der wichtigsten ersten Aufgaben durch den (ersten) Einsatzleiter.

     
    Die Einsatzleitung obliegt grundsätzlich dem Einsatzleiter der Feuerwehr. Dieser hat sich allerdings über die grundsätzliche Verfahrensweise (Prioritätensetzung für schonende oder schnelle Rettung) mit dem Notarzt abzustimmen.
     
    Am einfachsten lassen sich vergleichbare Lagen mit einem standardisierten Einsatz-Führungs-System (EFS) führen. GRAEGER, 2003, beschreibt dies ausführlich in der Buchreihe Einsatzpraxis, ecomed.
     
    Bei Bedarf empfiehlt sich die Gliederung der Einsatzstelle in folgende Bereiche, diese können ggf. auch als Einsatzabschnitte geführt werden.
     
    – „Technische Rettung“ (Befreiung, Rettung, THL),
    – „Sicherung“ (Logistik, Unterstützung) und
    – „Rettungsdienst“ (Medizinische Rettung, MANV).
     
     
    Abb. 3.1.1/2:  Standardisierter Führungsaufbau nach EFS bei einem PKW-Unfall. (Grafik: Cimolino) [Grafik aus dem THL PKW S. 22]
     
    Bei mehreren eingeklemmten Personen muss die Einsatzstellengliederung lageabhängig variiert werden:
    Bei im gleichen Fahrzeug oder in unmittelbarer Nähe befindlichen Personen müssen Unterabschnitte (z.B. „Technische Rettung Fahrer“, „Technische Rettung Rückbank“) gebildet werden.
    Stehen dagegen z.B. zwei Fahrzeuge nach einem Zusammenstoß einige Meter voneinander entfernt, bietet sich Bildung zweier autarker, aber aufgabengleicher Abschnitte an: Befreiung Fahrzeug 1 und Befreiung Fahrzeug 2. V. a. bei komplizierten Lagen an beiden Fahrzeugen kann ein Abschnittsleiter nicht beide Arbeiten gleichermaßen überwachen.
     
    In der Regel erfolgt die Überwachung der Sicherheit vom Einsatzleiter. Bei größeren Objekten (z.B. LKW, Bus) oder sehr kritischen Lagen (KFZ droht abzustürzen) kann es jedoch sinnvoll sein, einen eigenen „Abschnittsleiter Sicherheit“ (vgl. CIMOLINO, 2001 und 2003) zu benennen. Dieser hat als einziger neben dem EL die Berechtigung sofort jede Tätigkeit an der Einsatzstelle zu unterbrechen, oder den Gefahrenbereich räumen zu lassen.

  15. Irakli West am 17. November 2008 17:20

    @cimolino: „Die Einsatzleitung obliegt grundsätzlich dem Einsatzleiter der Feuerwehr.“ ist wo festgelegt? Unterschreibe ich gerne, aber das ist oft ein heisses Thema.

  16. Grisu1981 am 17. November 2008 18:49

    Das ist ganz klar in den Feuerwehrgesetzen der Länder geregelt.
    z.B. für Hessen: HBKG, Vierter Abschnitt „Technische Einsatzleitung und Führungsorganisation“ im § 41

  17. Cimolino am 17. November 2008 20:46

    Hallo,

    wer solls denn sonst machen?

    Ausserdem heißt grundsätzlich nicht ausnahmslos. Macht also das THW die Unfallrettung, weil die Feuerwehr meint darauf keine Lust zu haben, dann hats eben der ranghöchste Führer von denen die EL.

    Das ganze ist eh starkes Teamwork.

    Aber die einzigen, die (wenigstens im Ansatz lernen), wie man n Autos mit diversen Ansprüchen an solchen Einsatzstellen dirigiert und aufstellt sind üblicherweise die Führer der Feuerwehren. Die Diskussionen darüber gerade aus den RD-getrennt-Versionen in Süddeutschland kenn ich auch und seit Jahren n-fach geführt. Hab ich keine Lust, die hier zu wiederholen, solange der RD nicht SICHER dauerhaft die gleiche Führungsquali stellen kann (und da frag ich mich, wo kommt der her, wer zahlt den und wo wird der wie ausgebildet…)

  18. Timo112 am 17. November 2008 21:48

    Moin Moin,

    Bei uns rückt die jeweilige Ortswehr aus (jede Ortswehr hat ein LF 8/6 mit Rettungssatz + 1 oder 2 weitere Fahrzeuge) + RW 2 und LF 16/12 vom Schwerpunkt! Somit haben wir dann auch 3 Rettungssätze vor Ort 1. vom LF 8/6 und 2 sind auf dem RW 2 verladen!

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