Team | AGB | Impressum | Datenschutzbestimmungen | Kontakt | Bilder | Facebook | Twitter | Werben im FWnetz

(iw) Ein Ergebnis des Hinweises auf den Schlingmann-Dreh war die Frage nach der nicht vorhandenen AWR. Leider konnte ich bei dem Begriff nur ein WTF? generieren, ergo Recherche und insbesondere Infos von anderen. Ich möchte hier versuchen, darauf einzugehen, verbunden mit der Bitte nach Feedback sowie Teilnahme an der Umfrage unten.

Grundvoraussetzung ist ein Fahrzeug mit Tank :) Ich gehe von einem Standard-(H)LF 16 oder 20 aus. Und Schaum wollen wir aussen vor lassen. Hier also der mir (bislang) bekannte Standardaufbau einer Pumpe:

A ist die Pumpe selbst (FP), D ist der Tank. B ist der Tankeinfüllstutzen, C die Abgänge. I stellt die Tankfüllautomatik dar (riegelt ab wenn der Tank voll wird) und II der Bypass.

Die erste Grundfrage, die sich stellt, ist die nach der Einspeisung. Und schon hier scheint es unterschiedliche Auffassungen zu geben. Wir gehen vom „Standardeinsatz“ aus, bei dem wir Wasser direkt aus dem Hydranten beziehen.

Es kann entweder über 1 gespeist werden (Tankeinfüllstutzen mit Füllautomatik) oder 2, Sammelstück an Sauganschluss, dann wird direkt gefördert. Dies ist auch der Gegenstand der Umfrage: wie speist ihr ein?

Dass bei Schmutzwasser, insb. Förderung über lange Wegstrecke über Sauganschluss geht, sollte normal sein – aber auch hier gibt es unterschiedliche Auffassungen.

Ich denke, beim Standardeinsatz „Zimmerbrand“ ist die erste Variante absolut normal – Anschluss über Einfüllstutzen, Tank als Puffer, der mir bei einer Direkteinspeisung sonst fehlt. Die Füllautomatik bei modernen Pumpen dürfte Standard sein, inzwischen wohl auch der temperaturgesteuerte Bypass.

Interessant wird es, wenn vorne mehr gefördert wird als in den Tank eingespeist werden kann. Diese Literleistung ist uU geringer als eine Direkteinspeisung.

Gegen eine Einspeisung über Stutzen könnten die SER sprechen, die einen Anschluss am Hydranten (bzw. gesicherte Einspeisung) fordern, bevor mit dem Innenangriff begonnen wird. Hier könnte man im Prinzip auch gleich direkt einspeisen, und erst dann das ganze System unter Druck setzen.

Wie auch immer – man muss sich schon am Anfang festlegen, wie man fördern wird, denn ein Umstellen des Eingangs ist dann mit Aufwand, vor Allem mit einer Unterbrechung verbunden.

So, und nun zum eigentlichen Auslöser der Diskussion, die Automatische Wasserzuführung AWZ (so heissts bei Ziegler) oder automatische Wasserzuführungs-Regulierung AWR bei Schlingmann. Was damit erreicht werden soll, sieht man hier:

Die AWZ / AWR sitzt bei Punkt 3, hier wird auch angeschlossen. Hier wird auch das Wasser eingespeist, dieses geht entweder in den Tank oder in die FP zur Direktförderung. Die Idee dahinter: das entweder-oder entfällt, man muss nur einmal anschliessen, und kann auch mit 12 bar einspeisen, was bei vielen Pumpen am Füllstutzen nicht möglich ist (5 bar dürfte normal sein).

Wie das aussieht, zeigt der Vergleich. Einmal Schlingmann-Pumpe ohne AWR:

Vorne rechts sieht man den Hebel zur Zuführung des Wassers aus dem Tank. Genauda sitzt die AWR, siehe dieses Bild aus Saarlouis. AWR-Anschluss ist der zweite grüne Deckel.

Wer es ein wenig genauer wissen möchte: hier ist eine technischere Beschreibung der AWR (pdf). Zu den Vor- und Nachteile dieses Systems werden auch hier (Cimolino) beschrieben.

Unterm Strich klingt das System nicht schlecht, doch auch hier hat man einen technischen Bauteil mehr, der eben auch kaputt gehen kann. Für den „Standardeinsatz Zimmerbrand“ (von Mülleimer brauchen wir hier nicht reden) denke ich, dass Einspeisung über Tank mit Füllautomatik absolut zumutbar ist.

Interessant wirds – wie immer – bei komplexeren Szenarien (langzeit-Einsätze, starke Schwankungen in der Abnahmemenge), nur muss man sich fragen wie oft die geschehen…Hat jemand Erfahrung damit?

Und hier die Umfrage:

Wassereinspeisung: Wie macht ihr es bei Standardeinsatz WE aus Hydrant?

Ergebnisse

Loading ... Loading ...

Kommentare

7 Kommentare zu “Umfrage: Pumpenanschluss / AWZ, AWR, ATF…” (davon )

  1. @fwnetz am 7. Dezember 2008 16:32

    Pumpenanschluss, AWZ AWR WTF http://tinyurl.com/68ngw2

  2. Eric Eifler am 7. Dezember 2008 16:58

    Wenn der Wasserdruck vom Hydranten ausreicht, direkt über das Sammelstück, da beim normalen Tankfüllstutzen wenn niedriger Wasserstand herrscht, das restliche Wasser erstmal weggedrückt wird und die Pumpe dann mal für ca. 10 Sekunden nur Luft fördert. Wenn niedriger Druck herrscht oder das Wasser im Tank ausreichend ist, gehen wir direkt über den Tankeinfüllstutzen, dafür habe ich also auch gevotet (Tankeinfüllstutzen), dass dürfte auch bei 2500l Wasser an Board ausreichend sein.

  3. woodstock am 7. Dezember 2008 19:35

    Hallo,
    wir fahren bei Trinkwasser aus dem Hydrantennetz immer über die Tankleitung. Bei Schmutzwasser dann über das Sammelstück.
    Es liegt natürlich hier die Verantwortung beim Maschinisten, den Überblick zu behalten.
    Wir haben das Ziel, den Tank einigermaßen sauber zu halten, um im Zweifelsfall auch Trinkwasser befördern zu können oder auch im Sommer Algenbildung zu vermeinden, sollte das Wasser im Tank länger nicht getauscht werden.

    mfg Woodstock

  4. Loeffel am 28. Dezember 2008 01:14

    Hallo,
    zum Thema AWR wurde geschrieben:“Hier wird auch das Wasser eingespeist, dieses geht entweder in den Tank oder in die FP zur Direktförderung“
    Das stimmt nicht. In der AWR ist eine Rückschlagklappe die verhindert, daß  Schmutzwasser in den Tank gelangt.
    Vielmehr soll die AWR eine Alternative zum Sammelstück sein, bei Druckschwankungen oder kurzen Unterbrechungen in der Wasserversorgung nimmt die AWR das fehlende Wasser aus dem Tank.

  5. Max Martin am 28. Dezember 2008 12:36

    @Loeffel

    es stimmt dass das Wasser nicht direkt in den Tank gefördert wird, es braucht jedoch nur einen Knopfdruck und der Tank kann auch bei AWR-Betrieb über die Pumpe gefüllt werden.

  6. Axel Urban am 28. Dezember 2008 17:30

    Hallo,

    leider kann ich dem Bericht nicht ganz zustimmen. Wir haben ein Schlingmann HLF von November 2007. Die Pumpe verfügt auch über AWR. Allerdings haben wir keinen zusätzlichen Eingang.

    Fallbeispiel Wohnungbrand:

    – Hebel Tankbetrieb wird geöffnet und die Pumpe in Betrieb genommen. Wasser wird jetzt ganz normal aus dem Tank entnommen

    – Wasserversorgung über einen Hydranten oder ein anderes Fahrzeug wird aufgebaut und die B-Leitung wird mit einem Sammelstück direkt an den A-Eingang angeschlossen

    – Ist die B-Leitung gefüllt bzw. steht unter Druck, muss ich nur die Klappe öffnen und ich entnehme das Wasser aus der B-Leitung

    Die Klappe „Tankbetrieb“ muss nicht mehr geschlossen werden, weil sich vor der Klappe ein Rückschlagventil befindet, welches den Tank verschließt. Sollte die B-Leitung platzen wird automatisch wieder Wasser aus dem Tank entnommen. Es sollte dann aber die Klappe vom A-Eingang geschlossen werden, damit der Tank nicht leerläuft.

    Eine Tankfüllautomatik haben wir nicht. Der Maschinist muss darauf achten, dass der Tank immer voll ist. Es besteht selbstverständlich die Möglichkeit über einen manuellen Bypass den Tank bei Hydrantenbetrieb zu füllen.

  7. Axel Urban am 28. Dezember 2008 17:31

    Wenn ich wüßte wie, würde ich mal ein paar Bilder hier einbinden. Hat jemand eine Idee?

Bottom