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Kopenhagen, (sc). Einer dänischen Studie zufolge gehört Deutschland zu den Maserhochburgen in Europa. Dabei galten die Masern schon fast als ausgerottet. Grund sei die zunehmende Impfmüdigkeit, erklärt die Studie.

Bezeichnend ist die enge (inverse) Korrelation zur Impfrate. Die meisten Erkrankungen, nämlich 10.329 (85 Prozent), traten in Rumänien, Großbritannien, der Schweiz, Italien und in Deutschland auf. In diesen Ländern liegt die Impfrate deutlich unter den von der WHO geforderten 95 Prozent.

Auch in sogenannten gutbürgerlichen Schichten verzichten viele Eltern darauf, ihre Kinder impfen zu lassen. Anthroposophische Gemeinschaften setzen auf „Masernpartys“, um ihre Kinder zu immunisieren. Dies ist ein Grund für die niedrige Impfrate in Deutschland, die etwa bei 70 Prozent liegt – mit starken regionalen Unterschieden.

Eine Folge der niedrigen Impfrate ist, dass die Ausbrüche seltener werden, dann aber häufiger Erwachsene treffen. Ein Fünftel der Masernerkrankungen entfallen nach der Analyse von Muscat auf über 20-Jährige. Bei ihnen verläuft die Erkrankung häufig sehr heftig und es wundert, dass es in den Jahren 2006 und 2007 in der gesamten EUVAC.NET-Region nur sieben Todesfälle gegeben hat, und das, obwohl einige Viren nachweislich aus Ländern mit einer hohen Mortalitätsrate eingeschleppt wurden. [Ärzteblatt]

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