Team | AGB | Impressum | Datenschutzbestimmungen | Kontakt | Bilder | Facebook | Twitter | Werben im FWnetz

Mülheim (nrw) (iw) Kaum zu glauben: Die Feuerwehr Mülheim / Ruhr schafft es bei 700 Bewerbern nicht, die Stellen zu besetzen. Die meisten plumpsen bei der Sportprüfung durch, so Der Westen.

[Twitter- Link finde ich nicht mehr]

Kommentare

14 Kommentare zu “BF sucht fähige Bewerber” (davon )

  1. Stefan Cimander am 16. Januar 2009 13:59
  2. R.T.B. am 16. Januar 2009 15:30

    Dann würde ich mir mal überlegen, ob die Anforderungen villeicht ein wenig zu hoch sind? Gerade solche Dinge wie Seilklettern oder auch 25m Tauchen (25m sind nicht gerade wenig…) kann der normale Bewerber in der Regel nicht gerade einfach mal so wöchentlich in seiner Freizeit trainieren (außer er hat ein so tiefes Becken und eine Sporthalle in seiner Wohnung). Oder wenn jemand beispielsweise sonst recht fit ist, aber einfach die Technik beim Seilklettern nicht raus hat, dann fällt er durch, obwohl er für den Beruf villeicht sogar geeignet wäre. Man sollte hier also m.E. eher Dinge Testen, die der gemeine Bewerber auch problemlos in seiner Freizeit trainieren kann und ggfs. die zu erreichenden Werte überdenken (da fallen Bewerber ja teilweise wegen ein paar Hunderstel  durch…)

  3. Stefan Cimander am 16. Januar 2009 15:34

    @R.T.B. wenn es bei alten Einstellungstests funktionierte, sprich noch genügend Bewerber übrig waren, dann kann der E-test so unzeitgemäß nicht sein. I.d.R sammelt man Punkte bei solchen Tests, d.h. man hat die Möglichkeit seine Schwächen durch Stärken auszubügeln.

  4. morefire am 16. Januar 2009 15:57

    @RTB: Werden denn die Anforderungen im Einsatz auch heruntergeschraubt? Nein! Wieso sollte man dann die Einstellungstests einfacher machen? Und wenn man diesen Beruf ausüben will darf man ruhig im Vorfeld etwas dafür tun. Und wenn das bedeutet 2 mal die Woche ins Hallenbad zu gehen und Schwimmen und tauchen zu trainieren weil man dort Schwächen hat, dann sollte das ja kein Problem darstellen.

    Und auch beim Seilklettern geht es in erster Linie nicht darum das „Seilklettern“ an sich zu prüfen, sondern um zu sehen ob der Bewerber sein Körpergewicht mit eigener Kraft bewegen kann. Und „wenn jemand beispielsweise sonst recht fit ist“ wie Du schreibst, dann ist das auch kein Problem. Ansonsten ist er schlicht und einfach nicht fit genug. Wie soll er denn sonst bis zum ende der Ausbildung das deutsche Sportabzeichen(das immer noch Pflicht ist!) schaffen, wenn es da schon schwierigkeiten gibt?

  5. Irakli West am 16. Januar 2009 15:58

    Interessant wäre zu erfahren, ob der Test schon immer so war, und ihn früher wesentlich mehr Bewerber bestanden haben. Ich vermute fast, dass das der Fall ist.

    Dann wäre es tatsächlich so, dass die Qualität der Bewerber abnimmt. Hier einen allgemeinen Schluss zu ziehen wäre wieder unbegründet, denn es könnte sein, dass die „fitten“ zwar nicht weniger werden, sich dafür woanders bewerben. Ob im anderen Beruf oder bei einer anderen BF, ist wieder reine Spekulation :)

  6. Hubi am 16. Januar 2009 16:22

    Moin
    Also ich selber betreibe „Sport“ im Fitnessstudio mindestens 2x mal die Woche im Winter 3x.
    Das kann jeder schaffen und wenn ich sehe was da so unter der woche Los ist nach 18 uhr dann ist es schon eine menge. Da frag ich mich wo das Problem ist wenn man sich so ein Ziel setzt sich drauf vorzubereiten.

  7. R.T.B. am 16. Januar 2009 16:43

    @morefire
    Da hast du grundsätzlich natürlich recht – nur nüttz das der BF XY im Moment relativ wenig, denn  dieses Problem, dass unsere Kinder salopp gesagt  immer „dicker“ bzw. ungeeigneter werden, ist nur auf lange Sicht und äußerst schwer zu lösen (geht in dem Artikel ja nicht nur um Sport, sondern auch um Rechtschreibung, Mathe…etc).  Von daher bleibt, um kurzfristig Mitarbeiter zu bekommen,  im Prinzip nichts anderes übrig,  die Schraube herunterzudrehen – wird sonst überall ja auch gemacht, z.B. bei der Polizei derzeit ganz massiv.

  8. Markus Held am 16. Januar 2009 16:44

    Ich kenne zufällig von einer BF ein paar Zahlen zu dieser Thematik und Fakt ist in der Tat, dass sich heutzutage mehr Leute bewerben, diese jedoch im Schnitt körperlich nicht mehr so fit sind wie die Leute früher.
    Hintergrund ist nach Aussage einer Dozentin für Personalmanagement, dass die Jugendlichen heutzutage bei weitem nicht mehr so viel im Freien mit Freunden unternehmen wie früher, sondern lieber gemütlich vor PC und Fernseher  sitzen und sich eben immer weniger bewegen (wollen).
    Da derzeit keine Lösung dieses gesamtgesellschaftlichen Problems in Sicht ist, werden wohl oder übel die Anforderungen über kurz oder lang zurückgeschraubt werden

  9. diggler am 16. Januar 2009 21:29

    Dann muessen demnaechst die fitten Senioren den fetten Twens ueber die Strasse helfen.
    Verkehrte Welt! :-(

  10. fwp am 16. Januar 2009 21:49

    Die Frage solcher Fitnesstests ist sicherlichlich immer von 2 Seiten zu betrachten. Und man kann daraus mit Sicherheit auch gute Schlüsse auf den Allgemeinzustand des Kandidaten ziehen. Aber es gibt auch Personen, die bei bestimmten Disziplinen Probleme habe, wobei diese Probleme aber bei der späteren Berufsausübung völlig irrelevant sind.

    Wenn ich z. B. die Berufsfeuerwehr als meinen Traumjob ansehe, und ich nicht tauchen kann, wohl aber die notwendigen Ausdauerleistungen erbringe, dann sehe ich in einer Berufsausübung keinen Hinderungsgrund, außer ich bewerbe mich als Feuerwehrtaucher. Ähnlich sehe ich es mit dem Seilklettern (Höhenrettungszug).
    Soweit ich das bisher im bekanntenkreis mitbekommen habe laufen die Tests alle nach einem ähnlichen Schema ab, mit verschiedenen Nuancen, was auf das jeweilige Steckenpferd des Testausrichters schließen läßt.
    Aber im allgemeinen kann man heute immer mehr feststellen, daß viele den Beruf bei der Berufsfeuerwehr unterschätzen. Mußte man vor wenigen Jahren nur ein wenig technisches Verständnis und eine gute Auffassungsgabe haben um mit der Technik klarzukommen, wird heute immer mehr Hilfstechnik verbaut, die die Bediener fast vollständig überflüssig macht, aber die anfängliche Euphorie verschwindet ganz schnell, wenn pötzlich der LCD-Bedienstand wegen unwirtlicher Witterungsumstände ausfällt und dann noch nicht einmal mehr auf „vollwertigen“ Handbetrieb umgestellt werden kann, weil der schlicht und einfach in der Planung als der unmöglichste aller Ausfälle eingestuft wurde.

    Die Bewerberflut bei den Berufsfeuerwehren rührt aber unter anderem auch daher, weil alle, die momentan keinen Krisenfesten Job haben und alle physikalischen Eckdaten (Alter, Ausbildung, …) erfüllen sich nun vermehrt auf die ausgeschriebenen Stellen der Berufsfeuerwehren stürzen, die momentan  zusätzlich wegen der „Schichtdienst-Bereitschaftsdienst-Umstellung“ ein erhöhtes Potential an offenen Stellen ausschreiben.

    Wenn sich früher auf 1 Stelle 10 Leute beworben und nach den Tests keiner in die engere Wahl gekommen ist dann hat das keinen, außer den jeweiligen Personalchef, interessiert. Wenn sich heute auf eine Lehrstelle 300 Bewerber melden , von denen nach Durchsicht der Unterlagen nur 3 in die engere Wahl kommen, weil der Chef das so angeordnet hat, so bemängelt das auch keiner, Wenn aber für die Berufsfeuerwehr die engere Wahl erst nach dem Sporttest beginnt, und dazu 700 Kandidaten ausgewählt wurden, dann ist mit Sicherheit schon bei der Vorauswahl etwas schiefgelaufen, was sich dann im TEstergebnis wiedergespeigelt hat.  Vielleicht sollte da der Personalchef nochmal seine Auswahlstrategie überdenken, denn so ein Sporttest für 700 Kandidaten ist ja schon eine Veranstaltung, die fast Olympiade-Ausrichtungs-Charakter hat, da sich der Sporttest ja für jeden Kandidaten über mehre Tage hinzieht, kann man sich leicht die Dauer des Veranstaltungs-Marathons ausrechnen.

  11. Cimolino am 17. Januar 2009 11:35

    Hallo,

    die Probleme ähneln sich – sie sind nach meiner Beobachtung in echten Ballungsräumen noch viel schlimmer als in den Bereichen, wo eher ländliches Umfeld gegeben ist.

    U.a. deshalb versuchen mir mit der Stufenausbildung parallel zum bisherigen einen neuen Weg zu gehen.

  12. R.T.B. am 17. Januar 2009 16:56

    @ Cimolino

    Kann man denn schon von einem Erfolg des Modells sprechen? Die Ergebnisse des ersten Durchgangs ( fünfmal Note 2, fünfmal Note 3 und zweimal Note 4) finde ich teilweise nicht gerade berauschend. Wenn dieses Modell später einmal auf viele Bewerber mehr angewandt werden soll und quasi bei den wenigen „Besten“ jetzt die Noten schon Richtung 3/4 gehen, dürften die Zukunftsaussichten da auch nicht besser sein?
    Würde denn ein Handwerker, der seine Ausbildung mit der Note 4 abschließt überhaupt bei der BF über den konventionellen Weg eine Chance haben?

  13. Cimolino am 17. Januar 2009 18:19

    Hallo,

    keine Ahnung, wo Du die Noten herhast – und ob die so stimmen.

    Wir planen derzeit die Stufenausbildung für die nächsten Jahre weiter und lernen aus den Erfahrungen mit den ersten Azubis.

    Derzeit – und absehbar – seh ich aber keine Alternative, weil mir nach wie vor keiner der Kritiker erklären kann, wie wir ausreichend geeignete „konventionelle“ Bewerber bekommen sollen. Zu deren „Eignung“ siehe diesen Thread und diverse andere…

    Wir machen neben den üblichen deutlichen regionalen Ausschreibungen offener Stellen (inkl. der Beschreibung seit Jahren auch hier) umfangreiche ständige ÖA, stellen aus, sprechen direkt an, haben bereits Schülerpraktikanten um erste Kontakte zu sichern uvm.

    Any more ideas?

  14. Max60 am 18. Januar 2009 18:51

    Hi,

    oft hört man auch, „Bei der BF habe ich eh keine Chance, weil ich eine Brille trage“.

    Ich weiß nicht hundertprozentig wie die Bewertungen von Brilletragenden Bewerbern bei den jeweiligen BFen aussehen, aber angesichts der vielen Brillenträger bei der FF und im RD, frage ich mich, ob nicht auch hierdurch Potential verschenkt wird?

Bottom