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(iw) Jetzt wird’s detailliert, aber eigentlich nicht uninteressant, insofern man sich für Pumpen interessiert: es geht um den Bypass (bzw. wie er sonst heisst). Das Prinzip: Eine Pumpe, die zwar fördert, aber keinen Durchfluss hat (typische Situation mit Wasser am Rohr, Rohr zu), kann überhitzen. Um dies zu verhindern, wird der Bypass aktiviert: das Wasser wird aus dem Pumpenkörper abgeleitet, frisches, kaltes Wasser zugeführt.

Arbeitsplatz eines Magirus-Maschinisten. Der “Bypass”-Hebel ist blau und sitzt über den linken Abgang unter dem 2m FuG. Foto von Christian.

Manche verstehen den Bypass eher als „Tank füllen über Pumpe“, beispielsweise bei später Direkteinspeisung der Pumpe aus dem Hydranten kann das aus dem Tank verbrauchte Wasser ersetzt werden. Vom Prinzip das Gleiche.

Meine offizielle Maschinistenausbildung war vor nunmehr 21 Jahren, deshalb könnten nachfolgende Punkte dem einen oder anderen eher normal vorkommen:

Wenn die Wasserquelle ein Hydrant ist, kann das Wasser auch in den Tank geleitet werden, da es sauber ist. Wenn die Wasserquelle unbekannt ist (bsp. lange Wegstrecke), sollte das Wasser über Entlüftungs- bzw. Entwässerungsventil ins Freie abgegeben werden.

Alle fünf Pumpen aus dem Pumpenvergleich haben einen Temperaturfühler, der den Bypass auch automatisch aufmacht. Nach meinen Verständnis wird das Wasser automatisch ins Freie abgegeben (würde aber die Hand nicht ins Feuer legen) und frisches aus dem Tank nachgeholt.

Alles eigentlich recht logisch, doch ist das dem „durchschnittlichen“ Maschinisten überhaupt bewusst?

Kommentare

5 Kommentare zu “Bypass-Varianten” (davon )

  1. @fwnetz am 20. Januar 2009 16:29

    Pumpen:Bypass-Varianten http://tinyurl.com/7zwuej

  2. Philipp am 20. Januar 2009 17:02

    Jup. Allerdings haben wir an unserer Ziegler-Pumpe nur eine temperaturgesteuerte Warneinheit.
    Hier ist es jetzt am Maschinisten, entweder den Hebel tank füllen zu ziehen, oder aber einfach einen anderen Abgang zu öffnen.

    Wie du ganz richtig sagst, bei der Wasserentnahme aus dem Hydranten kein Problem, wenn das Wasser aus einem offenen Gewässer bzw. einer Saugstelle kommt, tendiere ich ganz stark dahin, einen seitlichen Abgang zu öffnen und evtl. noch einen B-Schlauch anzuschließen, um das Wasser weg vom Auto zu bekommen.
    Und bei den letzten, bzw. teilweise noch aktuellen Minus-Graden kann ich mir was schöneres vorstellen, als ein Ventil, dass das Wasser direkt unters Auto entlässt. Da muss man ja gleich die Schlittschuhe einpacken.

  3. Max Martin am 20. Januar 2009 17:37

    Ich denke vielen Maschinisten ist die (einfache) Möglichkeit einen Bypass zu fahren nicht bewusst…habe das schon oft bei längeren einsätzen erlebt dass das Wasser in der Pumpe kochend heiß wurde…dabei wäre ein einfacher Zug am Tank-Füllen-Hebel ausreichend um frisches Wasser in die Pumpe zu bekommen…
    naja, so hatten wir wenigstens heißes Wasser um die Würstchen zu erhitzen ;-)
    Wird aber mittlerweile vermehrt in der Ausbildung drauf hingewiesen…

  4. Florian am 20. Januar 2009 18:25

    „Durchschnittlicher Maschinist“, was ist das denn. Entweder ich bin ausgebildeter Maschinist oder eben nicht. Aber das Wissen, dass eine Pumpe heiß laufen kann und wie dies verhindert werden kann, das ist aus meiner Sicht absolute Grundkenntnis.

    Solch moderne Pumpen, wie es bei der Rosenbauer-Vosrtellung zu sehen ist, davon halte ich persönlich mal gar nichts. Hier gibt es so viele Tasten und Menüpunkte, und die Pumpe kann auch nicht mehr als unsere aus dem 18 Jahre LF.
    Da kommt bei vielen nur der Schein auf, die Pumpe bedienen zu können, da ja alles Menügeführt ist, aber das Grundwissen über eine Pumpe fehlt dann teilweise, obwohl es hier noch viel wichtiger ist.

  5. FireFighter_247 am 20. Januar 2009 23:03

    Zu dem Thema ‚Durchschnittsmaschinist‘ nochmal kurz ein Einwurf:

    Unsere Wehr verfügt über ein 10/6 das über das Land als Kats Fahrzeug beschafft wurde (eines der 1. generationen, Aufbau/Pumpe Magirus wie Bild oben).
    Wir mussten leider sowohl in meinem Maschnistenlehrgang als auch bei uns in der Wehr feststellen das es nicht so einfach ist die Pumpe mit Frischwasser zu speisen (Zugang über A Kupplung Via Hosenbein) und den Tankwährend der Wasserabgabe zu füllen, Nur Wasserabgabe stellt kein Problem dar (Wenn man ihn ’normal‘ füllt kann es passieren das einem der Tank überläuft und dank fehlendem Ablaufrohr die ganzen Geräteräume bewässert werden (der Tank verfügt lediglich über einen Federbelasteten Deckel). Ein Steigrohr sucht man auch vergebens da elektronische Tankanzeige.

    Resultat: Dienstanweisung die Pumpe generell immer nur über Tankbetrieb zu fahren.

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