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(iw) Stromerzeuger bzw. „Generatoren“ und insbesondere Strom sind für Laien wie mich ein Buch mit sieben Siegeln. Das Einzige, was ich mir ungefähr aus dem Studium merken konnte, war die „West Virginia“-Regel, also W=VA (WVa ist die Abkürzung für den US-Bundesstaat), mit der sich die maximale Wattzahl an einem Stromkreis ausrechnen lässt. Wichtig, wenn man eine Filmszene ausleuchten will.

Stromerzeuger

Stromerzeuger mit Abluftöffnung im Aufbau

Im Feuerwehrbereich ist Elektrizität eine der Gefahren, und am ehesten dürfte der Stromtrichter und die Sicherheitsabstände mit den „Wurzel“-Rohren bekannt sein.

Doch bei der „Anwendung eines Stromerzeugers reicht es gerade dazu, zu wissen wie diesen anschmeisst, dass man Beleuchtung, Hydraulikaggregat, Tauchpumpe oder e-Lüfter daran hängen kann. Letzterer hat übrigens enormen „Anlaufstrom“ (wie auch immer er fachmännisch heissen mag), was man am Stottern des Erzeugers hört.

Um die Arbeit des Maschinisten zu erleichtern, der bei einem nächtlichen Zimmerbrand plötzlich extrem viel zu tun hat (Pumpe, Beleuchtung, ASÜ), ist es bei modernen Fahrzeugen möglich, das Aggregat erstmal vom Pumpenbedienstand aus anzuwerfen. Die ca.-Laufzeit wird mit 5 Minuten angegeben, bis es im Aufbau brenzlig wird. Was bis dahin mit den Abgasen passiert, liegt wahrscheinlich an der Anzahl der offenen Geräteräume. Eine gute Lösung ist im Bild oben zu sehen, die Abgase werden durch den Lüfter im Aufbau nach aussen gelassen.

Bei vielen Feuerwehren werden die Stromkreise hingegen einzeln über die Sicherungen geschaltet, und hier muss man auf jeden Fall ran um den gewünschten Verbraucher einzuschalten. Somit wäre auch ein Fernstart fehl am Platze.

Kernfrage: ist das eine Glaubenssache? Rein aus fachlicher Sicht? Oder spricht etwas klar für das eine oder andere, abgesehen von der „Maschinistentaktik“?

Kommentare

13 Kommentare zu “Gedanken zum Stromerzeuger” (davon )

  1. @fwnetz am 21. Januar 2009 12:45

    Frage zum Stromerzeuger http://tinyurl.com/75qjvx

  2. darthvader am 21. Januar 2009 13:10

    Ich war vergangene Woche auf Ausbilder-Lehrgang, für die Praxis-Lehrprobe hatte ich das Thema „Inbetriebnahme Stromerzeuger + Schutzleiterprüfung“ zugelost bekommen. Daher musste ich mich mit dem Thema etwas näher befassen:
    * Über die Sicherungsproblematik hatten wir auch gesprochen. Fazit: „Eine Sicherung ist eine Sicherung und kein Schalter“. D.h. der Sicherungkasten wird nur benutzt, wenn eine Sicherung fliegt, ansonsten Finger weg.
    * Die bereits im Fahrzeug angesteckten Verbraucher sollten auf jeden Fall ausgeschaltet sein, wenn das Aggregat gestartet wird.
    * Schutzleiterprüfung des Aggregats und der benutzten Geräte am Schluss nicht vergessen.

  3. woodstock am 21. Januar 2009 13:17

    Werden durch das Gebläse auch die Abgase abgesaugt, dachte das dient zur Wäremabfuhr. Häufig ist doch eine feste Verrohrung im Fahrzeug verbaut, welche wenn das Aggregat eingeklappt oder eingeschoben ist, festen Kontakt mit dem Auspuff des Aggregates hat.
    Dass Sicherungen keine Schalter sind, hab ich auch schon mal wo gehört… :)
    Da sind die Stromerzeuger von dem Hersteller aus Österreich mit dem roten R nicht schlecht, die schalten die Abnehmer erst frei wenn Nenndrehzahl erreicht ist. Machen das andere Hersteller auch schon?

  4. GFzbV am 21. Januar 2009 13:21

    Soweit ich das aus div. Disskussionen mitbekommen habe ist die Lösung mit dem Aggregat IM Aufbau nicht unumstritten. Es geht dabei nicht nur darum, die Abgase abzuführen sondern vor allem auch darum dem Gerät frische Luft zuzuführen. Die wird nicht nur für die Verbrennung benötigt sondern auch zur Kühlung des Aggregats.
    Es versteht sich von selbst, dass die Kühlwirkung im Aufbau schlechter sein muss. Ich gehe auch davon aus, dass der Lüfter dort nur bedingt Abhilfe schafft. Wie bekommt man z.B. mit, dass der plötzlich defekt stehen bleibt.

    Zumdem ist es (so wie ich das bei einem Besuch des Aufbauers aus Dissen verstanden habe) so, dass der Lüfter nur für die Frischluft zuständig ist. Die Abgase werden durch ein Rohr (teleskopierbar) nach aussen geleitet (quasi ein Abgasschlauch in Festeinbau).

  5. Der Lars am 21. Januar 2009 15:16

    Manchmal stehe ich schon etwas bedröppelt dar, wenn über tragbare Stromerzeuger und die zugehörigen Mythen gesprochen wird.

    Aber was mich als Fachkraft am meisten irritiert: Die Vorschriften in der FW brauche ich bei der Arbeit nicht einzuhalten, denn meine BG kennt davon nicht mal ein Drittel.

  6. Cimolino am 21. Januar 2009 17:50

    Hallo,

    wir haben bewusst KEINE Lüfter o.ä. vorgesehen, da ich von zu vielen Seiten bei (Dauer-)Betrieb im Aufbau die Probleme kenne, die aber selten offen kommuniziert werden.

    JEDER Betrieb (auf Dauer) im Aufbau ist nur so sicher, wie die Zuführung von Frischluft bzw. Abführung der Abgase UND der Abwärme SICHER auch bei Langzeitbetrieb funktioniert.

    Tief gesetzte Lüfter haben bei den tief gesetzten Geräteräumen spätestens bei Allradfahrgestellen und Wasserdurchfahrten ggf. Probleme…

    More:
    http://www.einsatzpraxis.org/de/home/buecher/einsatzfahrzeuge_-_technik.html

  7. woodstock am 21. Januar 2009 20:38

    @Irakli, All:

    Wie funktioniert eigentlich die Zuordnung der Beiträge zu den Kategorien.
    Den Beitrag Stromerzeuger z.B. findet man nur unter „Feuerwehr-Weblog“. Der Beitrag GPS-Notruf dagegen ist in unter „Feuerwehr-Weblog“ UND unter „Techwatch – Fahrzeuge, Ausrüstung, Produkte“ zu finden.
    Manche Beiträge fallen erst ins Auge, wenn man Beiträge liest.

    Geht’s nur mir so? Die Seite FWNETZ, die ja den Aufbau kurz beschreiben soll hat mir da jetzt nicht so geholfen… :)

    Mfg Woodstock

  8. peter-ex am 22. Januar 2009 05:56

    Hallo…..besser find ich die Lösung eines „Travell-Power“ Generators…der wir angetrieben vom Fahrzeugmotor,und wird eingeschaltet hinten am Pumpenbedienstand und hat dann sofort 7KW Leistung, super sache, einfache bedienung,kein wärmestau,weniger Lärm (der Fahrzeugmotor läuft ja eh)

    Gruß Peter

  9. Irakli West am 22. Januar 2009 10:22

    @peter-ex dynawatt ist vom Prinzip her eine gute Lösung, allerdings nicht tragbar und auf einem HLF verlastet gibt’s dann noch Probleme in Verbindung mit der Pumpe,  da eine Mindestdrehzal gehalten werden soll. Siehe Bypass :)

  10. Max Martin am 22. Januar 2009 10:39

    @peter-ex

    Kann aus eigener Erfahrung sagen, dass eine Travelpower auf Löschfahrzeugen nicht die optimale Lösung darstellt. Unser LF besitzt eine solche Anlage und es gibt bei eigentlich jedem Einsatz Probleme bzw. Konflikte mit der Pumpe. Klar, solange Wasser gefördert wird und gleichzeitig Licht/Strom benötigt wird funktionierts, brauche ich die Pumpe aber im niedrigen Drehzahlbereich reicht die Leistung der Travelpower nicht…
    Außerdem hat die Anlage ein höheres Potenzial für Fehlbedienungen, fängt schon damit an wo man denn nun Gas gibt, am Tempomat oder an der Pumpe …
    Dazu kommt wie Irakli schon geschrieben hat dass die Anlage nicht tragbar ist, man so also wesentlich unflexibler ist.
    Und: ist die Anlage defekt hat das Fahrzeug keinen Stromerzeuger mehr bzw. ist außer Dienst bis sie repariert ist. einen tragbaren Stromerzeuger tauscht man einfach aus und ist direkt wieder einatzbereit.

  11. Stefan Hartl am 22. Januar 2009 12:57

    Wir haben uns bewußt bei einer Neubeschaffung eines LF 20/16 gegen die Möglichkeit eines Fernstarts und den Betrieb im Aufbau entschieden.
    Für den Lüfter muss ja wieder ein „Loch“ in dem Aufbau vorhanden sein, um den Betrieb diesen zu ermöglichen. Meiner Meinung kommt es hier wieder zu Problemen mit Verschmutzung (man denke an staubige Feldwege bei evtl. Waldbrandeinsätzen) und Nässe durch Spritzwasser oder bei Wasserdurchfahrten, wie schon von Cimolino bemerkt.
    Der Maschinist muss sich ja sowieso an den Stromerzeuger begeben, um diesen bei Fernstart nach einer gewissen Zeit zu öffnen. Bei der Firma Z. mit ZMS bspw. kommt dann irgendwann ein Signalton mit Aufforderung, den Geräteraum zu öffnen, um einer Überhitzung vorzubeugen.

    Wir haben sogar auf den E-Start verzichtet, um auch den Problemen mit der Ladeerhaltung der Starterbatterie vorzubeugen. Nach ein, zweimal ziehen laufen die modernen Stromerzeuger mit 4-Takt Motoren eh, jedenfalls unsere.

    Allerdings wird der Lichtmast mit Xenon-Scheinwerfern bei diesem Fahrzeug bestückt, somit erfolgt die Stromversorgung über das Bordnetz. Somit steht trotzdem sofort eine Beleuchtung zur Verfügung und dem Maschinisten wird die Arbeit auch etwas erleichtert. Bevor Fragen zur Energiebilanz mit dem Betrieb dieser Scheinwerfer kommen, ja wir haben eine aufgestellt. Diese war mit der serienmäßigen Lichtmaschine grenzwertig bis nicht ausreichend, je nach Betriebszustand. Als Lösung wurde nach Absprache vom Fahrgestellhersteller eine zweite Lichtmaschine ab Werk eingebaut.

  12. Cimolino am 22. Januar 2009 14:41

    Hallo,

    und um die Probleme mit der Serienlichtmaschine nicht zu haben, haben wir auch die Scheinwerfer auf dem LiMa trotz anderer Technik weiter mit 230 V betrieben…

  13. peter-ex am 22. Januar 2009 21:46

    Wir werden in naher zukunft ein HLF 20/16 bekommen,mit Travell Power dort wird dann in G2 ein Altes(25Jahre,vorhanden) Stromaggregat verlastet..in G2 ist eine von der Travell Power anlage versorgte Steckdosenleiste in der alle Verbraucher eingesteckt sind …..sollte die Travell Power einmal ausfallen kann  man so einfach umstecken…und ausserdem kann zum z.b.:ausleuchten ein Trupp mit Stromaggregat und Beleuchtungsgerät unabhängig vom Fahrzeug arbeiten,und das Fahrzeug bleibt einsatzbereit…
    Das mit der mindesdrehzahl idt mit natürlich bekannt …hat aber nur was mit der Ausbildung des Machinisten zu tun -Ich sehe da kein Problem

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