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(hl). Folgender Satz hat mich heute geärgert:

Es war ein Einsatz für die Neuenahrer Wehr, bei der wohl das Feuer loderte, aber statt Wasser eher Bier und Wein eingesetzt wurde.

Quelle: Feuerwehr Bad Neuenahr

Es ist nichts gegen einen Kameradschaftsabend in geselliger Runde zu sagen. Ganz im Gegenteil. Nur hätte man meiner Meinung nicht gerade das Klischee mit „Feuerwehr“ und „Trinken“ bringen müssen. Ich will auch den Kameradinnen und Kameraden in Bad Neuenahr keinen Vorwurf machen.

Jedoch wird die Feuerwehr trotz zahlreicher Einsätze und vielen Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit gleich wieder als „Feuchtfröhlicher Verein“ dargestellt. Hier sollte man dem Zeitungsschreiber, der vermutlich nicht bei einer Feuerwehr aktiv ist, mal darauf hinweisen. Meine Meinung.

Kommentare

8 Kommentare zu “Feuerwehr löscht mit Bier und Wein” (davon )

  1. Magnus Hammerl am 28. Januar 2009 18:45

    Naja, wenn man auch den auf das o.g. Zitat folgenden Satz berücksichtigt, finde ich das ehrlich gesagt halb so wild.

  2. schlumpf am 29. Januar 2009 10:00

    Teilweise kannst Du machen, was Du willst – die Leute sehen doch, was sie wollen. Letztens kommt bei uns im Morgengrauen nach sechs Stunden Brandeinsatz endlich der LKW mit Mineralwasser, Kaffee und Brötchen. Spruch eines Kripo-Beamten: „Na, endlich Bier und Mettbrötchen? Lasst es Euch schmecken!“ So perplex war ich schon lange nicht mehr.

  3. Geza am 29. Januar 2009 12:26

    Oft sind die Feuerwehren selbst schuld, wenn der einzige Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit die Werbung für das Feuerwehrfest ist.
    Da ist das allgemeine Image keine Überraschung!

  4. Fire911 am 29. Januar 2009 22:02

    Ich frage mich schon lange warum und woher wir diesen wirklich beschissenen Ruf haben. Wenn man sich wirklich reinhängt in den Feuerwehrdienst und dann hört ihr sauft doch eh nur. Was soll man darauf antworten………..

  5. Magnus Hammerl am 30. Januar 2009 08:37

    @Fire911:
    solche Klischees darf man einfach nicht überbewerten oder gar persönlich nehmen.

  6. Geza am 30. Januar 2009 10:05

    @ Magnus:
    Ich nehme sowas schon sehr ernst. In seltenen Fällen auch durchaus persönlich, da ich – nicht nur um einsatzbereit zu sein – keinen Alkohol trinke.

    Einerseits wird Feuerwehrleuten immer wieder das höchste Vertrauen der Bevölkerung ausgesprochen, dennoch wird das selten mit der örtlichen Wehr in Verbindung gebracht.
    Auch der Feuerwehr muss klar werden, dass wir unter Beobachtung der Steuerzahler, sprich unserer Geldgeber stehen.
    Was für uns als normale Vorgehensweise gilt, kann bei Unbeteiligten sehr negativ rüber kommen. Als Beispiel die Einsatzfahrt mit einem 12 t Löschfahrzeug: Da nimmt jemand Sonderrechte in Anspruch, der ein paar Tage später wieder beim Fest am Zapfhahn oder am Grill steht…
    Wir als Feuerwehr sollten als Kompetenz in Notfallsituationen gelten. Tatsächlich wird das nur selten in der Öffentlichkeit kommuniziert.
    Allerdings wird für die Veranstaltung des Vereins viel Werbung gemacht. Und Hand aufs Herz: Wer kommuniziert für die Abteilung der Kommune und den Förderverein unterschiedliche Bezeichnungen?

    Wir werden in Zukunft für die Feuerwehr eine Öffentlichkeitsarbeit ähnlich der Marketingkommunikation von Unternehmen brauchen. Wenn Politiker und Steuerzahler nur von der Feuerwehr hören, wenn es was zu feiern gibt, werden die Haushaltsposten schnell dahinschmelzen.
    Vgl.  auch „Gute Taten gut verkaufen“ von Jens-Peter Wilke

  7. Magnus Hammerl am 30. Januar 2009 10:21

    @Geza: ich denke, wir sind im Prinzip einer Meinung, wissen es nur noch nicht! ;-)

    Auch ich achte sehr auf das Auftreten der Feuerwehr in der Öffentlichkeit, zumal ich in unserer Wehr auch die (Pressebetreuung inkl. Website) inne habe.
    Diesbezüglich gibt es sicherlich auch noch einen Verbesserungsbedarf.

    Was ich oben meinte, bezog sich rein auf das Klischee „Feuerwehr löscht mehr mit Bier als mit Wasser“.
    Derartige Klischees gibt es gegenüber vielen (Berufs-)Gruppen, z.B. Ärzte, Richter, „Waschmaschinenreparierer“, Polizisten, Metzger……
    Wenn es aber drauf ankommt, weiß man trotzdem, auf wen man zählen kann.

    Dass man in der eigenen „Branche“ etwas dünhäutiger ist, liegt in der Natur der Sache und dass man derartige Klischees nicht weiter kultivieren sollte, ist eigentlich auch selbstverständlich.

  8. Philipp am 30. Januar 2009 10:36

    Geza: Also ich versuche momentan, das ganze etwas aufzuschlüsseln, also was Verein, was Einsatzabteilung ist.
    Ich habe für die Feuerwehren unserer Stadt eine 5-teilige Serie entworfen, die den Bürgern die Feuerwehr näher bringen soll. Teil 2 geht dann ausfürhlich auf den Verein der Feuerwehren ein.
    Veröffentlicht wird die Serie in einer kostenlosen Zeitung, die jeder in der Stadt alle 2 Wochen bekommt.

    Ich bin schon auf das Feedback gespannt. Sollten wir dadurch noch neute Mitglieder gewinnen, noch besser.
    Und der Link zu dem Buch ist auch interessant, werde mal die Anschaffung des Buches vorschlagen.

    Jetzt nochmal allgemein: Ich meine, es ist kein Problem, über ein Fest der Feuerwehr zu berichten, allerdings sollte im Text erkennbar sein, dass es nicht um das Saufgelage geht, sondern um einen schönen/lustigen Abend.
    Abgesehen davon, muss der Leser auch über andere Aktivitäten der Feuerwehr informiert werden. Zb. Ausbildung, besondere Anschaffungen, „spektaküläre“ Übungen und dergleichen, um zu verstehen, dass nicht nur der Alkoholkonsum eine Feuerwehr auszeichnet.

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