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(sc). Zugegeben, Berg- und Lawinenopferrettung gehört nicht zu den Kernaufgaben der Feuerwehr, dennoch finde ich einen Artikel aus der Augsburger Allgemeine ganz informativ. Der Artikel fragt anhand eines aktuellen Vorfalls in Spitzingsee, wer die Kosten des Einsatzes trägt. Diejenigen, die nicht verletzt werden, müssen auf ihre private Unfallversicherung hoffen, verletzte dürfen sich mit ihrer Krankenkasse auseinandersetzen.

„Grundsätzlich übernehmen die Krankenkassen die Kosten und den Abtransport bei Verletzungen. Genau wie bei einem Verkehrsunfall“, sagt Benno Hansbauer, Geschäftsführer der Bergwacht Hochland. Sind die zu bergenden Opfer jedoch unverletzt, sieht die Sache anders aus. Diese Kosten werden dann nicht direkt übernommen, sondern müssen über eine private Unfallversicherung abgedeckt sein. Dann stellt die Bergwacht eine Rechnung aus, die der Betroffene mit seiner Versicherung klären muss.

Auch ADAC und der Deutsche Alpenverein können die Kosten im Falle einer Mitgliedschaft übernehmen. Was passiert, wenn Unverletzte ohne Zusatzversicherung gerettet werden? „Diese Personen müssen die entstandenen Kosten dann eventuell selbst übernehmen“, sagt Hansbauer. [Augsburger Allgemeine]

Kommentare

2 Kommentare zu “Lawinenopfer – und wer zahlt den Einsatz?” (davon )

  1. Christian Lewalter am 25. Februar 2009 09:43

    Bin im ÖSV (Österreichischer Schi Verband) der zahlt das. Hoffe aber, dass ich es nie brauche…
    Meine Meinung: Wer bei Lawinenwarnstufe 3 und höher abseits der gesicherten Pisten unterwegs ist muss sich bewußt sein, dass dies Folgen haben kann. Der soll diese Kosten auch ruhig selbst bezahlen.
    In Frankreich ist die Lawinenrettung übrigens Feuerwehrsache.

  2. MatthiasM am 25. Februar 2009 10:13

    Zum „Selbst schuld“ – kann man bei Lawinenunfällen so sehen, wo man trotz Warnung abseits der gesicherten Pisten ist. Das Problem, auf erheblichen Kosten sitzenzubleiben hat aber jeder Bergsteiger, der ohne selbst verletzt zu sein, mitgerettet werden muß, auch unverschuldet. In einer Seilschaft beim Klettern kann die Bergwacht den unverletzten Kletterpartner nicht allein in der Felswand hocken lassen, nur als Beispiel.

    Wie die Kosten sind, wenn eine angeordnete Evakuierung von unverletzten, ansonsten festsitzenden Urlaubern (Spitzing läßt grüßen) z.B. wegen langfristig gesperrter Straßen per Hubschrauber erfolgt, ist wieder eine andere Geschichte.

    Versicherungen, die auch „Bergungskosten“ übernehmen, (ich weiß, im FW-Deutsch werden keine Lebenden geborgen, die werden alle gerettet) gibt es bei den Skiverbänden, bei den Alpenvereinen, teilweise bei Kreditkarteninstituten, wenn man den Urlaub damit gezahlt hat…. Private Unfallversicherungen sind, was Bergungskosten betrifft, für die unverletzten Beteiligten oft auch sehr mager. Fazit – [zynismus] ein kapitaler Seilschaftssturz ist am besten versichert, und zwei Leichenbergungen sind billiger als jede einzelne Rettung [/zynismus]

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