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Fort Wayne (Indiana/USA), (sc). Auf Firegeezer.com und STATler911.com (Link 2) bin ich auf eine Diskussion gestoßen, die auch hierzulande in Foren des öfteren diskutiert, nein, aus subjektiver Perspektive betrachtet, angeprangert wird. Es geht um die Alarmierung von Berufsfeuerwehr (professional fire fighter) und Freiwilliger Feuerwehr (volunteers).

Zur Geschichte: Am 23. Januar brannte ein Apartment in Willows of Coventry, (maps) das ist eine von Fort Wayne eingemeindete Siedlung am Rand der Stadt, neben der Route 69. Bei dem Feuer wurden drei junge Frauen getötet. Nach Eingang des Notrufs entschied sich die Leitstelle nicht die 600Meter weiter liegende, jedoch nicht zur städtischen Feuerwehr gehörende Freiwillige Feuerwehr von Aboit zu alarmieren (maps), sondern die 3,2 km entfernte, nächstgelegene Station 18 der Berufsfeuerwehr der Stadt Fort Wayne (maps). Diese Einheit traf sechs Minuten später an der Einsatzstelle ein.

In der Lokalpresse wurde daraufhin die Frage angestoßen, warum denn nicht immer die nächstgelegene Feuerwehr alarmiert wird. Die Antwort von Fire Chief Pete Kelly war, dass es sich um freiwillige handeln würde, die zu lange brauchten, um in angemessener Zeit am Einsatzort einzutreffen. Außerdem, so ist der Diskussion weiter zu entnehmen, gibt es auch Vorbehalte gegen die Freiwilligen, wegen angeblich ungenügender Ausbildung und Ausrüstung. Dennoch stellte sich die Frage, warum denn sicherheitshalber die örtlich nächste Freiwillige Feuerwehr nicht trotzdem gerufen wurde. Antwort von Pete Kelly: „Manchmal ist es gefährlich zu viele Feuerwehrleute an der Einsatzstelle zu haben“.

Als außen stehende Beobachter liegt es mir natürlich fern, hier Partei zu ergreifen. Das Problem kommt mir aber bekannt vor. Auch in Deutschland gibt es immer wieder die, m.E. haltlosen Unterstellungen, die Berufsfeuerwehr nehme einen längeren Anfahrtsweg in Kauf, um die Freiwilligen nicht an der Einsatzstelle haben zu müssen – egal ob in der gleichen Stadt oder über Gemeindegrenzen hinweg.  Man darf aber nicht vergessen, dass Städte für Notfälle extra bezahltes Personal vorhalten, und dieses auch einsetzen müssen. Von daher verfolge ich die Diskussion weiter, denn, so wie ich das bisher bei STATler herausgelesen habe, gibt es, wie in Deutschland auch, Spannung zwischen den „professionals“ und den „volunteers“.

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