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In der aktuellen Ausgabe des Harvard Business Manager geht der Artikel „Warum schneller Erfolg gefährlich ist“ auf typische Fehler von frischgebackenen Führungskräften ein. Was in der Wirtschaft gilt, hat sicher auch bei der Feuerwehr Gültigkeit, wenn auch insbesondere das Zwischenmenschliche etwas komplexer als im Wirtschaftsleben ist.

Dennoch nicht uninteressant. Wer also frisch einen Posten bezogen, die Leitung einer Fachgruppe oder ähnliches übernommen hat, den dürfte das interessieren.

Die Problemstellung: Wenn frische Fühungskräfte ihre Arbeit aufnehmen, möchten sie schnelle Erfolge erzielen. Dabei laufen sie in fünf typische Fallen.

Falle 1: Zu starke Detailfixierung. „Management“ ist eigentlich die Koordination einer vielzahl von Prozessen, Projekten, Mitarbeitern usw. Schnell hat man sich auf Details fixiert, die a) unwichtig sind und b) von anderen Dingen abhalten.

Falle 2: Negative Reaktion auf Kritik. Kritik zu ertragen ist nicht einfach. Schlimm wenn man sich komplett verschließt und eine Atmosphäre schafft, die Kritik schon im Ansatz abwürgt. Am Schlimmsten ist jedoch negative Reaktion auf Kritik. Eine Steigerung davon ist die „Ausschau nach Neinsagern“. Insbesondere bei Kritik in Themen, in der sich die Führungskraft auszukennen glaubt (und es vielleicht sogar tut) kann man sich auf vermeintliche, nein-sagende „Feinde“ einschiessen.

Falle 3: Einschüchterungsversuche. Frisch gebackene Führungskräfte können ihren Aufstieg als logische Konsequenz ihrer Kompetenz deuten. „Gehorsam“ der Untergebenen kann fälschlicherweise als Zustimmung gedeutet werden.

Falle 4: Voreilige Schlussfolgerungen. Die sofortige Umsetzung von Plänen (beispielsweise Umbau einer Struktur) erfolgt ohne Beteiligung der Mitarbeiter, in welcher Form auch immer.

Falle 5: Mikromanagement. Führungskräfte mischen sich in Abläufe ein, die sie ruhig hätten delegieren können. So stören sie nicht nur, sondern vermitteln auch ein Gefühl der „Überflüssigkeit“ dem eigentlichen Verantwortlichen gegenüber.

Fazit: umgehen! In der Wirklichkeit wird meistens eine Mischung aus unterschiedlichen Fehlern begangen. Es ist zwar richtig, dass eine frische Führungskraft auch rasche Neuerungen bringen soll, aber der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Einbindung der Mitarbeiter. Eine kluge Führungskraft kann delegieren, mischt sich nicht in allem ein, respektiert ihre Mitarbeiter, fasst Kritik als gut gemeinter Verbesserungsvorschlag auf und – Allem voran – bindet die Mitarbeiter in die Entscheidungs- und Führungsprozesse ein. Nichts ist besser, als wenn jeder das Gefühl hat, am gemeinsamen Erfolg teilgenommen zu haben.

Graue Managementtheorie? Ganz sicher nicht, auch bei den Feuerwehren nicht. Vielleicht kann ja jeder in sich gehen und nachdenken, ob er den einen oder anderen Fehler begeht. Guerilla-Alternative: ausdrucken und aushängen :)

Kommentare

2 Kommentare zu “Neuer Führungsposten? Fünf typische Fallen” (davon )

  1. siehdas85 am 9. März 2009 20:31

    …ich werde mich bemühen…

  2. hannibal am 11. März 2009 05:59

    Das ist wieder ein mal ein Beispiel warum das FW Netz besser anders als andere Angebote ist.

    Die stetige Verlinkung von Feuerwehr und richtiger Welt.

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