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Ich hatte lange darueber nachgedacht, ob ich diesen Beitrag ueberhaupt schreiben soll und habe mich letztendlich dazu durchgerungen, auch wenn des wenig mit Feuerwehr zu tun hat und ich das Risiko eingehe von einigen als Kriegsbefuehrworter hingestellt zu werden (ich kann garantieren dass das Gegenteil der Fall ist).
Es hat allerdings etwas damit zu tun wie man mit Menschen umgeht, die ihr Leben fuer die Buerger ihres Landes gegeben haben. Da ist es eigentlich egal, ob es sich dabei um Feuerwehrangehoerige, Polizisten oder Soldaten handelt.

Zum Hintergrund:
Die kanadischen Streitkraefte sind seit 2002, als Teil der NATO Streitkraeft, im Krieg in Afganistan involviert. Was fuer die „Canadian Armed Forces“ als Friedensmission begann bekam eine Kriegsmission als die Truppen aus dem realtiv sicheren Kabul in das heissumkaempfte Gebiet um Kandahar geschickt wurden um die dortigen US Streitkraefte zu unterstuetzen.
Seit 2002 haben nun 116 kanadische Soldaten ihr Leben gelassen, wobei die letzten 4 Soldaten vor drei Tage waehrend eines Kampfeinsatzes getoetet wurden.

Nun zum eigentlichen Grund meines Beitrages:
Alle gefallenen Soldaten werden von Afganistan nach Trenton, Ontario geflogen und dann von dort aus, nach einer kleinen (familiaeren) Zeremonie auf dem Flugfeld der dortigen Airbase, per Auto Convoy nach Toronto gefahren. Dort werden die offiziellen Obduktionen durchgefuehrt, um dann anschliessend in deren Heimatorten beigesetzt werden zu koennen.
Der Convoy benutzte dabei von Anfang an den Highway 401. Dieser „Highway of Heroes“ wird von den Anwohnern genutzt um den Soldaten die letzte Ehre erweisen.

Ich weiss ja nicht, wie es in Deutschland gehandhabt wird, hier sieht es aber so aus
auf dem Highway of Heroes.

Dies sind fuer mich sehr bewegende Bilder und auch wenn viele nicht mit dem Krieg und der Mission in Afganistan einverstanden ist,erweisst man doch den gefallenen die letzte Ehre.

Wie gesagt, es tut mir leid, wenn ich euch damit gelangweilt habe, aber die Bilder sind es wirklich wert gezeigt zu werden.

Stay safe

Kommentare

8 Kommentare zu “Letzte Ehre- Auf Canadisch” (davon )

  1. Cimolino am 24. März 2009 08:32

    Hallo,

    hier würden Friedens-Aktivisten die Straße blockieren und den Konvoi ggf. auch mit Farbbeuteln von den passenden Brücken bewerfen wollen, Gewerkschaften dagegen sein, dass Mitarbeiter und Material dazu „herangezogen“ werden.

    Um die öffentliche Sicherheit und Ordnung nicht zu gefährden, wären entsprechende Umzüge daher vermutlich verboten oder fänden nur mit gesperrten Brücken und Polizeiabsicherung bzw. im Geheimen stattt…

    Die Aussagen hier sprechen Bände:
    http://www.antifa.de/cms/content/view/938/

    Aber um wieder zur Feuerwehr zurück zu kommen. Sucht mal in http://www.feuerwehr.de die Beiträge zum Thema Uniform, Marsch, Ehrenformation etc. WIR tun ja häufig auch unser Möglichstes, um uns (vgl. diverse Feiern, Feuerwehrtage, Messen) bzw. die „Geehrten“ (Totensonntag, Beerdigungen) zu blamieren.
    WENN man sich an sowas beteiligt, sollte man zumindest grob wissen, was man warum tut.
    Irgendwie kostümiert albern(d) rumzustehen ist alles, aber KEINE Ehre – weder für uns, noch für andere….

  2. Irakli West am 24. März 2009 10:55

    Schöne Bilderstrecke, und das ist das Mindeste, was man für die Getöteten machen kann – völlig unabhängig irgendwelcher politischer Tatsachen.

    Ist einfach Mentalitätssache. Beispiel: ich habe meinen Bachelor-Abschluss in UK gemacht. Das Ende des Studiums war eine Riesenfeier, einmal ganz offiziell mit Doktorhut und so, und einmal mit Ball und richtigem Tattoo inklusive Coldstream Guards-Musik.

    Wenn auch der Bachelor (damals zumindest) belächelt wurde, es geht um die Wertschätzung eines Ereignisses.

    Hier? Man bekommt nach zig Jahren Studium eine llieblos ausgedruckte Urkunde zugeschickt. Herzlichen Glückwunsch.

  3. Stefan Cimander am 24. März 2009 10:58

    Den Umgang mit den in Afghanistan getöteten/gefallenen Bundeswehrangehörigen kann man auch in der politischen Diskussion verfolgen. Einerseits wird die Sicherheit der BRD am Hindikusch verteidigt, andererseits gelten bzw. galten dort getötet Bundeswehrangehörige in der BRD nicht als gefallen, sondern nur als getötet. Makabere Diskussion, aber solange es in Deutschland einen anti-militaristischen Reflex gibt, der alles, was mit Uniformen und Militär, … zu tun hat, in eine Reihe mit den Perversionen der nationalsoziallistischen Epoche stellt, und solange Worte wie Patriotsimus, Nationalstaat, Vaterland, … als Ausgeburt eines rechtsextremen Geistes gelten, solange werden wir in diesem Land keinen angemessenen Umgang mit dem Thema finden können.

  4. MatthiasM am 24. März 2009 11:24

    Ich bitte darum, hier die persönlichen Schicksale und die Ehre der Toten (und den öffentlichen Umgang damit) von der (meines Erachtens berechtigten) politischen Diskussion um Sinn, Unsinn und ggf. Motivation militärischer Auslandseinsätze zu trennen und in dem Zuge bitte ich auch darum, nicht alle Friedensaktivisten und Militärskeptiker einfach in einen Topf zu werfen.

    Danke!

  5. Cimolino am 24. März 2009 11:52

    Hallo MM,

    erklär mir mal, wie Du das in Realitas machen willst (den öffentlichen Umgang mit Toten(ehre) und der politischen/politisierten Diskussion darüber zu trennen – und wie Du glaubst, dass das in Deutschland ablaufen würde bzw. wie sind Deine Erfahrungen mit entsprechenden „Feuerwehrauftritten“….?

  6. MatthiasM am 24. März 2009 14:23

    Ob das in DE immer klappt, bin ich mir auch nicht sicher. Warum auch so streng trennen?
    Es sollte möglich sein, darüber nachzudenken, ob die Kameraden für etwas wie auch immer „sinnvolles“ gestorben sind, oder letztlich nur als Kanonenfutter verheizt worden sind.
    Als Militärskeptiker und bekennender Drückeberger äääh Zivi würde ich persönlich vermutlich schlicht bei einer offiziellen, mit Ansprachen und wohlfeilen Trauerreden garnierten Veranstaltung fernbleiben und, um Abschied zu nehmen, „privat“ am Friedhof vorbeischauen. Und ja, die Art, wie das die Kanadier machen, ist da wesentlich würdevoller und bietet der Heuchelei mancher Politiker (auf beiden Seiten) weniger Raum.
    Eigene Erfahrung aus meinen FA-Zeiten waren nie Begräbnisse für im Dienst verunglückte Kameraden, aber langjährig altge- und verdiente bzw. auch durch einen Arbeitsunfall verunglückte Kameraden. Das waren für die Verhältnisse bei uns im Ort würdevolle „Staatsbegräbnisse“.

    Im „militärischen“ Umfeld gab es mal heftige Diskussionen, wie die gesamten Vereine im Ort die alljährliche „Krieger“-Gedenkfeier am Volkstrauertag begehen wollen, nachdem das Gedenken von den Gefallenen der beiden Weltkriege auf _alle_ Opfer, auch die zivilen des Dritten Reichs, ausgedehnt wurde (Unser Ort hat sich da seiner etwas speziellen Geschichte gestellt). Da ist sehr heftig gestritten worden, auch in den Vereinen, manche „Altvorderen“ haben die neugestaltete Feier fürderhin boykottiert, aber inzwischen paßt das wieder.

  7. @harald112 am 5. April 2009 10:54

    Ich schaue gerade VOX. Muß gerade an einen Beitrag von diggler #fwnetz denken. #HighwayOfHeroes http://tinyurl.com/d22vvn

  8. diggler am 5. April 2009 16:14

    Was war denn da auf VOX??
    Ich kann sowas ja leider nur online verfolgen.

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