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safetymanWas beispielsweise die Holländer praktizieren, könnte in einigen Jahren auch bei uns zur Normalität gehören: der „Safety Man“. Bei Technischen Hilfeleistungen / Verkehrsunfällen gäbe es eine Position, idealerweise ein Dienstgrad, der für die Sicherheit der Mannschaft und der Patienten „sorgt“ (ich sage bewusst nicht: verantwortlich ist).

Seine Aufgabe würde über die Beseitigung von unmittelbaren Gefahren, beispielsweise scharfe Kanten, hinausgehen: er könnte im extremen Fall auch den Einsatz so lange „stoppen“ bis eine monierte Gefahr beseitigt wurde.

Grundsätzlich halte ich eine solche Position für sinnvoll. Normalerweise, so das Gegenargument, obliegt das dem Gruppenführer, der für die Patientenbefreiung verantwortlich ist. Realität: ja, wenn er kann, aber meistens hat er genug Stress. Von dem her kann das nur im Interesse aller sein.

Die Frage: habt ihr Euch schon gesondert mit der Sicherheit beschäftigt, oder wird die einfach vorausgesetzt, und deshalb vermutlich unterschätzt?

(Das Foto wurde auf der Challenge 2007 aufgenommen und zeigt die Kollegen aus Rotterdam bei der großen Abschlußübung)

Kommentare

12 Kommentare zu “Kommt der Safety Man?” (davon )

  1. @fwnetz am 27. März 2009 15:05

    Kommt der Safety Man? http://tinyurl.com/cfqyox

  2. Robert Sims am 27. März 2009 15:16

    Ich denke bei der heutigen Personalknappheit die an vielen Stellen herrscht, etwas schwer zu etablieren.  Grad dort wo die Tagesalarmsicherheit kaum sichergestellt werden kann. Ansonsten eine gute Idee wie ich finde. Vll. lässt sich das ja mit einer anderen Einsatzkraft verbinden?

  3. Irakli West am 27. März 2009 15:23

    Robert,

    in den Niederlanden wird der Safety Man – wenn meine Infos korrekt sind – schon ab Staffel eingesetzt. Prioritäten halt.

  4. Christian Lewalter am 27. März 2009 15:26

    Ich würde ihn mit offenen Armen empfangen, den Safety Man, oder im hessischen: Uffpasser.

  5. Adrian Ridder am 27. März 2009 20:17

    Im Endeffekt auch bei den Amis bekannt als Safety Officer….werde mich in den nächstne Wochen genauer damit befassen, da meine B.Sc.-Thesis davon handeln wird ;-)

  6. Irakli West am 27. März 2009 20:45

    Adrian mit einem Vertreter der FDSOA habe ich mich letztes Jahr in Indy ausführlich unterhalten, und einen tollen Aufkleber für mein Laptop bekommen :)

    Im Ernst, tolle Sache, und der Safety Man bei THL – der nach meinem Verständnis kommen wird – ist natürlich nur der erste Schritt in diese Richtung.

    Vielleicht hätte man dann endlich eine vernünftige Verwendung zumindest für einen der üblicherweise viel zu vielen KBMs am Einsatzort :)

  7. joergheck am 27. März 2009 21:07

    Hi!

    Ich glaube den „Safety“ beim VU sollte man nicht mit dem „Safety Officer“ (Abschnittsleiter Sicherheit) zusammenwerfen.

    Eigentlich denke ich, dass wir den Safety schon lange haben, nicht nur einen, sondern zwei. Nennt sich bei uns Wassertrupp und ist für die Sicherheit bei der Technischen Hilfeleistung verantwortlich. Die Frage ist nur wie die Sache gelebt wird, insbesondere ob an der Unfallstelle auftragsorientiert oder aufgabenorientiert gearbeitet wird.

    Was insbesondere bei Übungen gerne gemacht wird ist das auftragsorientierte. Man versucht besonders „patientengerecht“ zu sein indem man immer schön wegbleibt von den Unfallfahrzeugen und jede Einsatzkraft wartet auf „Aufträge“ vom zuständigen Gruppenführer. Führer ingesamt dazu dass der GF sehr viel zu tuen hat und zwischendurch unsichere Situationen entstehen, weil noch keiner den Auftrag hat die Unsicherheit zu beseitigen.

    Meine Wunschvorstellung ist das „Aufgabenorientierte“, ein oder zwei Funktionen die bei der Befreiung beteiligt sind übernehmen die Funktion Sicherheit. Sie schauen nicht nur oder warten gar Befehle des Teamführers ab, sie sichern direkt wenns was unsicheres gibt. Sie unterbauen das Fahrzeug, kontrollieren diesen Unterbau, decken scharfe Kanten ab, bringen Patientenschutz in Stellung etc. etc. und alles i.d.R. ohne das es dazu langer Befehle bedarf, die falls notwendig natürlich gegeben werden. Hat insbesondere den großen Vorteil, dass der Teamführer Zeit hat sich um die wichtigen Dinge zu kümmern und entsprechend Planen kann.

    Wenn es wirklich eine große Gefahr an der E-Stelle gibt, dann sollte m.M. nach jeder den Einsatz stoppen können, bis die Gefahr beseitigt ist und ich denke, ein durch Teamarbeit entlasteter Gruppenführer/Teamführer ist dazu durchaus in der Lage.

    Die oben beschriebene Aufgabenbeschreibung passt im übrigen auf den Safety den man auch bei den VU Wettbewerben sieht und für eine verhältnismässig übersichtliche Lage wie ein „verunfalltes Auto“ braucht man dann auch glaube ich keinen „Abschnittsleiter Sicherheit“.

    Grüße
    Jörg

  8. Cimolino am 28. März 2009 09:46

    Hallo,

    die Funktion hab ich vor Jahren bereits in den THL-Büchern (zuerst in THL-Busunfälle, 2001, als Bestandteil des Einsatz-Führungs-Systems) beschrieben.

    Machen tuts bisher kaum einer.

    Die meisten findens überflüssig – oder sogar im Rahmen der Führungshierarchie gefährlich (weil ein starker SO einen schwachen EL „in die Knie“ zwingen kann und so Führungsdurchgriffe über Umwege zulässig wären, die natürlich absolut so nicht gewollt wären…)

    Schwieriges Thema. Sinnloses Thema für die meisten, die ganz andere Probleme haben… (Führungsorganisation, Ausbildung, Fortbildung uvm.)

  9. jansued am 28. März 2009 16:37

    Hallo!

    Im Prinzip eine gute Idee, habe ich letztens mal selber gemacht. Mit gutem Willen auch einführbar – aber eben nur bei FW X während FW Y das dann für Teufelswerk hält. Flächendeckend nicht umsetzbar zumal es da auch ganz andere Probleme gibt, wie UC schon sagte. Wäre erstmal schön, den Ausbildungsstand der Führung auf einen möglichst aktuellen Stand zu bringen –  das bringt mehr Sicherheit als alles andere.

    Gibt es eigentlich noch die Begriffe Sicherungs- und Gerätetrupp in der FWDV 3 TH ? Die passen nämlich recht gut – wirklich gute Rettungsteams arbeiten, wie Jörg schon sagte aufgaben-orientiert im Team. Sicherheit ist da Grundeinstellung und im Zweifel ist der Teamleader dafür verantwortlich…

    Grüße, Jan

     

  10. Max60 am 28. März 2009 17:13

    Hi,

    @Jörg:

    Klingt ziemlich nach SER :-)

  11. joergheck am 28. März 2009 17:48

    Max60,

    Eine FwDV ist ja irgendwie eine SER wobei bei der Technischen Hilfeleistung nach VUs das Problem besteht, dass die „Regelungstiefe“ der FwDV 3 (TH) viel zu gering ist. Das heisst es bleiben zu viele Fragen offen. Gleichzeitig gibts bei vielen VUs ohnehin für eine Gruppe zuviele Aufgaben und auch dazu regelt die FwDV meiner Meinung nach zu wenig. Genau deshalb gibts dann standorteigene SER, gutes Beispiel gibts bei der FW Frankfurt/Main zum herunterladen.

    In meiner FF haben wir auch eine SER, die auch regelt, wie verfahren wird wenn das LF nicht voll besetzt rausgeht. Gibt sozusagen eine Reihenfolge, in welcher die Funktionen/Trupps besetzt werden. Fährt nur eine Staffel sind dass GF und MA, Innerer Retter, Sicherungsmann und ein Angriffs-/Rettungstrupp. Den größten Teil der Gerätebereitstellung muss dann der MA übernehmen oder der Angriffstruoo holt sich seine Sachen selbst. Mit jeder Funktion sind diverse Aufgaben verbunden die etwas umfangreicher sind als dass die FwDV für diesen speziellen Fall beschreibt.

    Grüße
    Jörg 

  12. siehdas85 am 29. März 2009 00:08

    Was mir bei dieser Diskusion als erstes einfiel,war eine Szene aus der DVD Best of VU.Und zwar bei der Demonstration der Weltmeister des Hampshire Fire Rescue Service bei Minute 11, als sich 2 Leute beim Tragen des Patienten in der Hydraulikleitung verheddern und sich fast aufs Maul legen.Oft sind es einfach Kleinigkeiten wie eine selbstgebaute Stolperfalle oder ein offenstehender Geräteeinschub am Fahrzeug,die ein Gefahrenpotential darstellen.Eine gewisse Daseinsberechtigung hat der Safety Men sicherlich,wobei eine Sensibilisierung aller Einsatzkräfte für die Thematik der Unfallverhütung auch Wirkung zeigen könnte.Es ist einfach immer wichtig mit offenen Augen an der Einsatzstelle zu arbeiten und vorausschauend zu denken.“Arbeitsschutz geht alle an!“,nicht wahr?!

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