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(sc) … – Change your Battery! Die Umstellung von Normal- auf  Sommerzeit am kommenden Wochenende in der Nacht von Samstag (28.03.) auf Sonntag (29.03.), sollte als Anlass genommen werden, die Batterien der häuslichen Rauchmelder zu wechseln.

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Die Idee dazu kommt aus den USA. Auf die schnelle ist mir allerdings kein passender deutscher Spruch eingefallen, mit dem Change your clock, change your Battery derart ins deutsche übersetzt werden könnte, dass der Otto-Normal-Rauchmelder-Besitzer sich diesen auch merken kann. Wechsle deine Uhr, wechsle deine Batterie klingt nicht nur falsch, sondern impliziert etwas anderes. Sommerzeit, Winterzeit ist Rauchmelderzeit klingt besser, passt m.E. aber immer noch nicht so ganz.

Frühjahrsputz – Rauchmelder-an-den-Putz

Diejenigen unter uns, die noch immer keinen Rauchmelder installiert haben, sei geraten, den anstehenden Frühjahrsputz mit der Installation eines dieser Geräte zu verbinden. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass es sich um einen VdS-anerkannten Rauchmelder nach der DIN EN 14604 handelt.

Da war doch noch was?

Ach ja, noch ein Hinweis, beinahe hätte ich das vergessen: Die Uhren werden am Sonntagmorgen eine Stunde vor gestellt. Auf der Einsatzdokumentation ist damit die Uhrzeit als MESZ zu kennzeichnen. Die diesjährige Sommerzeit endet am 25. Oktober.


Wann denn nun vor und wann zurück?

Für alle die, die Probleme damit haben zu erkunden, in welche Richtung der fette und kürzere Zeiger der Uhr denn nun gedreht werden muss, hier zwei Merkhilfen:

Spring forward, Fall back: Spring (bedeutet im englischen sowohl Frühling wie auch springen) und Fall (bedeutet im englischen sowohl Herbst wie auch fallen). Der einleuchtende Spruch Spring vorwärts, fall rückwärts lässt sich für die Zeitumstellung daher auch als Frühling vor, Herbst zurück interpretieren.

Eine andere Möglichkeit ist die Straßencafé-Faustregel: Im Frühjahr werden die Stühle vor das Lokal gestellt, im Herbst kommen sie zurück ins Lager. Sprich: Im Frühling geht der Zeiger vor und im herbst geht der Zeiger zurück.

Die feuerwehrtechnische Adaption könnte vielleicht so lauten: Im Frühling geht es vor das Gerätehaus  im Herbst geht es dorthin zurück. Gemeint ist natürlich der Probendienst, der in der etwas kühleren – wahlweise kälteren – Jahreszeit bevorzugt im Inneren des hoffntlich beheizten Feuerwehrgerätehauses stattfindet, während man in der wärmeren Jahreszeit eher im Freien – also vor dem Haus üben wird.

Warum Zeitumstellung?

Bis zum 29. April 1916 gab es nur die Normalzeit, einen Tag später dann auch die Sommerzeit. Eingeführt wurde sie zunächst im deutschen und österreich-ungarischen Kaiserreich. Irland führte das System im gleichen Jahr ein. Die Iren fanden für die Zeitumstellung aber den passenden Begriff: Daylight Saving Time (wörtlich übersetzt also „tageslichtaufsparende Zeit“). Dieser Ausdruck verdeutlicht das Ziel, nämlich die Stundenzahl mit nutzbarem Tageslicht zu vergrößern.

1975 erhielt die Zeitumstellung als Folge der Ölkrise eine vermeintlich ökologische Legitimation, denn durch die „tageslichtaufsparende Zeit“ liese sich, so die Begründung, Energie sparen. Eigentliche Idee war und ist  aber die Produktivität zu erhöhen. In Kriegszeiten ebenso, wie in der Nachkriegszeit, wo es aufgrund der kriegsbedingten Zerstörungen zur optimalen Nutzung des Tageslichtes kommen musste.

Die Geschichte der Zeitumstellung verläuft zyklisch: Mal eingeführt, dann wieder abgeschafft, … . In Deutschland wurde die Sommerzeit 1918 wieder abgeschafft und erst im Zweiten Weltkrieg wieder eingeführt. Von 1950 bis 1979 gab es sie dann auch nicht mehr. Durch die Vereinheitlichung der unterschiedlichen Sommerzeitregelungen in der Europäischen Union wurde die Sommerzeit 1996 in Deutschland außerdem um einen Monat verlängert.

Interessant:  Zwischen 1947 und 1949 gab es in Deutschland die sogenannte Hochsommerzeit, derzufolge die Zeiger um zwei Stunden im Vergleich zur Normalzeit vorgestellt werden mussten. Ebenfalls eine nette Info, mit der man natürlich protzen kann, ist, dass es noch bis Ende des 19. Jahrhunderts keine reichsweit/landesweit/europaweit einheitliche Zeit gab! Jeder Ort hatte seine eigene Zeit!!! In Bayern richtete man sich nach der „Münchener Ortszeit“, in Preußen nach der „Berliner Zeit“ – und war damit den Bayern um sieben Minuten voraus. Aber mit dem Ausbau des europaweiten Eisenbahnnetzes wurde eine einheitliche Zeit immer wichtiger. Eine Vereinheitlichung der Zeit wurde erstmal 1884 angestrebt, als in Washington DC die Einteilung der Welt in 24 Zeitzonen beschlossen wurde. [zeitumstellung.de]


In diesem Sinne wünsche ich euch allen Besitzern einer klassischen Zeigeruhr eine reibungslose Zeitumstellung. Besitzer digitaler Uhren haben das da leider nicht ganz so einfach – wie ich. Aber es gibt da ein wenig Hilfe in Form der Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB). Die PTB programmiert die impulsgebenden Atomuhren in Braunschweig. Diese gleicht die Atomuhrzeit mit der Uhr am Langwellensender DCF77 in Mainflingen bei Frankfurt am Main ab, der von dort Zeitsignale ausstrahlt. Glücklich ist also, wer einen Zeitempfänger hat, der seine Uhrzeit über DCF77 abgleicht – wie ich.

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Kommentare

6 Kommentare zu “Sommerzeit: Change your Clock …” (davon )

  1. Christian Lewalter am 27. März 2009 14:05

    Wobei oben das Symbolbild doppelt falsch ist.
    Wer die beiden Fehler findet, darf sie behalten ;-)
    Christian

  2. Stefan Cimander am 27. März 2009 14:24

    @Christian Lewalter Fehler 1) Zeit wird zurückgestellt und b) Zeit wird von 2 auf 1 Uhr zurückgestellt, ei uns üblich von 3 auf 2 Uhr et vice versa. Andere Länder (USA) andere Sitten ;-)

  3. Christian Lewalter am 27. März 2009 15:28

    @SC Ist eigentlich schade, dass unser Verband sich da nix schönes einfallen lässt, sondern lieber mit Führerschein-Wünschen Politik macht. Prioritäten eben.

  4. Krischi83 am 27. März 2009 16:43

    OK doofe Frage: Ich soll also bei meinem Rauchmelder alle halbe Jahr die Batterie wechseln??? Ich hab da gaaanz tolle Duracell Batterien drin (ihr erinnert euch an das Häschen)…die sind da jetzt schon über 2 Jahre drin und die Rauchmelder funktionieren bei dem Druckknopftest immer noch (höllisch laut)! Trotzdem tauschen, oder wie?

    Grüße aus dem Dänemarkurlaub!

  5. Tipperary am 27. März 2009 17:23

    Ein pauschales Wechseln der Batterie nach nur einem halben Jahr halte ich für übertrieben. Je nach Qualität von Batterie und Rauchmelder ist die Batterielebensdauer höchst unterschiedlich. Diesbezüglich habe ich Herstellerangaben von bis zu 10 Jahren bei Markengeräten gesehen. Mein ältester Rauchmelder arbeitet auch seit mittlerweile mehr als 3 Jahren mit der gleichen Batterie.

  6. Philipp am 29. März 2009 12:17

    Also ich muss schon sagen, ich fand es deprimierend, dass mein Kollege und ich heute morgen live dabei waren, als teilweise die Uhren im RTW umgesprungen sind …

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