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SUPERTANKER von Evergreen. Bild: Evergreen International Aviation

(sc). Als Anfang 2006 das größte Löschflugzeug der Welt vorgestellt wurde, schwand die anfängliche Begeisterung schnell hin zur Skepsis. Die amerikanische Frachtfluggesellschaft Evergreen International Airlines konstruierte aus einer Boeing 747-100F ein 91 Kubikmeter Wasser fassenden Supertanker – acht Mal mehr, als ein herkömmliches Löschflugzeug.

Nach der technischen Zulassung der Umbauten durch die amerikanische Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) vom November 2008 liegt jetzt auch die Genehmigung des amerikanischen Air Tanker Boards – einer behördernübergreifenden Organisation – für Löschbombereinsätze vor. Damit darf der „Heavy Airtanker“ in der kommenden Wildfire Season offiziell eingesetzt werden.

Im Gegensatz zu den vorherigen Testflugzeugen, die durch spezielle Module zum Heavy Airtanker umgerüstet werden konnten, bleibt die jetzige 747-100F permanent ein Tanker. Er soll für rund 25.000 Dollar pro Stunde  zu chartern sein, offiziell schweigt Evergreen jedoch zu den Kosten: „The Evergreen Supertanker is currently in the development phase. As a result, the engineering and fabrication efforts continue to incur costs, which ultimately influence the price. Pricing will be available in the near future when the development efforts near completion and the majority of costs have been realized„[Evergreen]. Die Entwicklung des Supertankers kostete über 50 Millionen Dollar.

Nicht nur die schiere Größe des Supertankers ist dabei neu, sondern auch die Art, wie das Wasser abgelassen wird. Ein patentiertes Drucktanksystem erlaubt es, das Wasser aus einer Höhe von 250 Metern zu versprühen und dabei auch noch die genaue Größe der Tropfen zu regulieren. Bisher nutzten die Piloten der Löschflugzeuge die Schwerkraft: „Über dem Zielgebiet tauchen die Piloten zum Brandherd hinab, reißen die Maschine dann wieder in den Steigflug und öffnen dabei die Klappen am Flugzeugbauch. Rauch, Asche und die abrupte Gewichtsverlagerung des Flugzeugs bedeuten für Material und Piloten eine extreme Belastung. Das Flugmanöver über den Baumkronen gilt deshalb als äußerst heikel“ [SpigelOnline].

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Kommentare

2 Kommentare zu “Neuer Supertanker der Lüfte startklar” (davon )

  1. @fwnetz am 31. März 2009 12:16

    Neuer Supertanker der Lüfte startklar http://tinyurl.com/dx7pc5 #Evergreen #Supertanker #Boeing

  2. MatthiasM am 1. April 2009 14:50

    Interessant wäre mal ein grundsätzlicher Vergleich einerseits zwischen diesem Dickschiff und sonstigen „üblichen“ US-Löschflugzeugen mit Betankung gelandet am Boden und andererseits den Canadair-Maschinen und Hubschraubern + Löschbehältern, die „im Flug“ mal schnell auffüllen können, abhängig von der Entfernung zum nächsten Tankgewässer bzw. geeigneten Landeplatz.

    Ich kann mir vorstellen, daß ein paar „kleine“ Canadairs durchaus mehr Wasser eine Brandstelle bringen können als jedes Luftfahrzeug, das erst mal landen muß, um nachzutanken. Ich habe in der Türkei und in Südfrankreich einige Waldbrände als Urlauber miterlebt, In Frankreich war das schon fast eine „Eimerkette“ mit drei oder vier Maschinen, die im Minutentakt wiederkamen.
    (Dep. Hérault, am Lac du Salagou, perfektes Tankgewässer für jede Windrichtung)

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